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EU verbietet Einweg-Plastik: Diese Dinge sind jetzt verboten

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Freizeit und Technik | 19.12.2018

EU verbietet Einweg-Plastik: Diese Dinge sind jetzt verboten
(Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / Bilderjet)

Das Verbot von Einweg-Plastik ist beschlossene Sache: Künftig soll es in der EU keine Trinkhalme, Wattestäbchen und Geschirr aus Plastik mehr geben.

Die Zeiten von Plastikstrohhalmen in Drinks und Einweggeschirr bei der Grillparty sind vorbei. EU-Parlament und Mitgliedsstaaten haben sich auf die Details des EU-weiten Plastikverbots geeinigt. Verboten werden sollen ab 2021 alle Plastikprodukte, für die es bessere Alternativen gibt. Neben Trinkhalmen sind das auch die Stäbe von Luftballons, Einmal-Geschirr und Wattestäbchen.

Das Verbot soll helfen, die Unmengen von Plastikmüll in der Umwelt und den Meeren einzudämmen. „Nach 12,5 Stunden Verhandlungen haben wir eine vorläufige Einigung erzielt", so twittert die österreichische EU-Ratspräsidentschaft. „Die neuen Regeln werden Meeresmüll wesentlich reduzieren!“

Umweltverbände wie der NABU begrüßen die in Brüssel erzielte Einigung zur EU-Richtlinie zu Einwegplastik. „Mit der Entscheidung zeigen Kommission, Parlament und Rat, dass sie mit politischem Willen in wenigen Monaten wirkungsvolle Maßnahmen für den Schutz der Umwelt verabschieden können – auch gegen die Lobbyinteressen der Industrie. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die Einweg-Plastikflut zu stoppen“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Voraussichtlich werden die Änderungen in gut zwei Jahren in Kraft treten. Der nächste Schritt: EU-Parlament und die EU-Mitgliedsstaaten müssen die Einigung offiziell bestätigen.

Weitere wichtige Maßnahmen für den Umweltschutz

Neben dem Verbot bestimmter Plastik-Einwegprodukte umfasst die Richtlinie weitere wichtige Maßnahmen für den Umweltschutz. Künftig sollen die Hersteller an den Kosten für das Aufräumen des Mülls beteiligt werden. So ist beispielsweise in der Diskussion, die Tabakindustrie in Zukunft für das Einsammeln der Zigarettenstummeln zur Kasse zu beten. Auch der Verbrauch von Artikeln, für die es noch keine plastikfreie Alternative gibt, soll reduziert werden. 

Für Einmal-Produkte mit einem bestimmten Kunststoffgehalt soll es eine Kennzeichnungspflicht geben. Dazu gehören beispielsweise Feuchttücher. Auf diesen Produkten sollen künftig Warnhinweise aufgedruckt werden, die über Umweltrisiken und die bestmögliche Entsorgung informieren.

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