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Unnötige Plastikverpackung entdeckt? Dann per App melden!

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Essen und Trinken | 26.01.2019

Unnötige Plastikverpackung entdeckt? Dann per App melden!
(Foto: CC0 Public Domain / Unsplash / Fikrid Rasyid)

Plastikverpackungen im Supermarkt sind ein Ärgernis für umweltbewusste Kunden. Hilfreich ist da eine App, mit der man Produkte mit überflüssiger Plastikverpackung melden kann. So funktioniert "Replace Plastic".

Klein geschnittene Ananasstückchen im Plastikbecher, eingeschweißte Kartoffeln, Schokolade, die dreifach verpackt ist? Tag für Tag begegnen uns im Supermarkt Plastikverpackungen, die stutzig machen. Eine verpackungsfreie Alternative ist häufig nicht zu finden. Mit der App "Replace Plastic" lassen sich ärgerliche Verpackungen direkt im Supermarkt scannen; der Kundenprotest wird gesammelt und an die Hersteller und Händler weitergeleitet.

Hinter der App steht der Verein "Küste gegen Plastik". Die Umweltschützer sind bereits seit 2014 aktiv und setzen sich mit verschiedenen Aktionen für ein Ende der Vermüllung von Meeren und Stränden ein. Den Müll einfach nur zu sammeln, löse das Problem nicht, so das Argument des Vereins. Deshalb setzt der Verein aus Norddeutschland mit der App "Replace Plastic" da an, wo das Problem beginnt – nämlich bei den Herstellern. Kunden können den Anbietern via App in gesammelter Form mitteilen, bei welchen Produkten sie sich eine umweltfreundlichere Verpackung wünschen.

Die App wurde bereits 200.000 Mal genutzt

Die App gibt es inzwischen ein gutes Jahr, der Erfolg ist beachtlich: Im Durchschnitt bekommen die Initiatoren täglich rund 1.000 Meldungen. Bislang hat der Verein schon über 11.000 E-Mails an Anbieter verschickt. „Die Behauptung, der Kunde wolle den ganzen Verpackungswahnsinn, ist nicht mehr zu halten“, so Jennifer Timrott, Vorsitzende des Vereins. „Besonders viel Kritik gibt es bei verpacktem Obst und Gemüse, aber auch bei Bio-Lebensmitteln und Körperpflegeprodukten wie Bodylotions, Duschgel und Shampoo“, erklärt sie. Vor allem die großen Handelsketten und Drogeriemärkte wie Rewe, Edeka und Dm stünden in der Kritik.

Laut Jennifer Timrott bekommt der Verein von den Anbietern viele Antworten, in denen stehe, dass die Hersteller an Veränderungen arbeiteten: „Unser Eindruck ist, dass besonders kleine und mittlere Unternehmen eher motiviert sind, bei den Verpackungen etwas zu verbessern. Für kleine Firmen ist es allerdings oft viel schwerer, weil sie weniger Einfluss bei den Verpackungsmittelherstellern haben, wenn sie kleinere Auflagen produzieren.“ In einem Fall hat ein Hersteller die Aufforderung via "Replace Plastic" zum Anlass genommen, seine Verpackung zu ändern – und zwar Waldemar Behn

So funktioniert die App "Replace Plastic"

Einfach den Strichcode auf dem Produkt mit Hilfe der App einscannen. Diese verschickt dann automatisch eine Nachricht an den Verein. Wenn dem Verein zwanzig Meldungen zu einem Produkt vorliegen, schickt dieser eine E-Mail an den Hersteller.

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