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Elfenbeinhandel: In der EU seit heute fast vollständig verboten

Autor: dpa | Kategorie: Freizeit und Technik | 19.01.2022

Weitgehendes EU-Verbot von Elfenbeinhandel tritt in Kraft
Foto: Shutterstock/Svetlana Foote

In der EU ist der Elfenbein-Handel ab sofort nicht mehr erlaubt, dazu zählen auch Importe und Exporte. Es existieren nur wenige Ausnahmen, beispielsweise für antike Musikinstrumente oder den Verkauf an Museen.

Der Handel mit Elfenbein ist in der Europäischen Union (EU) ab sofort weitgehend verboten. Am Mittwoch trat ein Gesetzespaket in Kraft, das Importe, Exporte und EU-internen Handel mit Elfenbein sehr stark einschränkt. Die EU-Kommission hatte die Maßnahmen im Dezember angenommen, sie wurden daraufhin im offiziellen Amtsblatt der EU veröffentlicht.

Elfenbeinhandel verboten: Nur wenige Ausnahmen

Das Gesetzespaket sieht einige wenige Ausnahmen vor:

  • So darf etwa rohes Elfenbein nur für Reparaturen antiker Artefakte gehandelt werden.
  • Verarbeitetes Elfenbein darf nur noch gehandelt werden, wenn die Objekte älter als von 1947 sind und ein entsprechendes Zertifikat besitzen. Für Musikinstrumente gilt das Jahr 1975 als Grenze.
  • Teilweise dürfen die Objekte und Instrumente jedoch nur an Museen verkauft werden.

Die Kommission schrieb in ihrer Mitteilung im Dezember, dass schätzungsweise 20.000 bis 30.000 Afrikanische Elefanten jedes Jahr für ihr Elfenbein illegal getötet würden. International ist der kommerzielle Handel mit Elfenbein eigentlich bereits seit 1989 über das Washingtoner Artenschutzübereinkommen "Cites" verboten. Zahlreiche Ausnahmeregelungen bieten allerdings Gelegenheiten für Betrug und Verstöße.

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