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Babybrei selber machen: Drei einfache Rezepte für den Beikoststart

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Kinder und Familie | 23.10.2021

Babybrei selber machen: Rezepte & Tipps
Foto: Shutterstock / Gayvoronskaya_Yana

Mit ungefähr einem halben Jahr sind Babys bereit für den Start in die Beikost-Phase. Wenn Sie Babybrei selber machen, wissen sie genau, was drinsteckt. Zudem ist selbst gemachter Babybrei meist preiswerter als gekaufte Gläschen. Hier erfahren Sie, wie Sie Babybrei selber machen.

Mit ungefähr fünf bis sechs Monaten wollen Babys mehr als nur Milch. Wenn die Familie am Esstisch sitzt, machen die Kleinen in diesem Alter unmissverständlich klar: Ich will auch mal etwas anderes essen.

Anfangs sind die Mengen, die in Babys Magen landen, gering. Das ist völlig normal. Babys müssen sich erst an Geschmack und Konsistenz von "richtiger" Nahrung und an den Löffel gewöhnen. Deshalb ist für die ersten Breiversuche wichtig: Bieten Sie Ihrem Kind nicht zu viele verschiedene Obst- und Gemüsesorten an. Babys und kleine Kinder essen am liebsten, was sie kennen – ausprobieren und experimentieren wird erst später spannend.

Starten Sie deshalb am besten mit einem mittäglichen Gemüsebrei, im zweiten Schritt können Sie Ihrem Kind abends einen Milch-Getreide-Brei anbieten, zum Schluss kommt nachmittags noch ein Getreide-Obst-Brei dazu.

Brei im Glas kaufen – oder selber machen?

Die Auswahl an Fertig-Gläschen ist riesig. ÖKO-TEST hat Gemüsebrei, Obstbrei und zuletzt Gemüse-Fleisch-Brei getestet. Das Ergebnis unseres jüngsten Tests: Alle Babybreie mit Gemüse und Fleisch enthalten mindestens niedrige Gehalte des Stoffs Furan, der möglicherweise krebserregend ist. Hier erfahren Sie mehr:

Wenn Sie auf gekaufte Beikost verzichten möchten, können Sie Babybrei auch ganz einfach selber machen – selbst für Kochmuffel ist das nicht schwer. Verwenden Sie am besten immer regionale und saisonale Zutaten, gerne in Bio-Qualität. So schonen Sie die Umwelt und stellen sicher, dass die Zutaten keine Schadstoffe, dafür aber möglichst viele Vitamine und Nährstoffe enthalten.

Und noch ein Löffelchen! Wer Babybrei selber kocht, kann den Brei auch problemlos einfrieren.
Und noch ein Löffelchen! Wer Babybrei selber kocht, kann den Brei auch problemlos einfrieren. (Foto: Shutterstock / ElRoi)

Babybrei selber machen: Grundrezept für Gemüse-Kartoffel-Brei 

Als ersten Brei füttern Eltern gerne einen Mittagsbrei auf Gemüsebasis.

Für das Grundrezept benötigen Sie:

  • 100 g Gemüse Ihrer Wahl (für den Start am besten Karotte oder Pastinake)
  • 50 g Kartoffeln
  • 80 ml Wasser
  • 1 TL Pflanzenöl oder Beikostöl

Zubereitung:

  1. Schälen Sie die Kartoffeln und das Gemüse Ihrer Wahl und schneiden Sie es in kleine Stücke.
  2. Lassen Sie das Gemüse mit wenig Wasser aufkochen und etwa zehn bis 15 Minuten köcheln. Prüfen Sie nach zehn Minuten, ob es weich ist.
  3. Pürieren Sie das Gemüse mit dem Pürierstab. 
  4. Zum Schluss das Öl hinzufügen.

Tipp: Wenn Ihr Baby noch klein ist, sollte der Gemüsebrei fein püriert werden und frei von Stückchen sein. Wenn Ihr Baby schon länger Beikost isst, darf der Gemüsebrei auch stückiger werden. Dann müssen Sie das Gemüse nicht mehr unbedingt pürieren, sondern können es auch mit der Gabel zerdrücken.

Babybrei selber machen: Getreide-Milch-Brei 

Ein Getreide-Milch-Brei ist der klassische Brei für abends.

Zutaten für den Getreide-Milch-Brei:

  • 200 ml Milch
  • 20 g Vollkorngetreide
  • nach Bedarf 20 g Obst

Kochen Sie Getreide und Wasser unter ständigem Rühren auf und lassen Sie den Brei vier Minuten köcheln.

Tipp: Statt Getreide können Sie auch Gries verwenden. Lassen Sie die Milch aufkochen und rühren Sie den Gries ein. Lassen Sie den Brei bei geringer Hitze ziehen, bis der Gries weich ist. 

Statt Milch können Sie für selbst gemachten Babybrei auch Muttermilch oder Pre-Milch verwenden.
Statt Milch können Sie für selbst gemachten Babybrei auch Muttermilch oder Pre-Milch verwenden. (Foto: Shutterstock / Africa Studio)

Babybrei selber machen: Grundrezept für Getreide-Obst-Brei

Für einen Babybrei aus Obst und Getreide benötigen Sie: 

  • 100 ml Wasser
  • 20 g Getreideflocken (am besten Vollkorn, z.B. Haferflocken)
  • 100 g Obst
  • 1 TL Pflanzenöl oder Beikostöl

Zubereitung:

  1. Waschen Sie das Obst gründlich und schneiden Sie es in kleine Stücke.
  2. Kochen Sie das Obst in wenig Wasser kurz auf und pürieren Sie es anschließend.
  3. Kochen Sie Wasser und Getreideflocken auf und lassen Sie den Brei drei bis vier Minuten lang einkochen.
  4. Vermischen Sie dann den Getreidebrei mit dem pürierten Obst und dem Öl. 

Welches Obst eignet sich für Babybrei?

Einfach: Im Prinzip eignen sich alle Sorten, die Ihr Baby verträgt. Als klassisches Einsteiger-Obst für Babys gelten Äpfel, Bananen und reife Birnen.

Bekömmlich sind darüber hinaus säurearme Sorten wie Aprikose, Heidelbeere, Melone oder Pfirsich. Stark säurehaltige Obstsorten wie Zitrusfrüchte oder Kiwis können zu einem wunden Po führen. Hier sollten Sie vorsichtig testen, ob Ihr Baby diese Früchte verträgt.

Wenn Babys zu Verstopfung neigen, können Pflaumen helfen. Hat Ihr Baby weichen Stuhl, sind Bananen hilfreich. Bei Durchfallerkrankungen gilt geriebener Apfel als gutes Mittel. 

Welches Gemüse eignet sich für Babybrei?

Mildes Gemüse wie Karotte, Kürbis, Pastinake oder Zucchini ist schon für die ganz Kleinen geeignet. Schwer verdauliche Gemüsesorten wie Aubergine, Bohnen, Paprika oder Kohl sollten Babys anfangs nicht bekommen.

Am Anfang müssen sich Babys an das komische Gerät namens Löffel gewöhnen.
Am Anfang müssen sich Babys an das komische Gerät namens Löffel gewöhnen. (Foto: Shutterstock/Branislav Nenin)

Babybrei mit Fleisch und Fisch

Sie können Ihrem Gemüse-Kartoffel-Brei auch Fleisch oder Fisch hinzufügen. Fleisch ist reich an Eisen und damit wichtig für das Wachstum. Für die Fleischauswahl gilt: Das Fleisch sollte mager sein. Je zarter das Fleisch, desto besser lässt es sich pürieren.

Und so geht's: Einfach 20 bis 30 Gramm Fleisch weichdünsten, pürieren und dem Gemüse- oder Gemüse-Kartoffel-Brei untermischen.

Für eine optimale Eisenaufnahme sollten Sie Ihr Kind bei jeder fleischhaltigen Mahlzeit auch mit Vitamin C versorgen: Rühren Sie entweder einen Esslöffel Orangensaft in den Brei oder geben Sie Ihrem Baby zur Nachspeise eine Portion püriertes Obst.

Auch Fisch ist eine gute Abwechslung – und natürlich auch für Babys gesund: Er ist reich an Omega-3-Fettsäuren, die zur Gehirnentwicklung beitragen. Ein- bis zweimal pro Woche können Sie Ihrem Kind einen Brei mit Fisch selber machen. Geeignet für den Beikost-Start sind Lachs, Seelachs und Kabeljau. Wichtig: Der Fisch muss absolut grätenfrei sein.

>> Lesen Sie auch: Tiefkühlfisch im Test: Sind Kabeljau und Alaska-Seelachs genießbar?

Tipps rund ums Babybrei selber machen

  • Geben Sie jeder Portion Babybrei einen Teelöffel Öl hinzu. Nur so können die fettlöslichen Vitamine gespalten und vom Körper aufgenommen werden. Pflanzliche Öle stecken außerdem voller gesunder Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren und sollten deshalb in keinem Babybrei fehlen.

ÖKO-TEST hat spezielle Beikostöle für Babys ab dem fünften Monat getestet. Wir können zumindest zwei Produkte empfehlen. Die Ergebnisse finden Sie hier:

Tipp! Beikostöl-Test: Die besten Öle für Babybrei
  • Verzichten Sie anfangs auf Gewürze, Salz und Zucker.
  • Statt frischer Milch können Sie auch Muttermilch oder Pre-Milch verwenden.
  • In den ersten Monaten brauchen Babys nicht viel Abwechslung beim Babybrei. Wenn die Kleinen sich an Geschmack und Konsistenz gewöhnt haben, können Sie anfangen, ein bisschen Abwechslung in den Speiseplan zu bringen.
  • Sie können frischen Babybrei bis zu drei Tage im Kühlschrank aufbewahren.
  • Babybrei lässt sich problemlos einfrieren. Lesen Sie dazu: Babybrei einfrieren: 10 Tipps rund ums Lagern, Auftauen und Erwärmen

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