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Äpfel lagern: So halten sie am längsten

Autor: Katharina Schmidt | Kategorie: Essen und Trinken | 26.08.2019

Äpfel lagern: So halten sie am längsten
(Foto: Foto: Pixabay/ CC0/ pasja1000)

Wenn Sie Äpfel richtig lagern, können Sie das Obst bis zu ein Jahr lang aufbewahren. Wir erklären, was Sie dabei beachten müssen.

21 Kilogramm – so viele Äpfel isst der Durchschnitts-Deutsche pro Jahr. Wir kaufen also oft Äpfel ein oder ernten sie aus dem eigenen Garten. Damit das Obst zuhause nicht schlecht wird, sollte man Äpfel richtig lagern.

Dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zufolge können Äpfel bis zu fünf Monate lang halten, tiefgefroren sogar bis zu ein Jahr lang. Wir zeigen, wie das funktioniert.

Äpfel lagern: Kühlschrank oder Keller? 

Wenn Sie die Äpfel bald verzehren, können Sie sie einfach im Kühlschrank aufbewahren. Haben Sie vor, die Äpfel länger zu lagern, eignet sich ein kühler, dunkler Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit – zum Beispiel ein Keller oder Dachboden. Verteilen Sie die Äpfel dort auf Holzbrettern oder Papier. Sie sollten sich nicht berühren.

Beachten Sie folgendes, wenn Sie Äpfel lagern:

  • Ist die Raumluft zu trocken, können die Äpfel schrumpeln. Decken Sie das Obst beispielsweise locker mit ausgedienten Plastiktüten ab, damit es nicht austrocknet. Stechen Sie kleine Löcher in die Tüte, damit überschüssiges Wasser entweichen kann.
  • Stapeln Sie Äpfel nicht. Sie können sonst schnell Druckstellen entwickeln und schimmeln.
  • Sortieren Sie faule Äpfel regelmäßig aus. Die Fäulnis kann sich sonst schnell ausbreiten.

Äpfel in der Obstschale lagern?

Äpfel sondern Ethylen ab. Dieses Gas sorgt dafür, dass andere Obst- und Gemüsesorten schneller reifen und verderben. Deshalb empfiehlt das BMEL, Äpfel getrennt zu lagern. Für gemischte Obstschalen sind sie nicht geeignet. 

Die richtigen Äpfel lagern

In Deutschland wachsen sowohl Frühsorten als auch Lageräpfel. Frühsorten gibt es schon ab Anfang August, Lageräpfel erst ab September. Der Unterschied: Lageräpfel reifen nach dem Pflücken nach, sie eignen sich damit besser zum Lagern. Dabei wandeln sie Stärkereste zu Zucker um, wodurch der Apfel süßer schmeckt. Allerdings nimmt auch der Vitamingehalt ab.

Äpfel mit Druckstellen, Rissen in der Schale oder anderen Schäden sollten Sie nicht lagern, sondern schnell verzehren.

Noch ein Hinweis: Wir raten, vor dem Einkauf einen Blick auf unseren kostenlosen Apfel-Test vom September 2018 zu werfen. Hier erfahren Sie, welche Äpfel damals frei von Spritzgiften waren und eine gute Klimabilanz aufwiesen. Die Testergebnisse sind aber nicht gültig für aktuell von den Herstellern angebotene Produkte.

Lageräpfel mit Punkten kann man essen 

Während die Äpfel lagern, können sich auf ihnen kleine braune Punkte bilden. Die sogenannte Apfelstippe ist laut dem BMEL aber harmlos, sie schmeckt lediglich etwas bitter. Entfernen Sie die Stellen mit einem Messer, bevor Sie die Äpfel verwenden.

Schrumpelige Äpfel oder Exemplare mit kleinen Verfärbungen können Sie beispielsweise einkochen und als Mus verwenden. Nur Obst, das schimmelt oder von Schädlingen befallen ist, sollten Sie entsorgen.

Äpfel einfrieren: Das sollten Sie beachten

Sie können Äpfel auch lagern, indem Sie sie einfrieren. Allerding verliert das Obst dabei an Aroma und Konsistenz. Zum Backen oder für Apfelmus eignen sich eingefrorene Äpfel aber trotzdem. Gehen Sie wie folgt vor: 

  1. Schneiden Sie die Äpfel in Stücke.
  2. Legen Sie die Apfelschnitze auf einem Blech oder Brett aus und geben Sie dieses für ein bis zwei Stunden in ein Gefrierfach.
  3. Füllen Sie die vorgefrorenen Spalten dann in eine gefrierfeste Dose um. Nun bleiben die Apfelstücke nicht mehr aneinander kleben – Sie können sie einzeln auftauen.

Äpfel auftauen: Legen Sie die Äpfel für einige Stunden in den Kühlschrank und erwärmen Sie sie anschließend bei Zimmertemperatur. So verhindern Sie, dass das Obst matschig wird.

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