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Spargelsaison: Wann in Deutschland die Spargelzeit beginnt und endet

Autor: Brigitte Rohm | Kategorie: Essen und Trinken | 07.04.2019

Spargelsaison: Wann in Deutschland die Spargelzeit beginnt und endet
(Foto: CC0 Public Domain / Pixabay - Ronile)

Für Spargelfreunde ist es eine kurze Periode des Glücks: Wir erklären, wann der Startschuss für die Spargelsaison fällt – und wann die Spargelzeit wieder endet.

Wenn man sich nur am Angebot der Supermärkte orientiert, könnte man meinen, die Spargelzeit beginnt schon im März: Auch an den ersten Frühlingstagen lockt dort bereits das leckere Gemüse. 

Das liegt zum einen daran, dass andere EU-Länder wie Griechenland und Spanien wärmere Anbaugebiete sind und schon früher ernten – zum Teil schon Ende Februar. Und zum anderen decken einige deutsche Bauern ihre Felder ab oder beheizen die Erde sogar durch ein Röhrensystem mit warmem Wasser. Diese Methoden sorgen dafür, dass die Stangen schneller wachsen und früher gestochen werden können. 

Der eigentliche Beginn der Spargelsaison ist später

Die Spargelzeit umfasst keine vollkommen fixe Zeitspanne, denn Ernte ist vor allem vom Wetter abhängig. Doch in der Regel kann man davon ausgehen, dass es den ersten Spargel aus der Region Mitte April zu kaufen gibt. Verschiebt sich der Start durch schlechtes Wetter, können die Bauern die Erntezeit bis Anfang Juli hinauszögern. 

Doch die Spargelsaison endet traditionell am "Spargelsilvester", dem 24. Juni. Danach ist es zwar noch möglich, Spargel zu stechen, aber das kann sich ungünstig auf die Ernte im Folgejahr auswirken. 

Spargelzeit: Warum sich das Warten lohnt

Wer ein wenig Geduld aufbringt und auf den ersten Spargel aus Deutschland wartet, trifft damit eine gute Entscheidung: Denn importierter Spargel hat durch den Transport eine schlechte CO2-Bilanz und sorgt durch den hohen Wasserbrauch dafür, dass die trockenen Anbaugebiete noch weiter austrocknen. 

Der heimische Spargel aus abgedeckten Feldern ist dagegen problematisch, weil dafür riesige Mengen an Kunststofffolie produziert werden und weil Tiere wie Insekten, Kleinsäuger und Vögel, die am Boden brüten, darunter leiden. Beheizte Felder, die allerdings weniger verbreitet sind, können wegen des enormen Energieverbrauchs soger eine größere Belastung für das Klima darstellen als Import-Spargel.

Regionaler Spargel ist ein Genuss

Viele Menschen schwören ohnehin auf regionalem Spargel, der einfach gut schmeckt, wenn die Zeit dafür reif ist und die Spargelsaison richtig begonnen hat. Spargel hat im Vergleich mit anderem Gemüse übrigens eine relativ geringe Pestizidbelastung. Wer ganz sicher gehen möchte, dass sich in den Stangen keine Rückstände finden, sollte zu Bio-Spargel greifen.

Der meiste Spargel aus Deutschland stammt laut dem Statistischen Bundesamt aus den Bundesländern Niedersachen, Bayern und Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Brandenburg, Baden-Württemberg und Hessen.

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