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Kohlendioxid

Reduzieren statt filtern

Kategorie: Freizeit und Technik | 03.04.2018

Kohlendioxid

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) appelliert, den Kohlendioxid-Ausstoß weltweit zu reduzieren, statt auf neue Technologien wie die Filtertechniken zu hoffen. Nur so könne das Pariser Klimaschutzabkommen sinnvoll umgesetzt werden. Etwa 5 Milliarden Tonnen CO2 müssten laut Computerberechnungen des Instituts ab Mitte des Jahrhunderts jährlich mindestens aus der Luft gefiltert werden, um annähernd die globalen Klimaziele erreichen zu können. Zum Vergleich: Der aktuelle jährliche menschengemachte Ausstoß an Kohlendioxid liegt bei etwa 35 Milliarden Tonnen. Um überhaupt CO2 abscheiden zu können, sei der Aufbau einer Filter-Industrie nötig, die es in dieser Form heutzutage noch gar nicht gebe, so das PIK. Die Forscher, sehen es als problematisch an, sich auf neue Technologien zur Reduzierung von CO2: zu verlassen: Technische Machbarkeit und Kosten von Filtertechniken seien noch nicht hinreichend bekannt. Zudem sei nicht sicher, ob sich neue Technologien politisch auch durchsetzen lassen. In Deutschland etwa hätten Ängste in der Bevölkerung dazu geführt, dass die Regierung jede Umsetzung der Abscheidung und Speicherung von CO2 faktisch gestoppt habe.