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Rasen säen: Zeitpunkt, Rasensamen und Tipps für einen schönen Rasen

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Bauen und Wohnen | 01.04.2020

Rasen säen: Zeitpunkt, Rasensamen und Tipps für einen schönen Rasen
Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / MortenGraae

Ein schöner, dichter Rasen ist in jedem Garten ein Blickfang. Wenn Sie beim Rasen säen einige Punkte wie den passenden Zeitpunkt, den geeigneten Rasensamen und die richtige Aussaat beachten, können Sie sich in acht Wochen über eine attraktive Grünfläche mit gesundem Gras freuen.

Rasen säen ist eigentlich kein Hexenwerk – wenn Sie den richtigen Zeitpunkt wählen und sich anfangs ausreichend um das junge Grün kümmern. Besonders wenn die alte Rasenfläche löchrig ist und sich Moos und Unkraut durchsetzen, ist es sinnvoll, den Rasen neu anzulegen statt das Flickwerk auszubessern.

Rasen säen in fünf Schritten (Kurzfassung)

  • Optimal für die Aussaat sind das späte Frühjahr oder der frühe Herbst.
  • Der Boden sollte vor der Aussaat am besten planiert werden (z.B. mit einer Gartenwalze) und frei von Steinen und Unkraut sein.
  • Wählen Sie eine hochwertige Samenmischung.
  • In den Tagen nach der Aussaat müssen Sie den sprießenden Rasen mehrmals täglich wässern.
  • Bei ungefähr acht Zentimetern Halmlänge ist es Zeit, den Rasen zum ersten Mal zu schneiden.
Nach der Rasensaat wichtig: regelmäßig wässern!
Nach der Rasensaat wichtig: regelmäßig wässern! (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / EME)

Wann sollte man Rasen säen?

Da die Samen winterhart sind, können Sie neuen Rasen prinzipiell das ganze Jahr ansäen. Das beste Ergebnis erhalten Sie, wenn der Boden gut durchgefeuchtet ist und die Bodentemperatur in den Tagen nach der Aussaat nicht unter zehn Grad sinkt. Warme, aber nicht heiße Temperaturen und ausreichend Feuchtigkeit sind optimal.

Die besten Monate für die Aussaat sind April und Mai sowie August und September.

Säen Sie den neuen Rasen nicht kurz vor einem Wochenend-Trip oder dem Urlaub an. Die jungen Halme wollen gehegt und gepflegt werden.

Rasen aussäen – Schritt-für-Schritt-Anleitung

  • Boden umgraben: Achten Sie darauf, dass der Boden unkrautfrei ist. Graben Sie die spätere Rasenfläche sorgfältig um, ungefähr ein bis zwei Spatenstiche tief. Im Baumarkt können Sie dazu eine Motorfräse oder Motorhacke ausleihen, die das Graben erleichtert. Entfernen Sie beim Umgraben alle größeren Steine, Wurzelstücke und Unkräuter. Bei schweren, lehmigen Böden sollte etwas Sand untergemischt werden.

  • Boden vorbereiten: Der Boden sollte vor der Aussaat glatt und eben sein. Wenn der Boden Mulden aufweist, sammelt sich darin Regenwasser. Für das Ebnen eignet sich eine Rasenwalze, die ebenfalls im Baumarkt ausgeliehen werden kann. Sie können die Fläche aber auch zwei bis drei Wochen ruhen lassen, damit sich der Boden von alleine setzt. Bevor es ans Aussäen geht, sollte die oberste Erdschicht mit dem Rechen leicht aufgeraut werden. Die Samen haften dadurch besser im Boden und können optimal keimen.

  • Rasen säen: Optimal sind warmes, nicht zu heißes Wetter und die Aussicht auf leichte Niederschläge in den folgenden Tagen. Auf der Packung finden Sie eine Empfehlung, wie viel Samen Sie pro Quadratmeter ausstreuen sollten. Das gleichmäßige Verteilen der Samen von Hand ist schwierig, ein sogenannter Streuwagen sorgt hingegen für eine gleichmäßige Rasendichte. Zum Teil wird Rasensamen auch in praktischen Streuschachteln verkauft.
  • Nach der Aussaat: Die Samen nach dem Ausstreuen mit einem Holzrechen einen halben bis einen Zentimeter tief in den Boden einarbeiten.

Rasenpflege nach dem Säen

  • Den Rasen in den Tagen nach der Aussaat zwei bis drei Mal täglich für ungefähr zehn Minuten beregnen, am besten mit einem Rasensprenger. Der Boden sollte dabei nicht unter Wasser gesetzt werden.
  • Die nächsten acht Wochen gilt: Rasen betreten verboten! Die jungen Halme sollen in Ruhe keimen und wachsen.
  • Nach ein bis drei Wochen beginnt der Rasen zu sprießen. Auch danach gilt: Das zarte Grün regelmäßig gießen! Die jungen Halme sind sehr empfindlich und benötigen zwei bis drei Mal täglich Wasser.
  • Wenn der frische Rasen ungefähr acht Zentimeter hoch ist, können Sie ihn das erste Mal mähen. Nach dem zweiten Schnitt ist ein guter Zeitpunkt, um organischen Dünger auszubringen.
  • Zwei Monate nach der Aussaat kann der Rasen dann genutzt und auch beansprucht werden. 
Jetzt lesen: 11 organische Rasendünger im Test
Der richtige Zeitpunkt für den ersten Schnitt: Wenn die Halme acht Zentimeter lang sind
Der richtige Zeitpunkt für den ersten Schnitt: Wenn die Halme acht Zentimeter lang sind (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / Counselling)

Machen hochwertige Rasensamen Sinn?

Ja – die Investition in eine hochwertigen Samenmischung lohnt sich! Zwar lassen sich edlere Rasensamen beim Keimen gerne mehr Zeit als billigere Mischungen, dafür wächst der neue Rasen dichter und sieht später attraktiver aus.

Ein Problem bei billigen Rasensamen: Nur ein Teil der Samen keimt überhaupt. Das erhöht den Verbrauch – und macht die vermeintlich günstige Mischung letztlich kostspieliger als gedacht. Dazu kommt: Billigmischungen begünstigen das Ansiedeln von Unkräutern.

Tipp: Rasensamen nicht zu lange lagern, denn zu alte Mischungen keinem deutlich schlechter.

Welche Rasensamenmischung ist die richtige?

Rasensamen sind grundsätzlich Mischungen aus verschiedenen Gräsersamen. Abhängig von der angedachten Nutzung gibt es verschiedene Rasensorten:

  • Wer Kinder hat, die beispielsweise Fußball spielen und den Rasen strapazieren werden, sollte Samen für einen Spiel- oder Sportrasen wählen. Auch Hundebesitzer benötigen einen robusten Rasen.
  • Liebhaber von englischem Rasen sind mit Samen für Zierrasen gut beraten. Der dichte, grüne Teppich ist zwar schön anzusehen, aber empfindlich und pflegeintensiv.
  • Bei viel Baumbestand, hohen Hecken und viel Schattenflächen eignen sich spezielle Samen für robusten Schattenrasen.
Wer Kinder hat, sollte Samen für Spiel- oder Sportrasen wählen.
Wer Kinder hat, sollte Samen für Spiel- oder Sportrasen wählen. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / derJani)

Pflegetipps für einen gesunden Rasen

  • Regelmäßiges Mähen hält lästige Unkräuter fern. In der warmen Jahreszeit sind zwei Mal pro Woche optimal. Den kurzen Rasenschnitt können Sie ruhig liegen lassen, er verwandelt sich in biologischen Dünger und hindert die Grashalme nicht am Nachwachsen. Für einen dichten Rasen sollten Sie mindestens einmal pro Woche schneiden.
  • Entdecken Sie Löwenzahn oder Spitzwegerich, stechen Sie ihn am besten sofort heraus.
  • In Trockenphasen muss der Rasen gewässert werden. Der beste Zeitpunkt dafür: Abends, wenn die Sonne den Rasen (durch den Brennglas-Effekt der Wassertropfen) nicht mehr verbrennen kann.
  • Düngen im Frühjahr und im Herbst unterstützt das Rasenwachstum.

>> Zum Weiterlesen: Rasen pflegen: Tipps für einen schönen Rasen

Regelmäßiger Rasenschnitt hilft, Unkraut wie Spitzwegerich und Löwenzahn fernzuhalten.
Regelmäßiger Rasenschnitt hilft, Unkraut wie Spitzwegerich und Löwenzahn fernzuhalten. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / cornelinux / lasseholsthansen)

Rasen nachsäen

Sie möchten Ihren Rasen nicht komplett neu ansäen, sondern nur einzelne lichte Stellen ausbessern? Kein Problem. Auch hier ist das richtige Zeitfenster wichtig – am besten eignet sich das Frühjahr. Nach dem Winter zeigt sich am besten, wo der Rasen löchrig ist und wo Unkraut entfernt werden muss. Harken Sie den Boden an diesen Stellen gründlich und säen Sie die Rasensamen dann von Hand aus. Treten Sie die Samen fest und wässern Sie die nachgesäten Stellen sorgfältig und regelmäßig.

Jetzt lesen: 11 Organische Rasendünger im Test

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