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Gründüngung: Warum die Nährstoffkur für den Gemüsegarten jetzt wichtig ist

Autor: dpa / Redaktion (lp) | Kategorie: Freizeit und Technik | 22.08.2021

Damit die Ernte im Gemüsebeet im nächsten Jahr wieder üppig ausfällt, sollten Sie dem Boden eine Gründüngung gönnen.
Foto: Shutterstock / sanddebeautheil

Tomaten, Gurken, Zucchini: Viele Gemüsesorten sind geernet, die Gartensaison ist fast vorbei. Karotten und Co. haben den Boden im Gemüsebeet ausgezehrt. Zeit, ihm etwas zurückzugeben – zum Beispiel durch eine Gründüngung ab dem Spätsommer.

Ist der Boden des Gemüsebeets in einem guten Zustand, kann er Tomaten, Kartoffeln, Gurken und vieles mehr gut versorgen. Doch die Pflanzen zehren den Boden aus. Geht es uns Menschen so, kann eine Vitamin-Kur helfen. Das Gemüsebeet indes freut sich über eine Gründüngung.

Gründüngung: Was ist das genau?

Die Methode stammt aus der Landwirtschaft. Dort setzt man auf den nach dem Sommer kahlen Feldern Pflanzen mit besonderer Wirkung als Dünger ein. Sie geben dem Boden Nährstoffe zurück und versorgen ihn damit so gut, dass andere Pflanzen im nächsten Jahr besser gedeihen. Das lässt sich auch mit den Gartenbeeten machen.

1. Wirkungsweise der Gründüngung: Lockerung des Bodens

Für die Gründüngung eignen sich zum Beispiel Klee, Senf, Ölrettich, Phazelia, Wicken, Felderbsen und Lupinen, die erst ausgesät und angezogen werden.

Die erste Wirkung erzielt diese Düngemethode schon während des Wachstums der Pflanzen: Ihre Wurzeln lockern den Boden auf und sie schützen ihn etwa vor Verkrustung und Erosion. Nebenbei wird damit Wildbienen und anderen nützlichen Insekten etwas angeboten.

2. Wirkungsweise: Nährstoffgabe für den Boden

Die Pflanzen werden in der Regel schon kurz nach der Blüte, bei der Phazelia schon während der Blüte, abgemäht oder niedergewalzt - daher auch der Name Gründüngung. Eventuell ist es nötig, sie zu zerkleinern - etwa die dicken Stängel von Sonnenblumen, die ebenfalls nach ihrer Blüte als Gründünger im Beet bleiben können.

Diese grünen Reste werden zunächst wie Mulch auf dem Boden verteilt, erklärt die Gartenakademie Rheinland-Pfalz. Im restlichen Verlauf des Jahres werden sie dann flach in den Boden eingearbeitet.

Damit setzt die zweite Wirkung dieser Düngermethode ein: Der Boden wird durch das Einarbeiten mit den Nährstoffen in den Pflanzenresten und mit Humus angereichert, da die Grünmasse verrottet.

Pflanztipp für die Gründüngung: Phazelia

Die Gartenakademie empfiehlt als Düngepflanze die Phazelia, auch Bienenfreund oder Büschelblume genannt. Sie gehört zu jenen Exemplaren, die man sowohl auf leichten als auch auf schweren Böden einsetzen kann und die auch nicht mit anderen Pflanzen verwandt ist, die im Nutzgarten wachsen.

Die Phazelia bietet Bienen Nahrung und eignet sich sehr gut für die Gründüngung.
Die Phazelia bietet Bienen Nahrung und eignet sich sehr gut für die Gründüngung. (Foto: Shuttestock / Ralf Josef Mohrs)

Ansonsten sollten Sie sich informieren, welche der alternativen Düngepflanzen auf dem eigenen Boden gut wachsen und welche keine Probleme als Nachfolgepflanze bereiten. Ein Beispiel: Senf sollte erst nach vier bis sechs Jahren die sogenannte Kulturfolge von Radieschen und Kohl antreten.

Sie können Pflanzendünger auch selber machen – aus Kaffeesatz oder Eierschalen. 

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