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Ratgeber: Haut

Schützen ist das A und O

Spezial Kinderkrankheiten | Kategorie: Kinder und Familie | 07.11.2014

Ratgeber: Haut

Babyhaut ist zart, hauchdünn und keineswegs immer makellos. Pickelchen, gelbe Schuppen oder rote Flecken sind normal und fast immer harmlos: Die Haut entwickelt sich noch. Schlimmere Hautprobleme zeigen sich erst nach ein paar Jahren. Garantiert schädlich für Kinderhaut ist direkte Sonne.

Gegen Kälte und Keime ist Babys Haut kaum gefeit. Kein Wunder: Sie ist bis zu fünfmal dünner als die eines Erwachsenen. Die schützende Hornschicht besteht nur aus wenigen Zellschichten, das elastische Bindegewebe muss sich noch entwickeln, ebenso die Talg- und Schweißdrüsen. Sie produzieren normalerweise einen leicht sauren Schutzfilm zwischen den Hautzellen - den Säureschutzmantel. Bei Babys ist er noch nicht voll leistungsfähig.

Deshalb können Keime leichter in die Haut dringen, die Haut trocknet schneller aus, das Baby friert und schwitzt leicht. Für Eltern heißt das: Sie müssen die sensible Hülle unbedingt schützen, ganz besonders in den ersten Wochen nach der Geburt. Umgekehrt brauchen sie nicht in Panik zu verfallen, wenn das Baby rote Flecken, weiße Pünktchen, gelbe Pickelchen oder sogar teilweise tiefrote Hautflecken bekommt. In der Regel sind sie harmlos, stören das Baby nicht und verschwinden wieder von selbst.

Hautirritationen in den ersten Lebensjahren

Neugeborenenekzem

Das Neugeborenenekzem ist eine harmlose Hautirritation. Etwa 12 bis 48 Stunden nach der Geburt erscheint ein Ausschlag mit roten Flecken - überwiegend am Oberkörper, manchmal aber auch im Gesicht sowie an Armen und Beinen. Fußsohlen und Handinnenflächen sind nicht betroffen. Aus dem Ausschlag können sich kleine Pusteln oder Bläschen entwickeln, die die Kinder in der Regel nicht stören. Frühgeborene und Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 2.500 Gramm sowie Mädchen und mit Kaiserschnitt entbundene Kinder bekommen seltener das Ekzem. Eine Behandlung ist nicht nötig. Die Symptome klingen nach wenigen Tagen, spätestens nach vier Wochen von selbst wieder ab. Die Ursache für das Ekzem ist noch nicht bekannt; man vermutet, dass es sich um eine kurzfristige, überschießende Immunreaktion handelt.

Neugeborenenakne

Nicht nur Teenager können Akne bekommen, auch Babys. In beiden Fällen ist die Ursache eine Hormonumstellung. Nach der Geburt haben Babys noch mütterliche Hormone im Blut, deren Spiegel rapide sinkt. Das wiederum beeinflusst die Talgdrüsen. So sprießen bei vielen Neugeborenen - bei Jungs wesentlich häufiger als bei Mädchen - in den ersten Lebenswochen Mitesser auf Wangen, Stirn und Kinn. Sie können sich leicht entzünden und vereitern. Dann entstehen gelbe Knötchen auf den Pusteln; die Babys stört das normalerweise nicht. Da die Akne meist ohne Komplikationen verläuft, muss sie nicht behandelt werden. Bei schweren Verläufen kann der Kinder- oder Hautarzt entzündungshemmende Mittel verordnen.

Das Wichtigste für Eltern: Auf keinen Fall ausdrücken. Sie sollten in dieser Zeit eher nur mit warmem Wasser und einer milden Seife reinigen und mit fetthaltigen Gesichtscremes und Salben sehr sparsam umgehen. Hebammen empfehlen Ringelblumensalbe. Nach zwei bis drei Monaten, sobald sich das Baby auf den neuen Hormonspiegel eingestellt hat, bilden sich die Pusteln spontan und ohne Narben zurück.

Milien/Grießkörner

Milien, auch Grießkörner genannt, entsteh

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Erschienen am 07.11.2014

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