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Sonnenschutz für Babys und Kinder: 7 Tipps für den Sommer

Magazin Juni 2021: Gesund Grillen | Autor: Meike Rix | Kategorie: Kinder und Familie | 08.06.2021

Ein guter Sonnenschutz für Kinder bedeutet nicht nur einmal Eincremen.
Foto: Shutterstock / YanLev

Für Babys und Kinder ist ein guter Sonnenschutz besonders wichtig, denn: Wie viel UV-Strahlung die Kleinen abbekommen, entscheidet über das spätere Hautkrebsrisiko. Wir haben sieben Tipps, damit die Kinder den Sommer unbeschwert genießen können.

Die Haut von Kindern und Babys ist besonders empfindlich und sollte deshalb möglichst wenig direkter Sonne ausgesetzt sein. Und wenn schon Sonne, dann mit ausreichend Sonnenschutz. Die nachfolgenden sieben Tipps sorgen für einen Sommer ohne Reue.

1. Sonnenschutz für Babys: Raus aus der Sonne

Die klare Empfehlung von Haut- und Kinderärzten ist, Babys überhaupt nicht direkt der Sonne auszusetzen. Das gelingt unterwegs am ehesten, wenn am Kinderwagen ein Segel mit UV-Schutzfaktor 50 oder höher angebracht ist. In Tragehilfen und im mobileren Krabbelalter sollten Eltern besonders auf Mützen mit Schirm und Nackenschutz (ebenfalls mit deklariertem UV-Schutz) und luftige lange Kleidung achten.

2. Wolken nicht überschätzen

Wenn der Himmel nicht gerade dunkelgrau ist, erreicht die UV-Strahlung zwischen April und September oft unerwartet schnell Werte, bei denen ungeschützte Haut Schaden nehmen kann. In vielen Wetter-Apps wird der (voraussichtliche) UV-Index für den Tag angezeigt.

Ab UV-Index 3 sind Schutzmaßnahmen gegen die Sonne empfehlenswert. An wolkenlosen Sommertagen lässt sich die Belastung extrem mildern, indem man mit Kindern in der Zeit zwischen 11 und 15 Uhr möglichst im Schatten bleibt.

3. Schatten schaffen für besseren Sonnenschutz

Sonnensegel über dem Planschbecken und Sandkisten ermöglichen kleinen Kindern entspanntes Spielen und Eltern entspanntes Zugucken. Bei Ausflügen an Orte ohne Schatten kann es sich lohnen, eine Strandmuschel oder einen Schirm mitzunehmen.

Ab UV-Index 8 ist es aber besser, mit Kindern mittags unter ein echtes Dach, sprich nach Drinnen zu gehen. Denn dann ist auch die Reststrahlung, die unter den Sonnenschirm oder in den Strandkorb fällt, noch sehr stark.

Kleinkinder sollten nur mit einer Kopfbedeckung in die Sonne und die Mittagshitze lieber im Schatten verbringen.
Kleinkinder sollten nur mit einer Kopfbedeckung in die Sonne und die Mittagshitze lieber im Schatten verbringen. (Foto: Shutterstock / LeManna)

4. Sonnenschutz für Kinder mit luftiger Kleidung

Auch wenn wir bei Sonnenschutz meist zuerst an Cremes denken: Den Körper zu bedecken bringt ungleich mehr. Am besten mit luftiger Kleidung mit langen Ärmeln und Beinen aus dicht gewebtem Stoff.

Besonders zum Spielen am und im Wasser lohnt sich UV-Schutzkleidung. Mützen und Hüte sollten ebenfalls dicht sein und Stirn-, Ohren- und Nackenschutz bieten, Sandalen möglichst den Fußrücken bedecken.

5. Eincremen als Sonnenschutz für Babys und Kinder 

Für Kinder in unseren Breitengraden sollten Eltern auf Sonnencremes mit hohem oder sehr hohem Lichtschutzfaktor 30, 50 oder 50+ verwenden. Es muss nicht unbedingt eine spezielle Kinder-Sonnencreme sein, die Familie kann eine gute Sonnencreme auch gemeinsam nutzen.

Für unseren aktuellen Test haben wir 22 Sonnencremes ins Labor geschickt und fanden heraus: Mit einigen Cremes schmieren wir uns bedenkliche Stoffe auf die Haut. 

Sonnencreme-Test: Teils landen bedenkliche Stoffe auf der Haut

6. Sonnenbrillen aufsetzen

Weil zu viel UV-Strahlung auch ein Risikofaktor für Augenerkrankungen wie grauen Star ist, empfehlen Augen- und Kinderärzte Sonnenbrillen auch ganz klar für Kinder. Wichtig: Die Brille muss groß genug und so geformt sein, dass möglichst wenig Licht von der Seite einfällt. Das kann nämlich besonders schädlich sein, weil die Pupillen sich durch die Tönung der Brille erweitern.

Fragen Sie am besten den Optiker nach UV400-Schutz. Den Schutz von älteren Sonnenbrillen oder solchem vom Strandkiosk kann der Optiker übrigens unkompliziert nachmessen. 

Lesetipp: Großer Sonnenschutz-FAQ: So geht gesundes Sonnenbaden

7. Keine Sorge wegen Vitamin D

Säuglinge bekommen Vitamin-D-Tabletten und sind darüber ausreichend versorgt. Bei älteren Kindern, die regelmäßig draußen sind, ist das Risiko eines Mangels ebenfalls gering – auch mit gutem Sonnenschutz.

Warum? Schon wenn ein Kind dreimal pro Woche die Hälfte der für seinen Hauttyp sonnenbranderzeugenden Dosis an UV-Strahlung an Gesicht, Händen und Armen abbekommt, kann es damit ausreichend von dem "Sonnenvitamin" bilden. Das entspricht zum Beispiel für den Hauttyp 2 mit heller Haut und blonden Haaren ungeschützt gerade mal zwölf Minuten.

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