1. Home
  2. News

Fjällräven Kånken Mini im Test: Mängel bei Regendichte und Komfort

Autor: Lena Wenzel/Kai Thomas | Kategorie: Kinder und Familie | 18.06.2019

Fjällräven Kånken Mini im Test: Mängel bei Regendichte und Komfort
(Foto: ÖKO-TEST)

Fjällräven-Rucksäcke sind schwer in Mode, das Modell Kånken gehört zu den Bestsellern der schwedischen Marke. Im Kinderrucksack-Test verschlechtern allerdings einige Mängel unser Testurteil zur Mini-Variante.

Die Miniversion des Kånken-Rucksacks ist laut Hersteller Fjällräven genauso für Kinder wie für Erwachsene geeignet. Die Größe sei ideal für die Kleinen, das Modell bewähre sich als praktische Alltagstasche. Nicht ganz. In unserem Kinderrucksack-Test zeigen sich einige Schwächen. 

Fjällräven Kånken Mini Rucksack im Test "befriedigend"

Den Fjällräven Kånken Mini Rucksack (Deep Red) können wir im Kinderrucksack-Test nur eingeschränkt empfehlen. Denn er ist einer von zwei Ranzen, die wir insgesamt mittelmäßig mit "befriedigend" bewerten. Unsere Hauptkritik: Sein Tragekomfort erwies sich in der Praxisprüfung als schlecht. Auch drang unter einem im Labor simulierten Regenschauer Wasser ein. Erfreulich hingegen: Das gestetete Fjällräven-Modell war im Labor frei von bedenklichen oder umstrittenen Inhaltsstoffen.

Den kompletten Test mit allen Detailergebnissen können Sie hier als e-Paper kaufen.

Schwächen in puncto Tragekomfort und Regendichte

Das sind die Schwächen des Modells: Dem Fjällräven Kånken Mini Rucksack (Deep Red) fehlt, wie sechs weiteren Ranzen im Test, ein Brustgurt. Dieser ist aus unserer Sicht wichtig, denn er sorgt dafür, dass Kindern die Tragegurte nicht von den Schultern rutschen.

Außerdem können Teile des Tragegriffs und die Tragegurte am Rücken scheuern. Die Tragegurte liegen zudem etwas zu eng an Hals und Nacken und sind nicht gepolstert. Eine gute Polsterung würde Komfort bringen, ein größerer Abstand zwischen den Tragegurten verhindern, dass die Gurte drücken oder scheuern. Ansonsten ist es etwas schwierig, die Länge der Tragegurte anzupassen, auch der Deckelverschluss geht etwas schwierig auf und zu.

Nach Angaben von Fjällräven wird das Modell Kånken aus dem strapazierfähigem, leichtem Material "Vinylon F" hergestellt, das Nässe abweist. Allerdings wurden die Innenfächer im Labor unter einem simulierten Regenschauer nass (Wassereintritt bei Regen: "mittel"). Sieben weitere Modelle hielten neben dem Fjällräven-Rucksack im Test nicht dicht.

Wie sich das Gesamturteil zusammensetzt 

Diese Praxismängel sorgen dafür, dass wir den Fjällräven Kånken Mini Rucksack, Deep Red insgesamt mit "befriedigend" bewerten. Unser Gesamturteil setzt sich zu 60 Prozent aus einem Praxisergebnis "ausreichend" und zu 40 Prozent aus dem Teilergebnis "sehr gut" zu den Inhaltsstoffen zusammen. Details zu Bewertung und Prüfmethoden lesen Sie hier auf der Seite zum Test im Abschnitt Testverfahren. 

Der Test zeigt: Kinderrucksäcke schwächeln oft beim Tragekomfort. Auch die Regendichte kann ein Problem sein. In einigen getesteten Ranzen waren zudem für die Gesundheit riskante Stoffe nachweisbar. Aufgrund solcher Mängel bewerten wir zwei Modelle mit dem Gesamturteil "befriedigend", drei mit "ausreichend". Ein Merchandising-Modell fällt mit dem Gesamturteil "mangelhaft" durch. Dennoch: Mehr als die Hälfte der 15  getesteten Kinderucksäcke können wir mit "sehr gut" und "gut" empfehlen. 

Tipps für den Kauf eines Kinderrucksacks

  1. Ein Brustgurt ist wichtig: Alle "sehr guten" und "guten" Modelle besitzen einen. 
  2. Lassen Sie Ihr Kind den Rucksack anprobieren: Ist er auf die richtige Größe einstellbar, sitzt dann richtig gut und scheuert nicht an Rücken oder Hals? 
  3. Nachhaltigkeit leicht gemacht: Gute Kinderrucksäcke halten ewig und lassen sich auch prima gebraucht kaufen oder weitergeben. 

Weiterlesen auf oekotest.de: