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Rasensamen: Warum Sie nicht am falschen Ende sparen sollten

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Bauen und Wohnen | 30.03.2022

Günstige Rasensamensind keine gute Idee für Ihren Garten.
Foto: Shutterstock / Dean Clarke

Unser Traum vom Rasen: Schön grün und dicht soll er sein – und am besten schnell wachsen. Derzeit gibt es überall Rasensamenmischungen zu Billigpreisen zu kaufen. Hier erfahren Sie, warum Sie bei der Wahl der Rasensamen nicht am falschen Ende sparen sollten.

"Besonders trittfest", "strapazierfähig" und "pflegeleicht": Zum Start in die Gartensaison werben viele Discounter und Gartenmärkte mit Rasensamen. Auf den Verpackungen stehen professionell und vielversprechend klingende Namen wie "Berliner Tiergarten" oder "Englischer Rasen". Bei all diesen (und ähnlichen) Bezeichnungen handelt es sich aber nicht um eine Qualitätsgarantie, denn gesetzliche Standards fehlen bei Samenmischungen für den Rasen.

Bei den Billigsamen bekommen Käufer und Käuferinnen zwar viele Samen für wenig Geld, sie werden aber häufig nicht glücklich mit ihrem neu angesäten Rasen. Bei den Angeboten zum verlockenden Preis handelt es sich nicht selten um Mischungen aus preiswerten Gräsersorten. Das Problem dieser Rasensamen:

  • Die Keimrate ist nicht so hoch wie bei hochwertigen Samen.
  • Das Gras wächst zwar erstmal schnell in die Länge, dafür aber kaum in die Breite – damit kann sich keine robuste und trittfeste Grasnarbe bilden.
  • Oft finden sich in den Mischungen Gräsersorten, die in einem Rasen eigentlich nichts zu suchen haben. Häufig sind Futtergräser untergemischt, die eigentlich als Viehfutter gedacht sind. Diesen Gräsern bekommt das wöchentliche Mähen gar nicht.

Fazit: Natürlich sind nicht alle günstigen Rasensamen zwangsläufig von schlechter Qualität. Langfristig ist es aber in jedem Fall sinnvoll, hochwertige Samen zu kaufen. Denn wer in hochwertiges Saatgut investiert, hat später deutlich weniger Probleme mit Unkraut und muss nicht so häufig nachsäen.

Der Rasen soll saftig grün aussehen, günstige Rasensamen wachsen aber oft nicht gut in die Breite.
Der Rasen soll saftig grün aussehen, günstige Rasensamen wachsen aber oft nicht gut in die Breite. (Foto: Shutterstock / Sashko)

Tipps für den Kauf von Rasensamen

Beim Kauf von Rasensamen sollten Sie auf Qualität setzen und Rasensamen zum Schnäppchenpreis kritisch überprüfen:

  • Schauen Sie sich die Gräsermischung genau an. Die Abkürzung "RSM" (steht für Regel-Saatgut-Mischung) gilt als Orientierungshilfe und sollte auf der Packung aufgedruckt sein.
"RSM-zertifiziert" steht für hochwertige Rasensamen
"RSM-zertifiziert" steht für hochwertige Rasensamen (Foto: Öko-Test / bw)
  • Die Rasensamen sollten zu dem von Ihnen gewünschten Verwendungszweck passen. So gibt es spezielle Mischungen für Sportrasen, Spielrasen, Schattenrasen, Zierrasen etc..
  • Monokulturen sind nicht sinnvoll, da sie empfindlicher gegenüber Pilzbefall sind. Wählen Sie am besten eine Mischung verschiedener erprobter Grassorten. Optimal sind Mischungen aus drei bis vier Gräserarten.
  • Wenn die Samen trocken gelagert werden, halten sie ungefähr drei Jahre. Danach sinkt die Keimfähigkeit um etwa zehn Prozent im Jahr.

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