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Ratgeber: Kindliche Schlafstörungen

Eulen und Lerchen

Spezial Baby | Kategorie: Kinder und Familie | 14.04.2016

Ratgeber: Kindliche Schlafstörungen

Babys müssen ihren Schlafrhythmus erst finden. Deshalb ist es ganz normal, dass sie manchmal schlecht einschlafen oder nachts unruhig sind. Wenn die Probleme aber über längere Zeit andauern, kann auch eine Schlafstörung schuld sein.

Wie viel Schlaf braucht ein Kind in welchem Alter?

Auch wenn der Schlafbedarf mit dem Alter abnimmt, ist er doch in jeder Lebensphase von Kind zu Kind verschieden. Schlafen Säuglinge in den ersten drei Monaten durchschnittlich noch 15 bis 16 Stunden über den Tag verteilt, reduziert sich der kindliche Schlafbedarf nach und nach. Kleinkinder schlafen rund 13 bis 14 Stunden pro Tag, bei Vorschulkindern beträgt die Schlafmenge dann ungefähr elf Stunden. Sieben- bis Zehnjährige benötigen im Schnitt zehneinhalb bis knapp zehn Stunden.

Schlafen schon kleine Kinder unterschiedlich lange?

Ja, auch kleine Kinder sind schon sehr individuell, was die Dauer des Schlafes betrifft. Ihr Schlafbedürfnis entscheidet auch darüber, wie lange sie noch Mittagsschlaf halten. Manche Kinder brauchen das Schläfchen am Tage noch bis zur Einschulung oder hin und wieder sogar noch während der Grundschulzeit, andere verzichten bereits mit zwei Jahren darauf. Auch die Veranlagung dafür, ob ein Kind eine Lerche ist und morgens früh wach und putzmunter ist, oder doch eher eine Eule, die morgens schwer wach zu kriegen ist und dafür abends kaum ins Bett findet, ist schon früh angelegt. Eltern sollten, solange es mit dem Alltag vereinbar ist, darauf Rücksicht nehmen. Wer befürchtet, dass sein Kind zu wenig schläft, sollte über zehn Tage hinweg ein Schlaftagebuch führen, in das jedes Nickerchen und jeder längere Schlaf eingetragen wird. Aus den ermittelten Zeiten bildet man den Durchschnittswert. Vielleicht zeigt sich daran, dass das Kind tagsüber viel ruht und deshalb nachts schon ausgeschlafen hat.

Ab wann entwickelt ein Baby einen regelmäßigen Schlafrhythmus?

Auch das ist von Kind zu Kind verschieden. Wenn die Kinder auf die Welt kommen, haben sie zunächst keinen Tag-und-Nacht-Rhythmus. Erst allmählich lernen die Kleinen, einen Schlafrhythmus einzuhalten. In der Regel pendelt der sich nach etwa einem halben Jahr ein. Die Kinder sind dann tagsüber aktiver und schlafen nachts länger. Um ihnen das Erlernen des Schlafrhythmus zu erleichtern, sollten Eltern darauf achten, dass nachts kein großes Programm abläuft. Versorgen Sie das Kind im Halbdunkeln und möglichst, ohne groß mit ihm zu reden. Es soll nicht hellwach werden und sich an eine Bespaßung in der Nacht gewöhnen.

Ab welchem Alter sollten Kinder durchschlafen?

Es gibt keine festen Regeln. Um das Durchschlafen zu fördern, empfiehlt es sich, das Nickerchen am frühen Abend zu streichen. Auch wenn es praktisch ist, für eine Stunde seine Ruhe zu haben, um das Abendbrot zuzubereiten oder endlich die Wäsche aufzuhängen: Dieser kurze Schlaf hindert das Kind später daran, acht Stunden hintereinander durchzuhalten. Wecken Sie das Kind deshalb auf, spielen Sie mit ihm, bis es seine Abendmahlzeit bekommt und das Nachtritual beginnt.

Auch Kinder unter einem Jahr profitieren bereits von einem regelmäßigen Tagesrhythmus und Ritualen, wenn sie abends ins Bett gehen. Wickeln, füttern, in den Armen wiegen, singen - und da

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6 Seiten
Seite 76 - 81 im Spezial Baby
vom 14.04.2016
Abrufpreis: 0,79 €

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Erschienen am 14.04.2016

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