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Mastercard hat massives Datenleck: Wie Sie jetzt reagieren sollten

Autor: Brigitte Rohm | Kategorie: Freizeit und Technik | 23.08.2019

Mastercard hat massives Datenleck: Wie Sie jetzt reagieren sollten
(Foto: CC0 Public Domain / Pixabay - AKuptsova)

Seit dieser Woche sind Kreditkartennummern und persönliche Daten von Mastercard-Besitzern im Umlauf; zehntausende Kunden sind betroffen. Wir erklären, wie Sie herausfinden, ob Sie dazugehören – und was Sie in diesem Fall tun sollten.

Aufgrund einer Sicherheitslücke bei Mastercard sind sensible Kreditkartendaten ins Netz gelangt. Das Ausmaß des Lecks ist sogar größer als zunächst angenommen: Beim Bonusprogramm "Priceless Specials" sind nicht nur persönliche Daten wie Name und Adresse abgegriffen worden.

Auch Listen mit vollständigen Kreditkartennummern kursieren, nachdem eine zweite Datei veröffentlicht wurde – in den ersten Listen waren die Nummern noch unkenntlich gewesen, bis auf die letzten vier und die ersten zwei Ziffern. Am 22. August habe Mastercard mehreren Kunden mitgeteilt, die Nummer ihrer Kreditkarte könnte "möglicherweise" betroffen sein, schreibt unter anderem die Verbraucherzentrale

Welche Daten sind betroffen?

Laut Mastercard gehören zu den Daten der Betroffenen, die nun öffentlich sind:

  • Der vollständige Name
  • E-Mail-Adresse
  • Postanschrift
  • Geburtsdatum
  • Geschlecht
  • Handy- / Telefonnummer

Hinzu kommen die Zahlungskartennummern, mit denen sich Kunden beim Bonusprogramm angemeldet hatten. Allerdings ist noch unklar, ob die persönlichen Daten und die vollständigen Nummern miteinander verknüpft sind – und damit von Online-Kriminellen in Kombination benutzt werden könnten.

Besonders heikel wäre es, wenn das Ablaufdatum und die Prüfnummer (CVC) von betroffenen Kreditkarten in Umlauf gelangt sein sollten. Mastercard zufolge ist das aber nicht der Fall, weil diese Daten (ebenso wie Passwörter und Anmeldedaten) über das Bonusprogramm nicht offengelegt worden seien.

Welche Gefahr besteht jetzt?

Die Verbraucherzentrale nennt nun vor allem zwei Gefahren für Betroffene:

  • Erstens könnten Ihnen Fremde sehr überzeugende, auf Sie zugeschnittene Phishing-E-Mails und SMS schicken oder Sie anrufen, um beispielsweise an Passwörter zu gelangen.
  • Zweitens könnten jemand mit Ihren Kreditkartendaten versuchen, Einkäufe zu tätigen.

So finden Sie heraus, ob Sie betroffen sind

Wenn Sie wissen möchten, ob Ihre Mastercard-Daten geleakt wurden, können Sie das mit dem "Identity Leak Checker" des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) der Uni Potsam prüfen. Dabei müssen Sie Ihre E-Mail-Adresse eingeben, die mit ihrer Kreditkarte oder dem Bonusprogramm verknüpft ist. Gehören Sie zu den Betroffenen, bekommen Sie im HPI-Test die Rückmeldung "Mastercard (Priceless Specials)".

Hier gelangen Sie zu dem kostenlosen Service auf der HPI-Webseite.

Was Sie jetzt tun können 

  • Seien Sie bei jedem Kontaktversuch besonders vorsichtig– vor allem, wenn man Sie bittet, Links anzuklicken oder Daten herauszugeben!
  • Behalten Sie in nächster Zeit ihre Abrechnung und ihre Kontobewegungen genau im Blick. Bei verdächtigen Transaktionen sollten Sie sofort Ihre Bank benachrichtigen – geschieht das rechtzeitig, kommt die Bank für mögliche Schäden auf.

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