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Korkparkette im Test: Wie schlägt sich Korkparkett als Fußbodenbelag?

Jahrbuch für 2018 | Autor: Daniel Waldschik | Kategorie: Bauen und Wohnen | 19.10.2017

Sieben von zwölf Korkparketten im Test sind empfehlenswert.
Foto: VanoVasaio/Shutterstock

Als Fußboden vereint der Rohstoff Kork etliche praktische Eigenschaften in sich. Unser ÖKO-TEST bestätigt das: Sieben Korkfertigparkette können wir empfehlen. Sie sind eine echte Alternative zu Bodenbelägen wie Teppich, Laminat und Co. – wenn auch etwas teurer.

Aktualisiert am 19.10.2017 | Weltweit stehen laut Deutschem Kork-Verband (DKV) Korkeichen auf einer Fläche von etwa 2,14 Millionen Hektar. Für die Korkgewinnung muss kein Baum gefällt werden. Die Rinde der Korkeiche erneuert sich von selbst, vorausgesetzt, die Axt dringt beim Schälen nicht zu tief in den Stamm ein und unterbricht die Flüssigkeitszufuhr.

Ist die erste Wertschöpfung der Korkernte mit Stopfen für Wein- und Sektflaschen abgeschlossen, fertigen Firmen aus den verbliebenen Resten unter anderem Korkfußboden, wie er in Baumärkten und im Fachhandel zu haben ist. Geschätzte fünf Millionen Quadratmeter werden laut DKV jährlich umgesetzt. Dank neuster Technik gibt es ihn im Handel mittlerweile in hochmodernen Dekoren.

ÖKO-TEST wollte wissen, wie sich Korkfertigparkett als Fußbodenbelag schlägt. Um das zu prüfen, haben wir insgesamt zwölf Naturoptikmodelle in Baumärkten und im Fachhandel eingekauft und aufwendigen Schadstoff- und Praxistests unterziehen lassen. Welche Hersteller produzieren nicht millimetergenau? Bei welchem Modell platzt im Stuhlrollentest die Deckschicht ab oder bekommt Risse?

Korkparkette im Test: Das Fazit

Selbst die Produkte mit der Bestnote im Gesamturteil überzeugten nicht durchweg. Die gute Nachricht: Mit Ausnahme der Modelle, die im Stuhlrollentest versagten, zeigten sich alle Böden resistent gegen äußere Einflüsse, darunter Flecken wie Wasser oder Reinigungsmittel. Auch im simulierten Möbelrücken haben alle überzeugt. Insgesamt sind sieben Korkparkette im Test empfehlenswert.

Einige Korkparkette überschreiten Maßtoleranzen

Die Abweichungen der Maße von fünf Korkböden liegen außerhalb des Toleranzbereichs laut Norm. Sie sind zwar für das menschliche Auge fast nicht zu erkennen. Trotzdem sollte sich Fußboden millimetergenau verlegen lassen.

So überschritten zwei Korkparkette die Länge der Deckschicht um mehr als die maximal vom Nennmaß erlaubten zwei Millimeter (mm). Die Dicke darf nicht mehr als 0,25 mm abweichen. Bei einem Produkt lag das Maß jedoch bei 0,30 mm, bei einem anderem bei 0,52 mm. Bei einem weiteren Korkboden haben wir sogar 0,81 mm gemessen.

Bei einem Fertigparkett kritisieren wir hingegen den Kantenversatz, also den Höhenunterschied, bei zusammengefügten Paneelen. 0,20 mm sind maximal in Ordnung – die gemessenen 0,25 mm nicht.

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Wie schlagen sich die Korkparkette im Stuhlrollentest?

Regelmäßig überprüft ÖKO-TEST Produkte auch auf Eigenschaften, die nicht in einer gesetzlichen oder freiwilligen Norm gefordert werden. Denn für die Kaufentscheidung der Verbraucher ist es wichtig zu wissen, welcher Bodenbelag belastbar ist und welcher nicht.

Fünf Produkte hatten nach dem Stuhlrollentest sichtbare Macken: Während sich bei drei Korkböden netzartige Haarrisse, starke Risse und eine teilweise abgeplatzte Deckschicht immerhin erst nach 25.000 Umdrehungen zeigten, gingen zwei andere Fertigparkette schon nach 10.000 Umdrehungen in die Knie.

Korkparkette im Test: So steht es um Schadstoffe

Nur zwei Korkböden zeigten sich schadstofffrei. In zehn anderen Produkten hat das Labor umstrittene halogenorganische Verbindungen nachgewiesen. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von mehreren Tausend Stoffen, von denen sich fast alle in der Umwelt anreichern.

Viele gelten als allergieauslösend, manche erzeugen Krebs. Flüchtige organische Verbindungen ließen sich allenfalls in Spuren nachweisen. Die Werte sind vernachlässigbar.

Gut zu wissen: Zahlen und Fakten zur Korkernte

  • Die Weltkorkernte beträgt jährlich etwa 200.000 Tonnen. Portugal erwirtschaftet davon gut 50 Prozent.
  • Ein einzelner Baum liefert je nach Standort pro Schälung etwa 40 bis 60 Kilogramm.
  • Von der Keimung bis zur Jungfernschälung muss eine Korkeiche gut 25 Jahre lang wachsen.
  • Je nach Lebensdauer und Standort eines Baumes lässt er sich 15 bis 20 Mal abernten.
  • Die zur Ernte ideale Rindendicke liegt für sie bei etwa dreieinhalb bis maximal fünf Zentimetern.
  • Erntebäume werden bis zu zwei Jahrhunderte alt.

Diesen Test haben wir zuletzt im Ratgeber Bauen 2017 veröffentlicht. Aktualisierung der Testergebnisse/Angaben für das Jahrbuch für 2018 sofern die Anbieter Produktänderungen mitgeteilt haben oder sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Bewertung von Mängeln geändert oder wir neue/zusätzliche Untersuchungen durchgeführt haben.

Weiterlesen auf oekotest.de:

Wir haben diese Produkte für Sie getestet

Testverfahren

Der Einkauf: Handwerklich geschickte und/oder schnell entschlossene Verbraucher, die ganz ohne Beratung auskommen, kaufen ihr neues Korkfertigparkett problemlos im Baumarkt. Wer etwas mehr fachmännische Anleitung - und vielleicht auch jemanden zum Verlegen - braucht, wird einen Fachhandel aufsuchen. Wir haben uns aus den Sortimenten beider Varianten bedient und Korkbeläge diverser Hersteller zwischen 13,99 Euro und 34,51 Euro pro Quadratmeter eingekauft.

Die Inhaltsstoffe: Aus Fußböden können problematische Verbindungen - darunter krebsverdächtiges Formaldehyd - ausgasen und die Raumluft belasten. Da Korkparkett ebenso wie andere Beläge aus mehreren und unterschiedlichen Materialschichten besteht, haben wir außerdem umfassend auf Schadstoffe wie Schwermetalle und PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen testen lassen.

Die elektrostatische Oberflächenspannung: Bodenbeläge können sich durch Reibung elektrostatisch aufladen. Im Labor haben Experten alltagstypische Belastungen bei üblichen Raumbedingungen nachgeahmt und gemessen, wie viel Spannung sich dabei über dem Boden aufbauen kann.

Die Praxisprüfung: Ein Prüflabor hat die Korkböden unterschiedlichen Normprüfungen unterzogen: Stimmen die geometrischen Abmessungen mit den angegebenen Maßen überein? Wie robust ist ein Boden beim Verschieben von Möbelstücken? Wie beständig ist Kork gegen Flecken oder Stuhlrollen?

Die Bewertung: Für Schadstoffe wie halogenorganische Verbindungen gibt es eine Note Abzug. Weil ein verlegter Boden langlebig sein soll, muss er sich im Praxistest robust zeigen. Versagt ein Produkt im Stuhlrollenversuch und bekommt Risse oder es platzt die Deckschicht ab, verschlechtert sich das Testergebnis um bis zu zwei Noten. Gleiches gilt, wenn die geometrischen Abmessungen nicht den Anforderungen entsprechen. Das Testergebnis Inhaltsstoffe fließt zu 30 Prozent, das Testergebnis Elektrostatische Oberflächenspannung zu 10 Prozent und das Testergebnis Geometrische Abmessungen und Beständigkeitsprüfungen zu 60 Prozent in das Gesamturteil ein.

Bewertungslegende

Bewertung Testergebnis Inhaltsstoffe: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führen zur Abwertung um eine Note: halogenorganische Verbindungen.

Bewertung Testergebnis Geometrische Abmessungen und Beständigkeiten: Unter dem Testergebnis Geometrische Abmessungen und Beständigkeiten führen zur Abwertung um jeweils zwei Noten: a) ein festgestellter Kantenversatz bei zusammengefügten Paneelen, der zu stark von der laut Norm erlaubten Toleranz von maximal 0,2 Millimetern abweicht; b) eine mangelnde Beständigkeit gegenüber Stuhlrollen bei 10.000 Umdrehungen. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) eine mäßige Feuchtigkeitsbeständigkeit, das bedeutet eine Dickenquellung von mehr als 18 bis 20 Prozent; b) eine festgestellte Dicke, die bezogen auf den Nennwert zu stark von der laut Norm erlaubten Toleranz von maximal 0,25 Millimetern abweicht; c) eine festgestellte Länge, die zu stark von der laut Norm erlaubten Toleranz von maximal zwei Millimetern abweicht; d) eine mangelnde Beständigkeit gegenüber Stuhlrollen bei 25.000 Umdrehungen.

Bewertung Testergebnis Weitere Mängel: Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um eine Note: Nutzungs- bzw. Beanspruchungsklasse nicht identifizierbar.

In das Gesamturteil gehen das Testergebnis Inhaltsstoffe zu 30 Prozent, das Testergebnis Elektrostatische Oberflächenspannung zu 10 Prozent und das Testergebnis Geometrische Abmessungen und Beständigkeiten zu 60 Prozent ein. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das "befriedigend" ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note.

Testmethoden

Testmethoden: Auslobungen: Maße, Paketinhalt, Flächenangaben, Nutzungs- bzw. Beanspruchungsklasse: per Deklaration.


Testmethoden Geometrische Abmessungen und Beständigkeitsprüfungen:
Geometrische Abmessungen: Die Bestimmung der geometrischen Abmessungen wurde gemäß DIN EN 14085:2011-07, Anhang A und B sowie DIN EN ISO:24346:2012-04 und DIN EN ISO:24342:2013-04 durchgeführt. 1) Abmessungen, gemessen an der Oberschicht: Die Prüfung wurde an fünf Elementen je Variante entsprechend DIN EN ISO24342:2013-04 mit der Schieblehre und einem Messtisch durchgeführt. 2) Gesamtdicke: Die Prüfung wurde an fünf Prüfkörpern je Variante entsprechend DIN EN ISO 24346:2012-04, Abschnitt 7 durchgeführt. 3) Rechtwinkligkeit: Die Prüfung wurde an fünf Elementen je Variante entsprechend DIN EN ISO 24342:2013-04 mit dem Dickenmessgerät (Fühlerlehre) durchgeführt. 4) Geradheit, gemessen an der Oberschicht: Die Prüfung wurde an den vier Kanten von fünf Elementen je Variante entsprechend DIN EN ISO 24342:2013-04 mit dem Dickenmessgerät (Fühlerlehre) durchgeführt. 5) Ebenheit des Paneels in Längsrichtung und in der Breite: Die Messungen in Längsrichtung und über die Breite wurden an fünf Elementen je Variante entsprechend DIN EN 14085:2011-07, Anhang A durchgeführt. Die Ergebnisse wurden separat für konvexe und konkave Abweichungen erfasst. 6) Fugenöffnungen zwischen den Paneelen: Die Messungen wurden an einer Prüfanordnung je Variante entsprechend DIN EN 14085:2011-07, Anhang B durchgeführt. Die Prüfanordnung bestand aus acht Elementen, die entsprechend DIN EN 14085:2011-07, Bild B.1 zusammengefügt wurden. 7) Höhendifferenz zwischen den Paneelen: Die Messungen wurden an einer Prüfanordnung je Variante entsprechend DIN EN 14085:2011-07, Anhang B durchgeführt. Die Prüfanordnung bestand aus acht Elementen, die entsprechend DIN EN 14085:2011-07, Bild B.1 zusammengefügt wurden. 1-7) Die Anforderungen wurden DIN EN 14085:2011-07, Tabelle 1 entnommen.


Bestimmung des Resteindrucks: Die Bestimmung des Resteindrucks erfolgte gemäß DIN EN ISO 24343-1:2012-04 (Elastische und Laminatbodenbeläge - Bestimmung des Eindrucks und des Resteindrucks - Teil 1: Resteindruck). Je Variante wurden drei Prüfkörper mit den Maßen 60 mm × 60 mm und der Gesamtdicke zugeschnitten. Vor der Prüfung wurden die Prüfkörper bei 23 °C und 50 % relativer Luftfeuchte bis zur Massekonstanz gelagert. Nach der Entnahme aus der Klimatisierung wurde die Ausgangsdicke t0 mit einer Genauigkeit von 0,01 mm gemessen. Nach dem Einbau in das Prüfgerät wurde die Prüfmasse von 500 N aufgebracht, die Last wurde 150 Minuten gehalten. Anschließend wurde der Prüfkörper ausgebaut und unbelastet gelagert. Nach weiteren 150 Minuten wurde die Enddicke t1 gemessen. Für jeden Prüfkörper wurde der Resteindruck t0 - t1 errechnet. Aus den drei Werten jeder Variante wurde der Mittelwert gebildet.
Bestimmung der Dickenquellung: Die Bestimmung der Dickenquellung erfolgte nach dem in ISO 24336:2005-03 (Laminate floor coverings - Determination of thickness swelling after partial immersion in water) beschriebenen Verfahren. Je Variante wurden vier Prüfkörper mit den Maßen 150 mm × 50 mm entnommen, zwei parallel mit der Längsrichtung des Paneels, zwei rechtwinklig zur Längsrichtung. Vor der Prüfung wurden die Prüfkörper bei 23 °C und 50 % relativer Luftfeuchte bis zur Massekonstanz gelagert. Auf jedem Prüfkörper wurden normgemäß drei Messpunkte gekennzeichnet, sodass je Variante und Prüfkörperorientierung sechs Messpunkte zur Verfügung standen. Die Prüfkörper wurden normgemäß über einen Zeitraum von 24 Stunden in 20 °C warmem Wasser gelagert. Vorher wurden die Ausgangsdicken tin, nach der Lagerung die Enddicken tfin gemessen. Aus diesen Werten wurde die Dickenquellung an jedem Messpunkt errechnet. Aus den sechs Werten für eine Variante und eine Prüfkörperorientierung wurde ein Mittelwert gebildet. Aus den beiden Mittelwerten der verschiedenen Orientierungen wurde ein Gesamtmittelwert pro Variante errechnet.


Bestimmung der Fleckenunempfindlichkeit: Die Bestimmung der Fleckenunempfindlichkeit wurde gemäß EN 438-2:2016-06, Abschnitt 26, mit den drei Prüfmitteln Kaffee, Wasser und Reinigungslösung (mit Abdeckung) durchgeführt. Die Prüfflüssigkeiten wurden auf die Prüfoberfläche mittels durchtränkter Filterpapierscheiben aufgebracht und mit einer Petrischale aus Glas abgedeckt. Nach einer festgelegten Einwirkdauer von zehn Minuten wurden die Petrischalen und die Filterpapierscheiben entfernt und die Prüfoberflächen gereinigt. Dann wurden die Prüfoberflächen ohne Abdeckung 30 Minuten lang im Prüfklima unberührt belassen. Danach wurden die Prüfoberflächen auf Veränderungen wie Entfärbung, Glanz- und Farbänderung, Blasenbildung und Aufquellen untersucht. Die Bewertung der Prüfergebnisse erfolgt nach einem numerischen Einstufungscode.
Bestimmung des Verhaltens bei einer nachgeahmten Verschiebung eines Möbelfußes: Der Versuch zur Bestimmung des Verhaltens bei einer simulierten Möbelfußverschiebung wurde auf der Grundlage der EN 424:2002-04 (Elastische Bodenbeläge - Bestimmung des Verhaltens bei einer nachgeahmten Verschiebung eines Möbelfußes) durchgeführt. Als Prüfgerät kam eine nach oben genannter Vorschrift im IHD konstruierte Prüfeinrichtung gemäß EN 424:2002-04 zum Einsatz. Die Prüfung wurde mit Stempel Typ 2 durchgeführt.
Beständigkeit gegenüber Stuhlrollen: Die Beständigkeit gegenüber Stuhlrollen wurde gemäß EN 425:2002-08 (Elastische Bodenbeläge und Laminatböden-Stuhlrollen-Versuch) mit einem Stuhlrollengerät nach 25.000 Umdrehungen mit weichen Rollen durchgeführt (Typ W, weiche Lauffläche, nach 4.2.2 und 5.4.4.2 gemäß EN 12529:1998). Die Rollenlaufflächen müssen aus Polyurethan sein, und die Oberfläche der Rollenräder muss eben, ohne Rillen (Kerben) oder harte Verkrustungen sein. Das Stuhlrollengerät besteht aus einem kreisförmigen Tisch und einer beweglichen Platte. Der kreisförmige Tisch bewegt sich mit einer Drehzahl von 20 Umdrehungen/Minute, und die Drehrichtung wird nach jeweils 60 Umdrehungen mit einer Pause von fünf Sekunden gewechselt. An einer beweglichen Platte, die sich in gleicher Richtung wie der kreisförmige Tisch, jedoch mit einer Drehzahl von 50 Umdrehungen/Minute dreht, sind die drei Stuhlrollen angebracht. Diese belasten den Prüfkörper mit einer Masse von 90 kg (pro Stuhlrolle 30 kg).


Testmethoden Elektrostatische Oberflächenspannung: Messung nach alltagstypischer Reibung bei Lufttemperaturen von 19 bis 21 °C und 40 bis 45 % relativer Luftfeuchte ohne leitenden Unterboden; circa 1.000 cm² Bodenbelag, Proben waren vorab mehrere Tage den Klimabedingungen ausgesetzt, Luftionisation im Messraum 600 bis 800 Ionen pro cm³; Untergrund: ein schwimmend über Polystyrol verlegter Holzfußboden oder direkt Polystyrol; Oberflächen wurden fünf bis zehn Sekunden vor der Messung mit alltagstypischen Reibungen provoziert (Schuhe mit verschiedenen Sohlen, Handfläche, verschiedene Textilien); die Messungen der Oberflächenspannungen wurden mindestens fünfmal wiederholt, die Widerstandsmessungen mindestens dreimal; die Oberflächenwiderstandsmessungen wurden im Abstand der Messelektroden von zehn Zentimetern durchgeführt; verwendete Messgeräte: Elektrofeldmeter EFM 022, EFM 110 bzw. EFM 251, Tera-Ohm-Meter TOM 374 mit verschiedenen Messelektroden, Insulation-Tester Beha Typ Giga Ohm 93406, Feuchte- und Temperaturmessgerät Testo 615, Luftionenmessgerät Ionometer IM 5005.

Testmethoden Inhaltsstoffe:
Halogenorganische Verbindungen: a) Wasserdampfdestillation, Binden der organischen Halogene an Aktivkohle, Verbrennung der Aktivkohle im Sauerstoffstrom, microcoulometrische Bestimmung des Halogengehalts; b) Extraktion mit Essigester, Verbrennung des Extrakts im Sauerstoffstrom, microcoulometrische Bestimmung des Halogengehalts.
Formaldehydemission: Emissionsprüfzelle nach 24 Stunden; HPLC-DAD nach Desorption.
Flüchtige organische Verbindungen: Emissionsprüfzelle nach 24 Stunden; GC-MS nach Thermodesorption. Die Umrechnung erfolgte auf einen Raum mit den Maßen 4 m × 3 m × 2,5 m und einer Luftwechselzahl von 0,5/h. Zugrunde gelegt wurde eine Produktoberfläche von 12 m².
PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen, Elemente: Röntgenfluoreszenzanalyse.

Einkauf der Testprodukte: Oktober 2016.

Diesen Test haben wir zuletzt im Ratgeber Bauen 2017 veröffentlicht. Aktualisierung der Testergebnisse/Angaben für das Jahrbuch für 2018 sofern die Anbieter Produktänderungen mitgeteilt haben oder sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Bewertung von Mängeln geändert oder wir neue/zusätzliche Untersuchungen durchgeführt haben.

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