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Gesichtspflege: Vier Fehler, die Sie vermeiden sollten

Autor: Brigitte Rohm | Kategorie: Kosmetik und Mode | 21.09.2022

Gesichtspflege: Vier Fehler, die Sie vermeiden sollten
Foto: Shutterstock/puhhha

Wer schön sein will, muss cremen? Jein. Viele Menschen benutzen regelmäßig Gesichtspflegeprodukte. Dabei kann man allerdings auch einiges falsch machen.

Die Regale in den Drogerien sind gefüllt mit den verschiedensten Gesichtspflege-Produkten. Aber nicht nur die verwirrende Vielfalt führt dazu, dass wir manchmal danebengreifen – und unserer Haut und der Umwelt mehr schaden als nützen. Denn die "Pflege fürs Leben" gibt es leider nicht – weil die Haut und ihre Bedürfnisse sich mit der Zeit ändern. 

Gesichtspflege hängt vom Hauttyp …

Um die richtige Pflege zu finden, sind vor allem zwei Dinge wichtig. Zum einen: den eigenen Hauttyp kennen. Grob gibt es die folgenden Typen:

  • Spannt die Haut sehr, schuppt sie vielleicht sogar, sind die Poren kaum sichtbar und das Gesicht glanzlos? Das sind Zeichen für den trockenen Hauttyp.
  • Wird die Haut dagegen schnell ölig, sind die Poren im Gesicht deutlich sichtbar und ärgern Mitesser und Pickel? Das spricht für eine fettige Haut.
  • Normale Haut dagegen spannt im Laufe eines Tages nicht, wird aber auch nicht ölig glänzen. Sie kommt mit Temperaturwechseln gut zurecht und neigt weder zu Rötungen noch zu Flecken.
  • Anders die sensible Haut: Sie reagiert auf äußere Faktoren wie UV-Licht oder Kosmetika mit Rötungen, Juckreiz oder anderen Irritationen.

… und individuellen Beanspruchungen ab

Doch auch ein Hauttyp ist nicht immer der Gleiche. Deshalb gehört zur Wahl der richtigen Gesichtspflege immer auch ein Blick auf die (Lebens-)Umstände.

So beeinflusst beispielsweise der Wechsel der Jahreszeiten die Haut – im Sommer will sie mehr Feuchtigkeit, im Winter mehr Fett. Wer viel in klimatisierten Büros arbeitet oder mit der Bahn unterwegs ist, braucht eine gute Feuchtigkeitspflege, weil die Luft in solchen Räumen eher trocken und feuchtigkeitsarm ist. Auch das Älterwerden verändert die Ansprüche der Haut.

Deshalb ist es sinnvoll, selbst die Lieblingscreme ab und an auf den Prüfstand zu stellen.

Häufige Fehler bei der Gesichtspflege

Hier einige der verbreitetsten Fehler rund um die Gesichtspflege.

1. Anti-Aging-Versprechen glauben

Anti-Aging aus dem Cremetiegel? Zu schön, um wahr zu sein. Aus unserer Sicht konnte kein Hersteller der Gesichtscremes aus unserem letzten Test die beworbenen Anti-Falten-Aussagen durch Studien ausreichend belegen. Lassen Sie sich daher nicht von Werbeversprechen auf Verpackungen blenden.

Setzen Sie besser auf eine gewöhnliche Pflegecreme ohne zusätzliche Werbeversprechen – die ist allerdings tatsächlich wichtig, besonders im Winter, wenn Kälte und Heizungsluft der Haut zusetzen.

2. Die falsche Creme fürs Gesicht verwenden

Um die richtige Gesichtspflege für Ihr Hautbild zu wählen, müssen Sie dieses erst einmal kennen. Bei fettiger Haut ist eine reichhaltige Creme keine gute Wahl, bei trockener Haut sollte es aber auch nicht zu wenig Pflege sein.

Beobachten Sie daher, ob die Haut nach dem Eincremen noch zieht, spannt oder längere Zeit glänzt – das können Hinweise darauf sein, dass Sie das falsche Produkt verwenden. Wenn Sie sich unsicher sind, können Sie Ihr Hautbild durch einen Fachberater bestimmen lassen. Lesen Sie dazu auch unsere Ratgeber:

Gesichtspflege: Die richtige Creme ist wichtig.
Gesichtspflege: Die richtige Creme ist wichtig. (Foto: CC0 Public Domain / Unsplash)

3. Fehler: Die Haut überpflegen

Viel hilft viel? Bei Gesichtspflege nicht unbedingt. Insbesondere, wenn Sie eine empfindliche und schnell gereizte Haut haben, können Sie sie auch überpflegen. Das kann im schlimmsten Fall in einer perioralen Dermatitis enden – gegen die nur eine längere Entwöhnung von Pflegeprodukten hilft.

Zu viel Durcheinander ist ebenfalls keine gute Idee: Wenn Sie eine Pflege gefunden haben, mit der Sie zufrieden sind, sollten Sie möglichst dabei bleiben und kein Produkthopping betreiben. Zu einer anderen Creme zu wechseln oder ein neues Produkt auszuprobieren, ist nur dann sinnvoll, wenn sich Ihr Hautbild verändert – zum Beispiel, wenn die Haut im Winter mehr Pflege benötigt als im Sommer.

4. Unnötige Gesichtspflege-Produkte verwenden

Bei Gesichtspflege-Produkten gibt es vieles, was Sie sich getrost sparen können. Zum Beispiel Reinigungstücher: Sie enthalten Konservierungsstoffe, können Hautunreinheiten verursachen und die Poren verstopfen – denn statt Schmutzpartikel zu entfernen, verreibt man sie auf der Haut.

Zudem sind es in Plastik verpackte Wegwerf-Produkte für den einmaligen Gebrauch, und damit belasten sie auch die Umwelt. Besser: Die Haut mit einem milden Reinigungsprodukt säubern.

Und zu guter Letzt: Für die Regeneration der Haut in der Nacht ist ein guter Schlaf wichtiger als die beste Nachtcreme. Deshalb ausreichend schlafen und für gute Luft im Schlafzimmer sorgen.

Weiterlesen bei oekotest.de: