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Mandeln bei dm zurückgerufen: Gefahr durch Schimmelpilzgifte

Autor: Online-Redaktion (lw) | Kategorie: Essen und Trinken | 08.09.2021

dm ruft Mandeln zurück: Gefahr durch Aflatoxin
Foto: EgeSun GmbH

Hersteller EgeSun GmbH ruft gemahlene Mandeln zurück, die unter anderem unter der Bio-Eigenmarke des Drogeriemarkts dm verkauft wurden. Der Grund: Die Produkte könnten Schimmelpilzgifte enthalten.


Die EgeSun GmbH ruft ihre Artikel "dmBio gemahlene Mandeln 200 g" sowie "MorgenLand Mandelmehl 300 g" zurück. Das erstgenannten Produkt wurde beim Drogeriemarkt dm verkauft, MorgenLand-Produkte gibt es unter anderem bei Alnatura.

Es besteht der Verdacht, dass die Produkte mit Aflatoxinen (Schimmelpilzgifte) belastet sind. Vom Verzehr wird dringend abgeraten, da Aflatoxine ein Gesundheitsrisiko darstellen und zum Teil krebserregend sind.

ÖKO-TEST hatte wiederholt berichtet, dass von Nüssen ein Aflatoxin-Risiko ausgeht, zuletzt in unserem Test So gut sind Erdnüsse von Ültje, Pittjes & Co. sowie in unserem Artikel Bundesamt warnt: Nüsse können Schimmelpilzgifte enthalten.

Rückruf: Diese Artikel sind betroffen

Artikel: dmBio gemahlene Mandeln (im Bild links)

  • Inhalt: 200g
  • GTINNummer: 4058172859793
  • Charge L212091
  • Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD 29.04.2022)

Artikel: MorgenLand Mandelmehl bio (im Bild rechts)

  • Inhalt: 300g
  • GTINNummer: 4044019390666
  • Charge L212238
  • MHD 13.05.2022

Rückruf: Diese Artikel sind betroffen

Die Mandeln wurden laut Hersteller bereits aus dem Verkauf genommen. Kunden, die bereits einen Beutel des Produktes erworben haben, können diesen in einer Verkaufsstelle zurückgeben und erhalten den Kaufpreis erstattet – auch ohne Vorlage des Kassenbons.

Produktrückrufe: Was Verbraucher wissen sollten

Glassplitter, Metall- oder Kunststoffteilchen, Salmonellen oder Coli-Bakterien haben in Lebensmitteln nichts zu suchen. Geraten beim Produktionsprozess versehentlich Fremdkörper oder Verunreinigungen, die die Gesundheit gefährden können oder für den Verzehr nicht geeignet sind, in Lebensmittel, dann sind die Hersteller verpflichtet, die Produkte zurückzurufen.

"Bei einem Rückruf werden sowohl betroffene Produkte aus dem Handel genommen als auch Warnungen an Verbraucher:innen veröffentlicht, wenn das Produkt Verbraucher:innen bereits erreicht haben könnte", erklärt die Verbraucherzentrale. In einem Produktrückruf sind alle Informationen zu finden, die für Verbraucher wichtig sind: Welche Produkt, welche Chargen und welche Mindesthaltbarkeitsdaten sind betroffen. In dem Rückruf wird meist erklärt, welche Gefahren durch den Konsum des betroffenen Produkts entstehen können und wie Sie das Produkt zurückgeben können.

Unternehmen haften, wenn es durch den Konsum ihrer Waren zu Schäden kommt. Deshalb sind die Hersteller daran interessiert, Verbraucherinnen und Verbraucher möglichst frühzeitig zu warnen, sollte von einem ihrer Produkte eine Gefahr ausgehen. "Werden Verbraucher durch fehlerhafte Produkte geschädigt, haben sie Schadensersatzansprüche aus § 823 BGB und/oder aus dem Produkthaftungsgesetz (ProdHaftG)", erklärt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

Produktrückrufe abonnieren

Produktrückrufe werden meist in den betroffenen Läden ausgehängt und im Internet veröffentlicht. ÖKO-TEST berichtet über die wichtigsten Produktrückrufe auf oekotest.de, um Sie vor gesundheitlichen Gefahren zu warnen. Wenn Sie über aktuelle Produktrückrufe informiert werden möchten, abonnieren Sie unsere Eilmeldungen, die Sie jederzeit unkompliziert wieder abbestellen können. Um andere Menschen zu warnen, empfiehlt es sich, Produktrückrufe über die sozialen Medien zu teilen.

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