Optimale Glühwein-Temperatur: Heiß, aber nicht zu heiß

Autor: Lino Wirag | Kategorie: Essen und Trinken | 14.11.2022

Glühwein sollte schonend erwärmt werden, um den guten Geschmack zu bewahren.
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Glühwein und Punsch gehören für viele zur kalten Jahreszeit wie Weihnachtsmärkte und Tannenbäume. Die Zubereitung am heimischen Herd ist einfach. Trotzdem kann es nicht schaden, dabei einige Tipps zu beachten.

Glühwein sollten Sie am besten selbst zubereiten und ihn möglichst frisch genießen, solange er noch sein ganzes Aroma enthält. Sie können das beliebte Wintergetränk aber auch abgefüllt in der Flasche oder im Tetrapak kaufen.

Kalten Glühwein sollten Sie am besten in einem Topf gleichmäßig auf Trinktemperatur erwärmen, jedoch keinesfalls zum Kochen bringen. Sie sollten dabei allerdings keinen Topf aus Kupfer, Aluminium oder Eisen verwenden, empfehlen Behörden: Wird der Wein darin zu lange warmgehalten, könnten Metallrückstände in das Getränk übergehen. Auf Weihnachtsmärkten finden sich deshalb fast nur noch Durchlauferhitzer aus Edelstahl, in denen der Glühwein direkt vor dem Servieren auf Trinktemperatur erwärmt wird.

Die optimale Glühwein-Temperatur

Doch was ist eigentlich die beste Trinktemperatur für das beliebte Wintergetränk? Eine empfehlenswerte Glühwein-Temperatur liegt bei rund 70 Grad. Wer sichergehen will, dass der Glühwein auf der heimischen Herdplatte die perfekte Temperatur hat, kann ein Küchenthermometer nutzen. Heiß sollte der gewürzte Rotwein also sein – aber nicht zu heiß.

Optimale Glühwein-Temperatur: Ab 78 Grad beginnt der Alkohol, sich zu verflüchtigen.
Optimale Glühwein-Temperatur: Ab 78 Grad beginnt der Alkohol, sich zu verflüchtigen. (Foto: Shutterstock/VK Studio)

Denn: Wenn der Glühwein im Topf zu blubbern beginnt, hat er seinen Siedepunkt überschritten, der – im Gegensatz zu Wasser – aufgrund des Alkoholgehalts nur bei rund 78 Grad liegt. Dann beginnt der Alkohol im Wein, zu verdampfen, was den Geschmack des Getränks beeinträchtigt (und natürlich auch die berauschende Wirkung abmildert).

Wurde roter Glühwein zu heiß gekocht, verliert er nicht nur Alkohol und Aroma, sondern kann sich auch bräunlich verfärben, weil der Zucker im Getränk während des Siedens karamellisiert und die Gewürze verbrennen. Der Glühwein schmeckt dann entsprechend bitter und schal. Bei zu langem Erhitzen kann außerdem das Abbauprodukt Hydroxymethylfurfural (HMF) entstehen, dessen gesundheitliche Wirkungen noch nicht abschließend geklärt sind.

So muss frischer Glühwein schmecken

Am besten erhitzen Sie Glühwein deshalb nicht unnötig lange, sondern geben ihn in eine gut isolierende Thermoskanne, wenn er die optimale Temperatur erreicht hat. Auch das Aroma verflüchtigt sich in der Kanne nicht so schnell. Und: Auch wenn es nicht sehr stilvoll ist, kann (gekaufter) Glühwein auch tassenweise in der Mikrowelle erwärmt werden, um möglichst wenig Geschmack zu verlieren.

Woran sie guten Glühwein erkennen? Das frische Getränk sollte einen fruchtig-süßen und würzigen Geschmack haben. "Ein typischer Glühwein muss in erster Linie nach Zimt und Nelken schmecken", schreibt das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart, sowie: "Bei Glühweinen mit Kochton und fadem Geschmack liegt der Verdacht nahe, dass das Erzeugnis zu lange erhitzt wurde."

Glühwein innerhalb von drei Tagen aufbrauchen

Glühwein ist übrigens inzwischen auch immer häufiger in Bio-Qualität erhältlich. Und: Angebrochene Glühweinpackungen halten sich etwa drei Tage im Kühlschrank, bei Raumtemperaturen vergärt das süße Getränk hingegen schnell. Originalverpackt kann Glühwein bis zu zwei Jahre aufgehoben werden.

Außerdem müssen Sie selbstverständlich nicht auf gekaufte Produkte zurückgreifen, sondern können Glühwein auch selber machen – dazu bitte hier entlang: Glühwein selber machen: 3 leckere Rezept-Ideen

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