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Mogelpackung des Monats: Knorr-Packungen nur noch mit 2 statt 3 Soßen

Autor: Redaktion (lp) | Kategorie: Essen und Trinken | 10.12.2021

Knorr-Soßen sind seit Kurzem im Zweier- statt im Dreierpack erhältlich.
Foto: © Verbraucherzentrale Hamburg

In vielen Soßenpackungen von Knorr stecken neuerdings statt drei nur noch zwei Soßen - bei gleichbleibendem Preis. Für die Verbraucherzentrale Hamburg Grund genug, Knorr zur "Mogelpackung des Monats" zu küren.

Die Verbraucherzentrale Hamburg kürt regelmäßig ein Produkt zur "Mogelpackung des Monats", zuletzt Waffelgebäck von Griesson - de Beukelaer und mehrere Süßwaren von Nestlé. Nun traf es Knorr, die bekannte Marke von Unilever. 

Der Vorwurf der Verbraucherzentrale lautet: Statt im Dreierpack sind einige Soßen seit Kurzem nur noch im Zweierpack erhältlich. Da der Preis nicht angepasst wurde, bedeutet das eine Preissteigerung von bis zu 50 Prozent.

Mogelpackung des Monats: Soßen jetzt teils doppelt so teuer

Knorr bietet von "Heller Soße" bis "Pfeffer Soße" ein breites Sortiment an Soßen an. Diese Kochhelfer gibt es unter anderem in einem Dreierpack zu kaufen. Seit Kurzem jedoch ist das Sortiment in zwei Bereiche unterteilt:

  • Die Grundsoßen, zu denen die "Helle Soße", "Soße nach Art Hollandaise", "Soße zu Braten Extra", "Soße zu Schweinebraten" und die "Soße zu Geflügel" zählen. Diese gibt es weiterhin im Dreierpack (dreimal 250 ml) zu kaufen.
  • Neu eingeteilt sind die sogenannten Soßenvarianten wie die "Pfeffer Soße", "Kräuter Soße" oder die "Rahm Soße". Diese Soßen sind nun nur noch als Zweierpack erhältlich. Bei zweimal 250 ml macht das 500 ml statt bisher 750 ml. Der Preis für die Knorr-Soßen bleibt allerdings gleich.
Links im Bild der Dreierpack Rahmsoße, rechts der Zweierpack: Der Preis bleibt gleich.
Links im Bild der Dreierpack Rahmsoße, rechts der Zweierpack: Der Preis bleibt gleich. (Foto: © Verbraucherzentrale Hamburg)

Das sagt Unilever zu den Vorwürfen

Unilever hat zu den Vorwürfen der versteckten Preisfalle Stellung bezogen und schreibt: "Die neue Strukturierung des Sortiments geht auf veränderte Konsumentenwünsche ein und wird begleitet durch eine Modernisierung des Designs."

"Durch ein rotes Banner auf der Umverpackung werden Verbraucher*innen auf die jeweiligen Verpackungseinheiten hingewiesen", heißt es weiter. Zudem obliege die Preishoheit dem Handel und nicht den Herstellern.

Es ist richtig, dass die Hersteller nur eine unverbindliche Preisempfehlung abgeben und der Handel letztlich über die Produktpreise entscheidet. Dennoch hat die Verbraucherzentrale Hamburg nach eigener Aussage eine Vielzahl an Beschwerden erhalten, weil sich Verbraucher hinters Licht geführt fühlen.

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