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Vorsicht Fake-Shops: 10 Merkmale von unseriösen Anbietern

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Freizeit und Technik | 25.11.2019

Vorsicht Fake-Shops: 10 Merkmale von unseriösen Anbietern
(Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / JESHOOTS-com)

Gerade in der Vorweihnachtszeit entstehen viele Fake-Shops, die im Internet nach Opfern suchen. Die dubiosen Anbieter werben mit Schnäppchen-Preisen, verschicken aber keine Ware oder missbrauchen die Bankdaten Ihrer Opfer. So können Sie Fake-Shops erkennen und sich schützen.

Egal ob bei Elektronik-Produkten, gefragten Sneakern oder teuren Haushaltsprodukten – im Internet stolpern Verbraucher immer wieder über Schnäppchen-Preise, die sich nach dem Kauf als böse Falle entpuppen. Und selbst auf Seiten wie Amazon oder eBay können Online-Käufer in die Fänge von betrügerischen Anbietern geraten.

Was sind Fake-Shops?

Fake-Shops sehen auf den ersten Blick aus wie andere Onlineshops – hinter den vermeintlichen Schnäppchen verbergen sich aber Kriminelle, die mit gefälschten Angeboten versuchen, ihre Kunde abzuzocken. Statt Markenprodukte zum Niedrigpreis gibt es dann billige Plagiate aus Fernost – oder gar nichts. Wenn Sie mit Kreditkarte bezahlt haben, laufen Sie zudem Gefahr, dass die Bankdaten von Kriminellen verwendet oder weiterverkauft werden.

Schützen Sie sich vor Fake-Shops 

Manche Angebote sind zu schön, um wahr zu sein! Der erste und wichtigste Tipp, um sich vor dubiosen Händlern zu schützen, lautet deshalb: Schalten Sie Ihren gesunden Menschenverstand ein – vor allem, wenn die Produkte ungewöhnlich günstig sind und die Webseite Ihnen nicht bekannt ist. Viele Fake-Shops sind so professionell gemacht, dass sie nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind. Fragen Sie sich deshalb, ob Ihnen Unstimmigkeiten auf der Seite auffallen.

Prüfen Sie dazu diese Merkmale:

  1. Das Impressum ist unvollständig oder die Adresse ist falsch. Im Impressum muss grundsätzlich die vollständige Firmenanschrift stehen.
  2. Ungewöhnliche Domain-Endung des Shops, zum Beispiel: nam.de.com.
  3. Der Domainname passt nicht zum Warenangebot.
  4. Zahlreiche Rechtschreib- und Grammatikfehler auf der Website. Sie deuten auf automatische Übersetzungen oder schlampig übernommene Texte aus anderen Shops hin.
  5. Fehlende Datenschutzerklärung und/oder AGBs.
  6. Als Zahlungsmethoden sind nur Vorkasse und Kreditkarte angegeben.
  7. Der Bezahlvorgang sollte über eine https-gesicherte Seite erfolgen. In der Adresszeile sollte ein Vorhängeschloss zu sehen sein. Aber Vorsicht: Auch Kriminelle nutzen inzwischen immer häufiger das Sicherheits-Zertifikat, um Fake-Shops zu betreiben.
  8. Keine oder nur wenige Bewertungen des Shops in Foren bzw. an anderen Stellen im Internet.
  9. Erfundene Gütesiegel oder echte Güte-Siegel, die verwendet werden, ohne dass der Shopbetreiber das Zertifikat besitzt. Hier lautet der Rat der Verbraucherzentrale: "Durch einen Klick auf das Siegel können Sie prüfen, ob das Siegel mit einem Zertifikat des Siegel-Betreibers verlinkt ist. Denn ohne entsprechenden Link dürfte es sich um eine Fälschung handeln."

So kaufen Sie sicher ein

  • Googeln Sie die Adresse oder auch den Namen des Shops. Finden Sie keine Erwähnungen im Internet oder nur negative Kommentare, sollten Sie vom Kauf der Produkte absehen.
  • Wenn eine Telefonnummer angegeben ist, testen Sie die Existenz der Firma durch einen Anruf. Erreichen Sie niemanden, sollten Sie ebenfalls vorsichtig sein.
  • Kontrollieren Sie den Domain-Namen über sogenannte Whois-Dienste, so der Rat der Verbraucherzentrale. "Sie können dann gegebenenfalls erkennen, wer hinter diesem Shop als Inhaber der Domain steht, und wo diese Person und die Internetseite ihren Sitz haben. Zudem ist oft auch die Erstellungszeit, also wann die Domain gegründet wurde, angegeben. Leider sind die Whois-Dienste nicht immer selbsterklärend und liefern nicht alle benötigten Informationen".
  • Im Internet gibt es einige Websites, die Fake-Shops listen, zum Beispiel Watchlist Internet oder Onlinewarnungen.de.

Was tun, wenn man auf einen Fake-Shop hereingefallen ist?

Das erste Gebot heißt Schnelligkeit. Eine Überweisung kann ihre Bank eventuell noch stornieren, dazu müssen Sie allerdings schnell, das heißt innerhalb weniger Stunden, handeln. Ist die Transaktion abgeschlossen, können Sie das Geld in aller Regel nicht mehr zurückbuchen lassen.

Wer auf eine Betrüger-Seite hereingefallen ist und mit Kreditkarte bezahlt hat, sollte diese besser sperren. Die Betreiber könnten die Daten wie Kreditkartennummer, Ablaufdatum und die dreistellige Prüfnummer sonst weiter nutzen und missbrauchen.

Sichern Sie so viele Belege wie möglich: Kaufvertrag, Bestellbestätigung, E-Mail-Verkehr, Screenshot des Angebots, Internetadresse des Shops und Angaben im Impressum. Häufig sind die Shops nur wenige Tage online, nachträglich lässt sich dann nicht mehr nachvollziehen, auf welches Angebot Sie möglicherweise hereingefallen sind.

Erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei – das geht auch online unter online-strafanzeige.de.

Quellen: Verbraucherzentrale / Polizei Niedersachsen

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