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Blumenzwiebeln: Warum Sie Frühlingsblüher jetzt pflanzen sollten

Autor: dpa / Redaktion (lp) | Kategorie: Freizeit und Technik | 04.09.2021

In der Herbstsonne ist die richtige Zeit, um Blumenzwiebeln für den Frühling anzupflanzen.
Foto: dpa-tmn / Christin Klose

Die meisten Blumen sind inzwischen verblüht, Obst und Gemüse größtenteils geerntet. Doch wenn Sie sich im nächsten Frühjahr über etwas Blühendes freuen wollen, ist die Gartenarbeit für dieses Jahr noch nicht abgeschlossen. Narzissen, Tulpen, Hyazinthen und andere Zwiebelblumen müssen jetzt in die Erde.

Duschen Sie morgens direkt nach dem Aufstehen auch mal mit einem abschließenden kalten Schauer, weil Sie das wach macht? Den im Frühling blühenden Schneeglöckchen, Krokussen, Hyazinthen, Tulpen und Narzissen geht es ähnlich: Sie müssen im Herbst in den Gartenboden gesetzt werden müssen, damit sie einen Kälteschock erleben.

Kälteschock wichtig für die Wurzelbildung der Frühlingsblumen

Die Blumen brauchen den Kälteschock für die Wurzelentwicklung und das anschließend wohlig-warme Frühlingsgefühl als Weckruf, um auszutreiben. Daher sollte man die Zwiebeln und Knollen im Herbst in den Boden geben, spätestens aber vor dem ersten Frost. Gärtnerin Svenja Schwedtke rät konkret, Narzissen und Schneeglöckchen im September, Tulpen und Zierlauch ab Oktober bis Dezember in die Erde zu geben.

Welche Blumenzwiebeln sollten Sie kaufen?

Sie kaufen am besten die innerhalb ihrer Pflanzgruppe großen Zwiebeln, denn diese bringen gute und große Blüten hervor, erläutert Schwedtke. Ansonsten rät die Gärtnerin insbesondere zum Setzen von etwa Winterlingen, Schneeglöckchen und Schneestolz – denn es sind die frühestens Blüher. "Die ersten Zwiebeln sind immer die, über die man sich am allermeisten freut, weil sie endlich vom Frühling erzählen", so Schwedtke.

Außerdem brauchen Insekten die ganz frühen Zwiebelblüher als Nahrungsquelle, da zu dieser Zeit im Jahr sonst wenig blüht. In diesem Kontext empfiehlt Schwedtke auch noch Elfenkrokus und Blausternchen. Lesen Sie dazu auch: Bienensterben: So helfen Sie Bienen im Frühling und Sommer

Wer Wühlmäuse im Garten hat, die Zwiebelblumen liebend gerne verspeisen, sollte zu Kaiserkronen (Fritillaria) und Narzissen greifen. Kaiserkronen "stinken tüchtig nach Raubtierkäfig" – und vertreiben dadurch die kleinen geruchsempfindlichen Nager, so Schwedtke. Narzissen werden von ihnen ohnehin nicht angefressen, da ihre Zwiebeln giftige Alkaloide enthalten.

Krokusse können Sie auch direkt in den Rasen pflanzen, sie verwildern dort später und vermehren sich.
Krokusse können Sie auch direkt in den Rasen pflanzen, sie verwildern dort später und vermehren sich. (Foto: CC0 Public Domain / Pexels - Adrian Jozefowicz)

Wo und wie Sie die Blumenzwiebeln pflanzen

Beete, Töpfe – alles ist möglich. Manche Zwiebelblumen eignen sich auch hervorragend dafür, sie mitten in den Rasen zu setzen. Krokus und Blausternchen zum Beispiel können hier verwildern. Damit bezeichnet der Profi die freie Vermehrung der Pflanzen. Sie breiten sich also immer weiter aus und irgendwann ist der grüne Teppich im Frühling mit vielen bunten Blüten übersät. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man den Rasen im Frühjahr nicht direkt mäht.

Egal, wo gepflanzt wird, bietet es sich an, die Frühblüher in Gruppen zu setzen. Denn als einzelne Blumen kommen sie weniger gut zur Geltung.

"Der Boden für die meisten Blumenzwiebeln sollte nicht zu schwer sein, also eher sandig und durchlässig", erklärt Schwedtke. Daher lautet ein gängiger Tipp für Böden: Etwas Sand beim Pflanzen einarbeiten, um die Wasserdurchlässigkeit zu verbessern.

Tipp: Die mangelnde Durchlässigkeit kann übrigens auch das Problem sein, wenn an Standorten immer und immer wieder Zwiebeln im Frühjahr nicht austreiben: Sie vergammeln den Herbst und Winter über in einem zu feuchten Boden. Hier sollten Hobbygärtner es dann mal mit einer Drainage-Schicht aus Steinchen am Boden des Pflanzlochs versuchen.

Beim Pflanzen von Blumenzwiebeln auf Abstände achten

Zwiebeln und Knollen, die größer als 2,5 Zentimeter im Durchmesser sind, sollten sieben bis zehn Zentimeter tief gesetzt werden, rät iBulb, ein Zusammenschluss von Betrieben der Zwiebelblumenbranche. Zwiebeln ab fünf Zentimeter Durchmesser kommen 15 Zentimeter tief in die Erde. Blumenzwiebeln mit viel Platzbedarf entwickeln sich im Abstand von sieben bis 20 Zentimetern gut, für kleinere reichen auch drei bis sieben Zentimeter.

Gedüngt wird direkt beim Setzen und noch mal beim Austrieb im kommenden Frühjahr. Dafür eignet sich Tomatendünger, der laut Schwedtke das richtige Nährstoffverhältnis für Zwiebelblüher wie Tulpe, Narzisse, Zierlauch oder Kaiserkrone bietet.

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