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21 Gesichtspeelings im Test

Ratgeber Kosmetik 2015
vom 05.06.2015

21 Gesichtspeelings im Test

Rubbeln mit Plastik

Ein Peeling macht die Haut rosig und zart. Möglicherweise jedoch auf Kosten der Umwelt, denn etliche Produkte enthalten Mikroplastik als Reibekörper. Aber es gibt Alternativen auf pflanzlicher oder mineralischer Basis, wie unser Test zeigt.

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05.06.2015 | Die Industrie setzt Mikroplastik wie Polyethylen als Reibekörper vor allem in Peelings ein. Wir haben es aber auch schon in Zahnpasta, Duschgel und Make-up gefunden. Bei Mikroplastik unterscheidet man zwischen Partikeln bis zu fünf Millimetern und kleineren bis zu einem Millimeter. In Kosmetika sind zum Teil Partikel in einer Größe von 120 bis 150 Mikrometer zu finden, manchmal noch kleiner. Zum Vergleich: Ein Millimeter hat 1.000 Mikrometer.

In Peelings sollen die synthetischen Kügelchen abgestorbene Hautschüppchen wegrubbeln und die Haut weicher werden lassen. Das Mikroplastik dringt dabei nicht durch die Haut, es ist also in diesem Sinne nicht schädlich für den Körper. Trotzdem steht die Industrie in der Kritik. Denn Mikroplastik verschmutzt unsere Umwelt. Es ist nicht recycelbar und zersetzt sich so gut wie gar nicht. "Die meisten Plastiksorten brauchen mehr als 100 Jahre, um abgebaut zu werden. Es kann also sein, dass das Plastik, das wir heute finden, schon seit 1950 in der Umwelt ist", erklärt Professor Christian Laforsch von der Universität Bayreuth.

Die Frage ist: Wie landet das Mikroplastik in der Umwelt? Stammt es aus dem Abwasser der Haushalte? Und damit auch aus Kosmetikprodukten? Oder stammt es von größeren Plastikteilen, die vor allem durch den achtlosen Umgang der Menschen dort landen? Also beispielsweise von Plastiktüten, die sich mit der Zeit in kleine Teile zerrieben haben. In Veröffentlichungen wird teilweise klar auf Kosmetikprodukte als eine wesentliche Verschmutzungsquelle hingewiesen, auch auf Fleecepartikel, die nach dem Waschen der Kleidung ihren Weg ins Abwasser gefunden haben. Oder auf größere Konsumgüter aus Plastik, von Wissenschaftlern als "sekundäres Mikroplastik" bezeichnet. Das Problem: "Es ist sehr schwer zu sagen, wie alt das gefundene Mikroplastik ist und aus welchen Produkten es stammt. Leichter zu identifizieren ist die Plastiksorte", sagt Laforsch.

Das Umweltbundesamt vermutet, dass ein großer Teil des Mikroplastiks wahrscheinlich von der Zersetzung von großen Kunststoffteilen wie Verpackungen und Fischernetzen stammt. "Ungeachtet dessen, welchen Anteil primäres und sekundäres Mikroplastik haben, gehören Kunststoffe - in welcher Form auch immer - nicht in die Meeresumwelt", erklärt Stefanie Werner vom Umweltbundesamt. Die Behörde hofft, bald mehr zu wissen. In ihrem Auftrag wird gerade zu Mikroplastik geforscht.

Unterstützt durch Nichtregierungsorganisationen und die internationale Kampagne Beat the Micro Bead ist das Thema in Medien und Politik angekommen. Die Niederlande hat der EU Mitte 2013 vorgeschlagen, Mikroplastik in Kosmetik zu verbieten. Der Staat New York plant sogar ein Gesetz, das nicht nur den Verkauf verbieten soll, sondern auch die Herstellung von Kosmetikartikeln, in denen Mikroplastikteilchen kleiner als fünf Millimeter zugesetzt werden. Hierzulande sieht es zurzeit erst einmal nach einem freiwilligen Verzicht der Kosmetikindustrie aus.

Welche Hersteller verwenden Polyethylen zum


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21 Gesichtspeelings im Test
Ratgeber Kosmetik 2015 Seite 126
Ratgeber Kosmetik 2015 Seite 127
Ratgeber Kosmetik 2015 Seite 128
Ratgeber Kosmetik 2015 Seite 129

4 Seiten
Seite 126 - 129 im Ratgeber Kosmetik 2015
vom 05.06.2015
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So haben wir getestet

Der Einkauf
Uns haben zahlreiche Nachfragen von Lesern zu Mikroplastik in Kosmetika erreicht. Anlass für uns, Gesichtspeelings unter die Lupe zu nehmen. 21 Produkte hat ÖKO-TEST eingekauft - in Discountern, Drogeriemärkten, Apotheken und Parfümerien. Darunter vier Naturkosmetikprodukte. Die meisten sind für normale und/oder Mischhaut gedacht.

Die Inhaltsstoffe
Die Peelings haben wir von Laboren analysieren lassen. Werden kritische Konservierungsmittel eingesetzt? Stecken in den Produkten PEG/PEG-Derivate, die die Haut durchlässiger machen für körperfremde Stoffe? Außerdem haben wir aufwendige Duftstoffanalysen in Auftrag gegeben.

Die weiteren Mängel
Stecken die Produkte in einem unnötigen Umkarton? Steckt Mikroplastik in den Produkten oder verwenden die Hersteller pflanzliche beziehungsweise mineralische Peelstoffe?

Die Bewertung
Wir bewerten nur Peelings mit "sehr gut", an denen wir nichts auszusetzen haben. Wie gut die Produkte peelen und ob sich das Hautbild danach wirklich verfeinert oder nicht, haben wir nicht überprüft: Das Ergebnis hängt viel zu sehr vom individuellen Hauttyp, der Anwendungshäufigkeit und vom erwünschten Effekt ab. Ein alles über einen Kamm scherender Vergleich wäre nicht nützlich.

So haben wir getestet

Mikroplastik in Kosmetik ist oft so klein, dass es mit dem Auge nicht mehr erkennbar ist. Manche Peelings haben jedoch sichtbare Kügelchen.