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Ratgeber: Photovoltaik

Ratgeber Bauen 2017
vom 06.04.2017

Photovoltaik

Das geht auch schöner

Viele Photovoltaikanlagen sind alles andere als ein ästhetischer Gewinn für das Gebäude. Dabei gibt es etliche Möglichkeiten, die Paneele nahezu unsichtbar mit dem Gebäude verschmelzen zu lassen - oder bewusst stilistische Akzente zu setzen.

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06.04.2017 | Tesla-Chef Elon Musk präsentierte der Welt wieder eine Idee: Anstatt Solarmodule aufs Dach zu schrauben, könnte man die Sonnenenergie doch einfach direkt mit den Dachziegeln einfangen - hergestellt natürlich von Tesla. Die Solarzellen verbergen sich dabei hinter einer Folie mit einem farbigen Raster. Das lässt sie je nach Vorlieben des Bauherrn aussehen wie rote Ziegel im Toskana-Stil oder wie Schieferplatten. Obendrein sollen sie länger halten und sogar billiger als normale Dachziegel sein, wenn man den Wert des erzeugten Stroms mit einrechnet. "Warum würde jemand noch etwas anderes kaufen?", fragte Musk, der bisher eher für das Onlinebezahlsystem Paypal, Elektroautos oder private Weltraumfahrt bekannt ist, seine Gäste bei der Präsentation Ende Oktober 2016. Die Antwort fällt leicht: Die Musk-Ziegel sollen erst ab Sommer 2017 in den USA erhältlich sein. Wann sie nach Europa kommen, ist bisher unklar. Ungeduldige müssen aber nicht auf Tesla warten: Es gibt in Europa bereits Firmen, die Solartechnik auf verschiedene Art ins Gebäude integrieren - indem sie die Solarmodule als Dach, Balkonbrüstung oder Fassadenelemente verwenden, aber eben auch als Solardachziegel. Jede Variante bringt spezielle Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen mit sich.

Solardachpfannen: das unsichtbare Kraftwerk

Mit speziellen Solardachpfannen gedeckt, ist vom Boden aus kaum erkennbar, dass das Dach zugleich als Kraftwerk fungiert - zumindest, wenn das übrige Dach mit glatten, dunklen Dachpfannen eingedeckt ist. Dachpfanne ist dabei der Überbegriff für Dachziegel, die aus Ton gebrannt sind; Dachsteine sind aus Beton. Auf den Solardachpfannen, wie sie zum Beispiel die Firmen Autarq aus dem brandenburgischen Prenzlau, ZEP aus den Niederlanden und Gasser Ceramic aus der Schweiz herstellen, sind in den meisten Fällen monokristalline Solarzellen angebracht. Diese sind von Natur aus schwarz, fallen also auf schwarzen Dachpfannen farblich kaum auf. Aber auch, wer partout rote Dachpfannen haben will, wird bei ZEP und Autarq fündig. Solardachpfannen werden im Grunde genauso auf dem Dach wie gewöhnliche Dachpfannen verlegt und übernehmen komplett deren Funktion. Sie sind jeweils mit zwei Steckern ausgestattet, sodass sie sich schnell miteinander verbinden lassen.

Dass Solardachpfannen trotz dieser Vorteile noch nicht der Renner sind, hat mehrere Gründe. Einige sind praktischer Natur. Erstens bedecken Solarzellen nie die gesamte Dachpfanne. Der frei bleibende Rand rund um jede Zelle führt dazu, dass man die verfügbare Dachfläche nicht so effizient nutzen kann, wie es mit größeren, vollflächigen Modulen der Fall ist. Auf einem Quadratmeter Dachfläche kann man mit Solardachpfannen eine Spitzenleistung von etwa 85 bis 100 Watt gewinnen. Ein monokristallines Standardmodul bringt es dagegen auf etwa 180 Watt pro Quadratmeter. Für eine typische Solaranlage für eine vierköpfige Familie mit einer Spitzenleistung von vier Kilowatt braucht man dementsprechend mit Standardmodulen ei

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