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Ganz natürlich, ganz gesund: Stillen hat viele Vorteile für Mutter und Baby

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Kinder und Familie | 04.10.2018

Ganz natürlich, ganz gesund: Stillen hat viele Vorteile für Mutter und Baby

Diese Woche ist Weltstillwoche. Grund genug, auf die vielen Vorteile für Mutter und Kind hinzuweisen. So werden gestillte Kinder seltener krank, und ihre Mütter haben ein geringeres Risiko, an Brust- und Eierstockkrebs zu erkranken.

Muttermilch ist die natürliche und optimale Nahrung für Babys: Sie enthält alle lebensnotwendigen Nährstoffe, ist gut verdaulich, immer verfügbar, wenn das Kleine Hunger hat, und hygienisch einwandfrei. Die diesjährige Weltstillwoche vom 1. bis 7. Oktober 2018 steht daher unter dem Motto "Stillen - Basis für das Leben".

Stillen ist für Babys die natürlichste Art der Ernährung - und zudem für Mutter und Kind einfach praktisch: Die Milch aus Mamas Busen hat immer die richtige Temperatur, und die Zusammensetzung passt sich automatisch an die Bedürfnisse des Babys an. In den ersten Lebenstagen enthält die Muttermilch die wertvolle Vormilch (Kolostrum), die besonders reich an Mineral- und Abwehrstoffen ist. In den nächsten Tagen produziert die mütterliche Brust die Übergangsmilch mit einem höheren Fett- und Kaloriengehalt. Nach ungefähr zwei Wochen gibt es die nächste Umstellung, jetzt bildet die Brust die sogenannte "reife Muttermilch", die alles enthält, was das Baby zum Wachsen und Gedeihen benötigt. Faszinierend: Wenn das Baby krank wird, produziert das mütterliche Immunsystem Antikörper, um die Krankheit zu bekämpfen. Diese Abwehrstoffe werden über die Milch an das Baby weitergegeben.

Stillen spart Zeit und Geld

Wer sein Baby stillt, muss nicht erst umständlich Milchpulver kaufen, Fläschchen auskochen und Babymilch anrühren. Wenn nach Bedarf gestillt wird, richtet sich die Milchmenge automatisch danach, wie oft das Baby gestillt wird und wie viel es gerade benötigt. Es gibt also keine Milchreste.

Wer kein Milchpulver und keine Babyfläschchen kaufen muss, spart bei einer Stillzeit von sechs Monaten insgesamt rund 750 Euro. (Quelle: www.eltern.de)

Stillen schützt vor Krankheiten

Die Nationale Stillkommission am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist  anlässlich der Weltstillwoche vom 1. bis 7. Oktober auf die Bedeutung des Stillens für Mutter und Kind hin: "Gestillte Säuglinge werden seltener krank als nicht gestillte, sie leiden unter anderem seltener an Atemwegsinfekten, Durchfallerkrankungen und Übergewicht im späteren Leben. Auch Mütter profitieren davon, ihr Kind zu stillen: Das Risiko sinkt, an Brust- und Eierstockkrebs, Osteoporose, Diabetes Typ 2 oder Übergewicht zu erkranken." Durch die Ausschüttung der Hormone Oxytocin und Prolaktin leiden stillende Mütter weniger unter Stress. Sie sind mit ihren Säuglingen mobiler, weil Muttermilch immer verfügbar ist. Stillen fördert außerdem die emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind.

Tipps fürs Stillen

  • Wer nicht stillen kann oder will, kann problemlos auf Babymilch zum Anrühren zurückgreifen. Wir haben elf hypoallergene Säuglingsanfangsnahrungen (viermal HA Pre, siebenmal HA 1) eingekauft und die Anbieter nach Belegen für die Allergien vorbeugende Wirkung gefragt. Zudem haben wir die Anfangsnahrung im Labor auf Schadstoffe prüfen lassen. Hier das Ergebnis: 11 Hypoallergene Muttermilchersatzprodukte im Test 
  • Hilfreich beim Stillen ist ein Stillkissen. Wir können sechs Stillkissen und drei Bezüge empfehlen: 12 Stillkissen und -bezüge im Test
  • Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber "Stillen" .
  • Viele Informationen rund um die spannende Zeit der Schwangerschaft und Geburt finden Sie im Ökotest-Ratgeber "Schwangerschaft und Geburt".

Foto: CC0 Public Domain / Pixabay - seeseehundhund