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Schimmelgefahr: Kann ich die Wäsche auch im Winter drinnen trocknen?

Autor: Lena Pritzl | Kategorie: Bauen und Wohnen | 20.01.2022

Wie wird die Wäsche im Winter am besten trocken?
Foto: BOKEH STOCK/Shutterstock

Zum Thema Wäschewaschen existieren unzählige Tipps – und zahlreiche Mythen. Eine häufig gestellte Frage: Darf ich die Wäsche im Winter in der Wohnung trocknen – oder führt das zu Schimmel? Wir klären auf.

Den Duft frischer Wäsche haben viele gerne in der Wohnung. Doch gerade im Winter können die nassen Kleidungsstücke die Schimmelgefahr erhöhen. Wie also die Wäsche am besten trocknen? Unbedingt an der frischen Luft, sagen die einen. Draußen wird sie bei nasskaltem Wetter nicht trocken, meinen die anderen. Wer hat recht? Und worauf sollten Sie beim Wäschetrocknen noch achten?

Wäsche im Winter in der Wohnung trocknen oder draußen?

Zugegeben: Eine effiziente Möglichkeit, um nasse Kleidung wieder trocken zu bekommen, ist ein Trockner. Der Umwelt zuliebe sollten Sie aber lieber auf einen Wäschetrockner verzichten, denn er verbraucht viel Strom und ist auch nicht für alle Kleidungsstücke (gleich gut) geeignet.

Damit bleiben zwei Möglichkeiten: Die Wäsche drinnen – in der Wohnung oder dem Keller – zu trocknen oder draußen, z.B. auf dem Balkon oder der Terrasse. 

Das Problem: Wenn Sie Ihre Wäsche in kalten Wintermonaten in der Wohnung aufhängen, kann das langfristig dazu beitragen, dass sich Schimmel bildet. Allerdings gilt das nicht pauschal für alle Wohnungen. Fakt ist jedoch: Durch die nasse Wäsche wird die Luft in den Wohnräumen feuchter und damit anfälliger für Schimmel. In ohnehin feuchteren Kellerräumen verstärkt nasse Wäsche die Schimmelgefahr noch weiter.

>> Lesen Sie dazu auch: Richtig lüften im Winter: So vermeiden Sie Schimmel in der Wohnung.

Sie können Ihre Wäsche im Winter drinnen trocknen, sollten aber einige Punkte beachten.
Sie können Ihre Wäsche im Winter drinnen trocknen, sollten aber einige Punkte beachten. (Foto: Shutterstock / New Africa)

Wäsche in der Wohnung trocknen: Was Sie beachten sollten

Herrscht in Ihrer Wohnung ohnehin niedrige Luftfeuchtigkeit, können Sie Ihre feuchte Kleidung auch weiterhin drinnen aufhängen. Beachten Sie dabei am besten die folgenden Tipps:

  • Stark geschleuderte Wäsche enthält weniger Wasser und kommt bereits trockener aus der Waschmaschine. Bei nicht sehr empfindlicher Kleidung gerne eine hohe Drehzahl einstellen. Der Eco-Modus spart zudem Wasser und Energie.
  • Schütteln Sie die Kleidungsstücke vor dem Aufhängen gut aus.
  • Hängen Sie die Wäsche nur in beheizten Wohnräumen zum Trocknen auf. Kalte Luft nimmt die Feuchtigkeit nicht so gut auf wie warme, weshalb sie leichter in die Wände zieht.
  • Den Raum nur zum Wäschetrocknen zu heizen, ist allerdings auch nicht umweltfreundlich und treibt außerdem die Energiekosten in die Höhe.
  • In einem gefliesten Bad ist die Gefahr einer Schimmelbildung geringer. Sie sollten im Badezimmer aber ausreichend lüften können.
  • Hängen Sie die Wäsche mit ausreichend Abstand zueinander auf, damit die Luft zwischen den Wäschestücken zirkulieren kann.
  • Lüften Sie den Raum mit dem Wäscheständer auch bei niedrigen Außentemperaturen gut durch. Das verringert eine mögliche Schimmelbildung, da die frische, trockenere Luft von draußen die Feuchtigkeit aus der Wäsche besser aufnehmen kann. Sorgen Sie beim Lüften am besten für Durchzug.

    Wäsche im Winter draußen trocknen?

    Bei Minusgraden können Sie Ihre Wäsche auch im Freien trocknen. Denn bei Frost ist die Luft so trocknen, dass sie die Feuchtigkeit aus der Kleidung aufnehmen kann. Keine Sorge, wenn die Kleidung zunächst ein wenig einfriert. Anschließend trocknet sie gut, Sie brauchen dazu nur ein bisschen Geduld.

    Bei Temperaturen knapp über null Grad trocknet die Wäsche im Freien leider nicht mehr so gut. Dann sollten Sie sie besser in der Wohnung trocknen lassen.

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