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Gefährliche Bakterien: Honig ist nichts für Babys

Autor: dpa / Redaktion (bw) | Kategorie: Kinder und Familie | 29.03.2022

Gefährliche Bakterien: Honig ist nichts für Babys
Foto: Kirill_d/Shutterstock; Prostock-studio/Shutterstock

Honig ist süß und lecker, aber nichts für Säuglinge. Denn sie können davon krank werden. Das passiert zwar äußerst selten, kann dann aber lebensbedrohlich werden.

Honig auf den Schnuller streichen oder dem Baby ein Löffelchen davon ins Getränk rühren ist tabu. Denn Honig und auch Ahorn- oder Maissirup enthalten möglicherweise für Säuglinge lebensgefährliche Bakterien. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hin.

Säuglingsbotulismus erkennen

Honig ist ein Naturprodukt – deshalb kann nicht ausgeschlossen werden, dass er Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum enthält. Diese Sporen können Gifte entwickeln, die bei Babys den sogenannten Säuglingsbotulismus auslösen.

Säuglingsbotulismus hat folgende Symptome:

  • Die Kinder können den Kopf kaum halten und haben Schwierigkeiten beim Atmen, was sich durch Röcheln oder Schnarchgeräusche äußern kann.
  • Die Reflexe sind schwach, so dass das Kind schlecht saugen und schlucken kann, ihnen läuft Speichel aus dem Mund und die Pupillen ziehen sich bei Licht nur verzögert zusammen.
  • Auch Verstopfung oder kaum nasse Windeln können ein Anzeichen sein.

Was ist zu tun?

Betroffene Babys müssen sofort intensiv-medizinisch versorgt werden. Auch größere Kinder und Erwachsene können an Botulismus erkranken. Für sie sind aber nur Lebensmittel gefährlich, in denen sich die Bakterien durch schlechte hygienische Bedingungen vermehren und Sporen bilden konnten.

Konservendosen mit Ausbeulungen sollten deshalb sicherheitshalber in den Müll. Und wer selbst einkocht, sollte die Lebensmittel besser doppelt erhitzen. 

Ab wann dürfen Kinder Honig essen?
Ab wann dürfen Kinder Honig essen? (Foto: zefirchik06/Shutterstock)

Ab welchem Alter dürfen Kinder Honig essen?

Kinder unter einem Jahr sollten keinen Honig, Ahornsirup und Maissirup bekommen, rät der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Danach ist die Darmflora soweit ausgereift, dass die Sporen den Kindern nichts anhaben können. Kinder über einem Jahr dürfen Honig, Ahornsirup und Maissirup bedenkenlos verzehren!

Wichtig zu wissen: Gefährlich ist nur Bienenhonig, Ahorn- und Maissirup in seiner Reinform. Babynahrung, Breie oder Kekse, die mit Honig, Ahorn- oder Maissirup gesüßt sind, sind ungefährlich. In diesen Produkten wird der Honig (bzw. Sirup) bei der Herstellung so hoch erhitzt, dass die Bakterien abgetötet werden. Temperaturen über 100 Grad Celsius machen das Bakterium unschädlich.

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