1. Home
  2. Ratgeber

Blumen zu früh nach draußen gepflanzt? So lindern Sie Frostschäden

Autor: dpa / Redaktion (lp) | Kategorie: Freizeit und Technik | 27.03.2022

Frühlingsblumen mögen die Sonne im Frühjahr, vertragen den Spätfrost aber schlecht.
Foto: Shutterstock / Dean Clarke

Die warmen Sonnenstrahlen im Frühling verleiten dazu, Balkon, Terrasse und Garten mit neuen Blumen zu bepflanzen. Doch noch kann es nachts Frost geben, der die Pflanzen schädigt. Mit diesen Erste-Hilfe-Tipps können Sie Spätfrost an Gartenpflanzen lindern.

In den Gartencentern, Baumärkten, Blumenläden und sogar den Supermärkten strahlen uns seit einigen Wochen die Frühlingsblumen entgegen. Viele Hobbygärtner pflanzen jetzt schon Frühblüher nach draußen. Doch auch wenn es schwerfällt, sollten Sie Ihre Euphorie etwas bremsen: Auch wenn es im Frühling tagsüber warm ist, kommt es in den Nächten noch zu sogenannten Spätfrösten. Und der kann den Pflanzen zusetzen.

Frostschäden an Frühlingsblumen: So retten Sie die Pflanzen

Die gute Nachricht: In den frostigen Nächten des Frühlings sterben kälteempfindliche Pflanzen (meist) nicht mehr. Doch noch bis Mitte Mai kann es hierzulande nachts so kalt sein, dass die Blumen Schaden nehmen. 

Das Schadensausmaß zeigt sich meist erst drei bis sechs Tage nach dem Frost. In der Regel erfriere bei Spätfrösten im Frühjahr nicht die ganze Pflanze, heißt es von der Gartenakademie Rheinland-Pfalz. Denn diese Fröste können nicht mehr tief in den Boden eindringen und die Wurzeln erreichen. Doch die oberirdischen Teile sind den Kälteeinbrüchen ausgeliefert.

Geduld reicht bei leichten Frostschäden aus

Das muss aber gar nicht weiter schlimm sein: Die Natur kommt mit solchen Ereignissen ohne menschliche Eingriffe zurecht, so die Gartenexperten. Abgestorbene Teile vertrocknen und fallen irgendwann ab. Und schnell überwächst ein neuer Austrieb tote Stellen der Pflanze. Etwa Ende Juni sind kaum noch Schäden zu sehen.

Tipp: Wem das nicht schnell genug geht – so ein Frostschaden sieht einfach auch nicht schön aus – der kann auch direkt etwas tun: offensichtlich abgestorbene oder geknickte Pflanzenteile abschneiden.

An Gehölzen ist der Erfahrung der Akademie-Experten zufolge oft nur der Neuaustrieb des Frühjahrs vom Frost betroffen. Wer hier trotzdem unsicher ist, wie weit man die Pflanze zurückschneiden kann, ohne weitere Schäden zu verursachen, dem rät die Gartenakademie, etwas zu warten. Die Pflanze lässt bald Augen unter der Rinde oder in den Blatt- und Triebachseln anschwellen. Diese "schlafenden Augen" sind der Ersatz für die erfrorenen.

Im Frühling kann es in den Nächten noch zu Frost kommen, der Blumen schadet.
Im Frühling kann es in den Nächten noch zu Frost kommen, der Blumen schadet. (Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa-tmn)

Wichtig im Frühjahr: Austrieb nach Schnitt besonders schützen

Stauden können sogar ganz zurückgeschnitten werden, da sie frisch wieder austreiben. Allerdings muss der Neuaustrieb an allen Pflanzen dann gut vor weiteren Spätfrösten geschützt werden, denn die jungen Triebe sind besonders kälteempfindlich.

Am besten legen Sie sich Schutzvlies, Bettlaken, Decken oder etwas Zeitungspapier zurecht, das Sie bei entsprechend kalten Wetterprognosen für die Nacht schnell über die Pflanzen legen können.

Fürs Pflanzen von Blumen und Gemüse gilt außerdem:

Weiterlesen auf oekotest.de: