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Ratgeber: Kaminöfen

Spezial Energie
vom 21.09.2017

Ratgeber: Kaminöfen

Lagerfeuerromantik inklusive

Kaminöfen für Scheitholz sind nach wie vor beliebt. Manche Modelle heizen sogar das ganze Haus.

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21.09.2017 | Das Prasseln der Flammen, die das selbstgeschlagene und -gehackte Holz in wohlige Wärme verwandeln: Dieses Bild veranlasst jedes Jahr Hunderttausende Menschen, sich einen Kaminofen zuzulegen. Nach wie vor verkörpert ein Kaminofen das Wunschbild vom einfachen und naturnahen Leben.

Häufig passt es auch: Die Öfen sind durchaus in der Lage, in der Übergangszeit die Zentralheizung zu ersetzen oder zu ergänzen. Wer das vorhat, sollte den Wärmebedarf für die beheizten Räume berechnen lassen und erst dann den passenden Ofen kaufen. Die Leistungen solcher Modelle liegen meist zwischen 8 und 14 Kilowatt. Eine deutlich geringere Leistung von circa fünf Kilowatt haben Öfen für kleine Räume oder gut gedämmte Häuser. Eine überhöhte Leistung ergibt keinen Sinn, da dann die Verbrennung unansehnlich und schadstoffbelastet ist. Vor allem beim Anfeuern und bei falscher Bedienung stoßen die Einzelraumfeuerungen reichlich Feinstaub aus, der zu Husten, der Zunahme asthmatischer Anfälle und zu Belastungen für das Herz-Kreislauf-System führen kann. Verantwortlich sind vor allem ältere Modelle. Neue Modelle müssen die zweite Stufe der Bundes-Immissionsschutzverordnung einhalten, bei Markenanbietern ist das die Regel.

Ein Kriterium für die Auswahl sollte das Gewicht sein. Einfache Modelle haben lediglich eine Metallhülle, die sich schnell aufheizt, dabei extrem heiß wird und sich bald wieder rasch abkühlt. Schwere Verkleidungen speichern die Wärme und verlängern die Wärmeabgabe. Wer nicht nur den Aufstellraum heizen will, wählt ein Modell mit Wassertasche. Das ist ein Wärmetauscher, der die Hitze des Feuers auf durchfließendes Heizwasser überträgt. In Verbindung mit einem Pufferspeicher kann man die Energie sogar eine Weile konservieren oder über weitere Wärmetauscher das Duschwasser erwärmen. Vorschrift ist die Konsultation des Schornsteinfegers. Gerade bei gut gedämmten und nahezu luftdichten Häusern ist ein geprüft raumluftunabhängig arbeitendes Gerät mit zuverlässig dicht schließender Tür zum Feuerraum und eine entsprechende Luftversorgung von außen anzuraten. Dazu kommen Unterbrechungsschalter für Dunstabzugshauben oder Wohnungslüftungen beziehungsweise entsprechende Fensterkontakte. So werden oft tödliche Vergiftungen durch Kohlenmonoxid verhindert.



Nachrüstpflichten für alte Öfen

Auch ältere Kamin- und Warmluftkachelöfen müssen die Bundes-Immissionsschutzverordnung einhalten. Als Besitzer muss man dem Bezirksschornsteinfeger nachweisen, dass der Ofen nicht mehr als 0,15 Gramm Staub und vier Gramm Kohlenmonoxid je Kubikmeter Abgas ausstößt. Gegenwärtig gilt das für alle Öfen mit Baujahr von 1950 bis 1984, ab 2018 bis Ende 2020 auch bis Baujahr 1994. Auch wenn das Baujahr nicht mehr feststellbar ist, muss man die Werte nachweisen. Nicht betroffen sind Öfen, die nachweislich vor 1950 eingebaut wurden, sowie offene Kamine und Grundkachelöfen. Der einfachste Nachweis erfolgt über das Typenschild; dazu hat der Industrieverband HKI unter www.cert.hki-online.de


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