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Ratgeber: Bettdecken

ÖKO-TEST September 2016
vom 25.08.2016

Ratgeber: Bettdecken

Für jede Saison die passende

Die Wahl der richtigen Bettdecke hängt vor allen Dingen vom Wärmebedarf des Schlafenden ab.

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25.08.2016 | Eine gute Zudecke hält die Körpertemperatur konstant auf 36 bis 37 Grad Celsius. Sie verursacht keine Wärmestaus oder Schweißausbrüche und leitet Feuchtigkeit an die Raumluft weiter.

In lauen Sommernächten kommen andere Decken zum Einsatz als bei Minustemperaturen. Sie unterscheiden sich in Material und Verarbeitung. Winterdecken werden meist mit innen liegenden Stegen ausgestattet. Sie sorgen für mehr Volumen und an den Steppnähten entstehen keine Kältezonen. Bei Sommerdecken wird beim Absteppen Stoff auf Stoff genäht, so kann überschüssige Wärme an den Nähten ungehindert entweichen.

Wie gut eine Decke wärmt, hängt maßgeblich von der gespeicherten Luft ab. Luft isoliert, egal ob sie zwischen Federn, Woll- oder Polyesterfasern gespeichert ist. Kein Material ist dem anderen grundsätzlich überlegen. Es kommt immer auf die Qualität des Produkts an. Dank unterschiedlichster Materialien wird beim Bettzeug jeder Geschmack bedient. Natürliche Materialien sollten möglichst aus kontrollierter Bio-Produktion stammen.

Wildseide

Sie wird aus den Kokons wild lebender Eichenspinner gewonnen. Ist der Falter geschlüpft, sammelt man sie ein und verarbeitet sie zu einem geschmeidigen Vlies. Es kann bis zu 40 Prozent seines Gewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen. Deshalb eignen sich Wildseidendecken besonders für Menschen, die stark schwitzen. Für den Sommer sind dünne Wildseidendecken ideal. Im Winter halten sie als doppellagige Duodecken schön warm.

Daunen und Federn

Sie sind weich und lassen sich gut formen. Reine Daunen liegen sich sehr schnell platt. Mehr Widerstand leistet eine Mischung aus Daunen und Federn. Daunen und Federn geben Feuchtigkeit nur schlecht wieder ab. Wer viel schwitzt, sollte auf andere Materialien ausweichen.

Auch Hausstaubmilbenallergiker können sich ins Daunenbett kuscheln. Zum einen ernähren sich Hausstaubmilben nicht von Federn und Daunen, sondern von Hautschuppen. Zum anderen sind die Inletts von Federn- und Daunenkissen besonders dicht gewebt, damit sich keine Federn hindurcharbeiten. So können auch Milben kaum durch das dichte Gewebe dringen. Wer sichergehen will, achtet auf das NOMITE-Zeichen. Es signalisiert, dass das Produkt für Hausstauballergiker geeignet ist.

Wolle und Naturhaar

Wollfasern bilden wärmende Luftpolster. Außerdem nimmt Wolle Feuchtigkeit gut auf und transportiert sie hervorragend. Wolldecken sind deshalb eine gute Wahl für Menschen, die nachts stark schwitzen. Zur Auswahl stehen verschiedene Materialien.

Kamelhaardecken leiten Feuchtigkeit sehr gut. Im Sommer kühlt das Material, im Winter hält es angenehm warm. Besonders viel isolierende Luft hält die fein gekräuselte Wolle von Merinoschafen fest. Die Wolle der Kaschmirziege ist fein und weich, wärmt sehr gut und ist dabei anschmiegsam. Man nutzt sie pur oder kombiniert mit anderen Materialien für Deckenfüllungen. Bettdecken aus Yakwolle sind ebenfalls kuschelig warm. Zu Decken verarbeitet man das feine Unterhaar der


Ratgeber: Bettdecken
ÖKO-TEST September 2016 Seite 118
ÖKO-TEST September 2016 Seite 119
ÖKO-TEST September 2016 Seite 120

3 Seiten
Seite 118 - 120 im ÖKO-TEST September 2016
vom 25.08.2016
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