Winterblüher: Diese 10 Gartenpflanzen blühen bald

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Bauen und Wohnen | 15.11.2022

Winterblüher: Pflanzen, die im Winter wunderschön blühen
Foto: Shutterstock / billysfam

Im Winter sind unsere Gärten ganz schön kahl und ohne fröhliche Farbtupfer. Das lässt sich glücklicherweise ändern: Denn es gibt einige Pflanzen, die blühen, während die meisten anderen Gewächse Winterruhe halten. Diese zehn Pflanzen blühen im Winter.

Kahle Äste und ein bisschen Grün dazwischen – mehr Farben haben die meisten Gärten in der kalten Jahreszeit nicht zu bieten. Wenn Sie schon im Winter für Frühlingsgefühle sorgen möchten, sollten Sie deshalb Winterblüher in Ihrem Garten oder in Kübeln auf dem Balkon anpflanzen. Denn Winterblüher haben ihren großen Auftritt, wenn alles andere im Winterschlaf liegt.

Welche Pflanzen blühen im Winter?

Die Christrose ist der Klassiker unter den Winterblühern. Aber darüber hinaus gibt es noch eine ganze Reihe von Pflanzen – von Sträuchern über Stauden bis zu Zwiebelpflanzen –, die der Kälte trotzen und sogar bei Schnee und Eis hübsche farbige Akzente setzen.

  • Bei den Winterblühern können Hobbygärtner zwischen verschiedenen Züchtungen mit unterschiedlichen Blütezeiten und Farben wählen.
  • Wer richtig plant, kann sich fast das ganze Jahr über blühende Gehölze im Garten freuen.
  • Pflanzen, die im Winter blühen, sollten Sie grundsätzlich unmittelbar nach der Blüte im Frühjahr schneiden.

Winterblüher sind wichtig für Insekten

Die Winterblüher sorgen nicht nur für bunte Farbtupfer im Wintergrau, sie sind zudem im Spätwinter und im zeitigen Frühjahr die einzigen Pollen und Nektarspender für Wildbienen. "Einige Hummelarten erwachen je nach Temperatur manchmal schon Ende Februar aus ihrer Überwinterung und brauchen dringend Nektar für ihren eigenen Energiehaushalt. Überwinternde Hummelköniginnen fliegen im Frühjahr bereits bei Temperaturen ab 2 Grad aus, um auf Nahrungssuche zu gehen", erklärt Silvia Teich vom NABU (Naturschutzbund Deutschland) e.V..

Christrose (Helleborus niger)

Christrose
Christrose (Foto: Shutterstock / Alex Manders)

Die Christrose blüht je nach Witterung und Art schon im November – besonders gerne an einem Platz im Halbschatten oder Schatten. Die Christrose zählt zu den beliebtesten Weihnachtspflanzen und gilt als Symbol der Hoffnung. Der Schwarze Nieswurz, wie sie auch bezeichnet wird, benötigt einen Kältereiz, um Blüten auszubilden. Geschützt unter einem Baum im Halbschatten fühlt die Christrose sich am wohlsten.

Kornelkirsche (Cornus mas)

Kornelkirsche
Kornelkirsche (Foto: Shutterstock / va Vagnerova)

Bei der Kornelkirsche handelt es sich um ein pflegeleichtes Hartriegelgewächs, das viele Meter hoch werden kann. Der Strauch mit den kleinen, kräftig gelben Blüten blüht in den Monaten Februar und März. Im frühen Herbst bildet die Kornelkirsche essbare Früchte, die Sie zu Konfitüre verkochen können. Der Standort für die Kornelkirsche sollte sonnig bis halbschattig sein. Sie können die Kirsche gut als robuste Hecke pflanzen; sie ist hart im Nehmen und verkraftet auch Hitze und Trockenheit gut.

Lenzrose (Helleborus orientalis)

Lenzrose
Lenzrose (Foto: Shutterstock / Mario Krpan)

Die Lenzrose ist mit der Christrose verwandt, blüht allerdings später, meist ab Ende Januar bis in den April hinein. Die Blüten der Lenzrose sind oft leuchtend rot oder pink, es gibt sie aber auch mit rosafarbener, weißer oder grüner Blüte. Lenzrosen sind äußerst unkompliziert und langlebig. Einmal an den richtigen Standort – im Halbschatten unter Laubbäumen oder Sträuchern – gepflanzt, blühen sie über Jahrzehnte immer wieder.

Schneeglöckchen (Galanthus)

Schneeglöckchen
Schneeglöckchen (Foto: Shutterstock / Haidamac)

Während das Echte Schneeglöckchen vom Aussterben bedroht ist und unter Naturschutz steht, gibt es von der Zierpflanze rund 20 verschiedene Arten. Schneeglöckchen sind zum Teil reine Winterblüher, zum Teil auch Frühblüher.

An einem geschützten Platz unter Laubbäumen, die im Sommer Schatten spenden, gedeihen Schneeglöckchen am besten. Bei Schneeglöckchen handelt es sich um Zwiebelblumen, die Sie im frühen Herbst einpflanzen können. In Gruppen mit anderen Winter- oder Frühblühern wie den gelben Winterlingen, Krokussen oder Garten-Alpenveilchen sehen die anmutigen Pflanzen besonders dekorativ aus. 

Schneeheide / Winterheide (Erica carnea)

Schneeheide
Schneeheide (Foto: Shutterstock / R. Maximiliane)

Die Schneeheide (oder auch Winterweide) gehört zur Familie der Heidekrautgewächse. Bei ihr handelt es sich um einen Zwergstrauch, der im Garten hübsche Polster bildet. Die kleinen rosafarbenen Blüten in Glockenform können je nach Witterung bereits im November oder Dezember blühen. Die immergrüne Schneeheide eignet sich auch als Kübelpflanze und als Grabbepflanzung. Am liebsten ist ihr ein sonniger Standort. Auf Staunässe reagiert sie empfindlich.

Schneekirsche / Winterkirsche (Prunus subhirtella autumnalis)

Schneekirsche
Schneekirsche (Foto: Shutterstock / Dutchmen Photography)

Die Winterkirsche, die auch als Schneekirsche bezeichnet wird, trägt keine Kirschen, dafür hübsche zart-rosa-weiße Blüten, die ab November bis zum Frühling sprießen. Ein sonniger Standort ist für die Schneekirsche wichtig, um zu gedeihen. Ansonsten stellt sie keine allzu großen Ansprüche. Die Pflanze gibt es als kleinen Baum oder als Strauch, der auch gut in einem hohen Kübel gedeiht.

Winter-Seidelbast (Daphne odora)

Winter-Seidelbast
Winter-Seidelbast (Foto: Shutterstock / High Mountain)

Beim Winter-Seidelbast handelt es sich um einen buschig wachsenden Strauch, der von Januar bis März blüht. Die kleinen, röhrenförmigen Blüten sind rosa-weiß und duften stark, die dunkelgrünen Blätter zeichnen sich häufig durch einen weißen Rand aus.

Der Winter-Seidelbast fühlt sich an einem sonnigen bis halbschattigen Standort wohl. Einmal angewachsen, möchte er nicht mehr umgepflanzt werden.

Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) 

Winterjasmin
Winterjasmin (Foto: Shutterstock / freya-photographer)

Mit seinen leuchtend gelben Blüten wird der Winterjasmin häufig mit der Forsythie verwechselt. Seine Blüten an langen Trieben öffnen sich allerdings deutlich früher – häufig schon im Dezember und dann bis in den März hinein. Der Winterjasmin ist eine pflegeleichte Kletterpflanze, die gerne geschützt an einem sonnigen bis halbschattigen Standort wächst. Wenn er in die Höhe wachsen soll, benötigt er eine Kletterhilfe. Den Winterjasmin sollten Sie im Frühling nach der Blüte zurückschneiden.

Winterschneeball (Viburnum bodnantense)

Winterschneeball
Winterschneeball (Foto: Shutterstock / Ole Schoener)

Der Winterschneeball mit seinen rosafarbenen Blüten, die kleine Kugeln bilden, blüht von November bis in den März hinein. Seine Blüten duften herrlich und intensiv. Er ist ein anspruchsloses Gehölz, das bis zu drei Meter hoch werden kann.

Der pflegeleichte Zierstrauch liebt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Da er Ausläufer bildet, sollten Sie ihn mit Abstand zu anderen Gehölzen pflanzen. Im Sommer trägt der Winterschneeball dunkelrote Beeren.

Zaubernuss (Hamamelis)

Zaubernuss
Zaubernuss (Foto: Shutterstock / Iva Vagnerova)

Ein besonders dekorativer Winterblüher ist die Zaubernuss mit ihren leicht zerknitterten Blütenblättern. Nicht umsonst gilt sie als Königin unter den Winterblühern. Die fadenförmigen Blüten sprießen zwischen November und Februar in vielen verschiedenen Farben – von Gelb über Orange und Rot bis Bronzefarben. Sie wächst als hoher Strauch, als kleiner Zwergstrauch oder als Hecke – am liebsten an einem sonnigen und geschützten Standort.

Weiterlesen auf oekotest.de: