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Ratgeber: Spielzeugsicherheit

Ratgeber Kleinkinder 2015
vom 11.09.2015

Spielzeugsicherheit

Kein reines Vergnügen

Kinder verbringen Tag und Nacht mit ihren Spielsachen und Kuscheltieren. Gerade die Kleinen stecken auch vieles in den Mund. Man sollte daher meinen, dass die Hersteller alles daran setzen, Spielzeug sicher zu machen. Doch das ist längst nicht immer der Fall.

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11.09.2015 | Kindern gefällt manches, was Eltern furchtbar finden - das dudelnde Plastikspielzeug mit den vielen bunten Knöpfen, die Barbie mit dem unrealistischen Körperbau, das Glibbermonster oder das Laserschwert. Über Geschmack lässt sich nicht streiten, über Qualität und Sicherheit schon. Und die sind Eltern wichtig: Laut einer Umfrage im Auftrag der Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA) ist Sicherheit das entscheidende Kriterium beim Spielzeugkauf (89 Prozent); Prüfsiegel sind 83 Prozent der Erwachsenen wichtig. Dass sie hochwertige Spielsachen produzieren, trauen Eltern am ehesten namhaften Herstellern zu, wie die gleiche Umfrage zeigt. Das größte Vertrauen genießen Lego und Steiff.

Die Skandale vergangener Jahre über Gift im Kinderspielzeug sind vielen Erwachsenen offenbar noch im Gedächtnis. Das Misstrauen ist gerechtfertigt. Das belegen die Untersuchungen von ÖKO-TEST leider stets aufs Neue. Fakt ist: Vieles, was sich in der immer größer und bunter werdenden Spielzeugwelt tummelt, gehört in die Tonne und nicht in Kinderhände. Immer wieder finden die Tester sogar Spielzeug, das von Rechts wegen nicht verkehrsfähig ist. Aber auch wenn Ball, Teddy und Co. den gesetzlichen Anforderungen Genüge tun, sind sie nicht automatisch unbedenklich, denn die EU-weit gültigen Grenzwerte für Schadstoffe in Kinderspielsachen sind zu lasch - da sind sich Experten, Politiker und Verbraucherschützer einig.

Schadstoffe im Spielzeug

Als die neue EU-Spielzeugrichtlinie in Kraft trat, beantragte Deutschland, seine strengeren Grenzwerte für giftige Stoffe wie Quecksilber, Arsen und Antimon, Blei und Barium sowie krebserregende Nitrosamine in Spielsachen beibehalten zu dürfen. Das gelang nur in einigen Fällen. Für die meisten bedenklichen Chemikalien gelten auch in Deutschland seit 2012 beziehungsweise 2013 die EU-Vorgaben. Durchsetzen konnte sich die Bundesrepublik mit ihren strengeren Grenzwerten bei Spielsachen aus Natur- und Synthesekautschuk für Kinder unter 36 Monaten.

Auch die EU-Kommission besserte inzwischen nach: Die Grenzwerte für Blei werden verschärft. Ab Dezember 2015 sind das Flammschutzmittel TCEP, das als vermutlich krebsauslösend gilt, sowie zwei weitere Flammhemmer zumindest in Spielartikeln für Kinder unter 36 Monaten und in Spielzeug, das dazu bestimmt ist, in den Mund genommen zu werden, verboten. Ebenfalls ab Ende Dezember 2015 treten neue Grenzwerte für krebserzeugende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) in Kraft. Jedoch werden nur acht Verbindungen der Gruppe begrenzt, die als besonders riskant gelten. Für das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) steht fest: Eine unbedenkliche Dosis hinsichtlich der krebserzeugenden Wirkung der betreffenden PAK kann nicht abgeleitet werden. Deshalb spricht sich das BfR dafür aus, die Belastung mit PAK so gering wie möglich zu halten. Die Bundesregierung akzeptiert die neue PAK-Verordnung als "guten Kompromiss", will sich aber "weiter für einen niedrigeren Grenzwert einsetzen". Eine Re

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6 Seiten
Seite 20 - 25 im Ratgeber Kleinkinder 2015
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