Kopfkissen waschen: Worauf Sie achten müssen

Autor: Redaktion (lw) | Kategorie: Bauen und Wohnen | 18.10.2022

Kopfkissen waschen: Wie geht es richtig?
Foto: Shutterstock/My Hardy

Wie oft man seine Kopfkissen waschen sollte, hängt vom persönlichen Hygienempfinden ab – und auch davon, wie viel man im Bett schwitzt oder krümelt. Zeigt das Kissen aber schon Flecken oder beginnt, abenteuerlich zu riechen, ist es Zeit für die Wäsche. Das sollten Sie dabei beachten.

Dass Bett- und Kopfkissenbezüge mindestens alle vier Wochen in die Wäsche gehören, ist klar. Aber auch die Bettdecken und Kopfkissen selbst sollten regelmäßig gereinigt werden. Da das Bettzeug – Bezüge hin oder her – regelmäßig mit unserem Körper (und darüber mit Schweiß, Speichel, Hautschuppen & Co.) in Kontakt kommen, können sich in Decken und Kissen mit der Zeit Keime bilden.

Kopfkissen waschen: Das sollten Sie wissen

Spätestens wenn Ihr Kopfkissen anfängt, muffige Gerüche von sich zu geben, sich zu verfärben oder Flecken aufzuweisen, wissen Sie, dass es Zeit ist, ihm mal wieder eine gründliche Reinigung zu spendieren. Ein Waschgang alle sechs bis zwölf Monate ist dabei ein guter Anhaltspunkt. Wer unter einer Hausstaubmilbenallergie leidet, wird seine Kopfpolster sogar noch häufiger reinigen wollen – lesen Sie dazu auch: Hausstaubmilbenallergie: Mit diesen Tipps finden Sie erholsamen Schlaf.

Aber wie werden Kopfkissen eigentlich gewaschen? Muss man sie gleich zum Profi bringen? Oder dürfen Sie beispielsweise Kissen, die mit Daunen gefüllt sind, einfach so in die Waschmaschine stecken? Wir erklären, was Sie wissen müssen, damit Ihre Kissen sauber werden und in Form bleiben.

Tipp: Probieren Sie es vor dem Waschen ruhig auch einmal mit einem gründlichen Auslüften der Kissen, indem Sie sie beispielsweise einen Tag lang draußen auf die Leine hängen. Vielleicht lässt sich so sogar ein Waschgang (pro Halbjahr) sparen?

Welche Kissen Sie nicht waschen dürfen

Härtere Funktionskissen (ergonomische Kissen) dürfen nicht gewaschen werden. Auch Kissen aus Latex oder Leder müssen per Hand gereinigt werden und gehören nicht in die Maschine.

Bei allen anderen Kopfkissen gilt: Werfen Sie als Erstes immer einen Blick auf das Pflegeetikett des Kissens, auf dem die wichtigsten Wasch- und Pflegehinweise zu finden sind. Das Material bzw. dessen Mix bestimmen nämlich darüber, ob und bei wie viel Grad ein Kopfkissen gewaschen und getrocknet werden darf.

Wenn Sie den Herstellerangaben folgen, die Sie auf dem Etikett finden, sind Sie deshalb am besten beraten.

Kopfkissen ohne Pflegetikett waschen

Gibt es kein Etikett am Kissen, ist es unlesbar oder verlorengegangen, gilt normalerweise Folgendes:

  • Synthetikkissen, die beispielsweise mit Polyester gefüllt sind, dürfen fast immer bei niedrigen Temperaturen (30 Grad) gewaschen werden, am besten möglichst schonend und ohne zu schleudern. Da sie aus Kunststoff bestehen, behalten sie ihre Form in der Regel gut bei.
  • Auch Daunen- bzw. Federkissen lassen sich in aller Regel maschinenwaschen, ebenfalls bei niedrigen Temperaturen und mit einem speziellen Daunenwaschmittel oder Feinwaschmittel (jeweils sparsam dosieren). Hier bietet sich das Feinwaschprogramm der Maschine an.
  • Kissen, die mit natürlichen Materialien wie Naturlatex oder (Bio-)Baumwolle gefüllt sind, sind hingegen nicht in allen Fällen für die Waschmaschine geeignet. Dürfen sie gewaschen werden, sind auch hier geringe Temperaturen die beste Wahl. 30 Grad reichen nicht nur aus, um Keime zu beseitigen, sondern sind auch besser für die Umwelt.

Zeigt das Pflegeetikett eine durchgestrichene Wasserschüssel, darf ein Kopfkissen – egal aus welchem Material – nicht in der heimischen Maschine gewaschen werden. Hier bleibt nur der Gang in die Textil-Reinigung, wo das professionelle Kissenwaschen zwischen 10 und 20 Euro kostet.

So trocknen Kopfkissen richtig

Zum Trocknen von Polyester-, Natur- oder Daunenkissen bietet sich besonders der Wäschetrockner an, auch wenn er wegen seines hohen Energieverbrauchs normalerweise keine gute Wahl ist. Denn: Trocknet man Kissen langsam(er) an der Luft, ist das zwar deutlich energieeffizienter, kann aber mehrere Tage dauern. Vor allem Daunenkissen sind zudem anfällig für Muff, wenn sie zu lange feuchtbleiben.

Nehmen Sie Kopfkissen nach der Wäsche deshalb auch so schnell wie möglich aus der Maschine, schütteln Sie sie auf und wringen Sie sie gegebenenfalls aus, um möglichst viel Feuchtigkeit zu entfernen.

Wenn Sie den Trockner nutzen, können Sie zwei bis drei Tennisbälle mit in die Trommel geben: Sie sollen dafür sorgen, dass Daunenkissen fluffiger aus dem Gerät kommen. Klopfen Sie die Kissen nach einem ersten Trocknerdurchlauf gründlich auf und lassen Sie sie dann eine weitere Runde drehen. Stellen Sie anschließend sicher, dass die Kissen nicht nur äußerlich trocken wirken, sondern auch die Federn im Inneren nicht mehr feucht sind. (Und: Auch beim Trocknen bitte Pflegehinweise beachten!) 

Kopfkissen trocknen ohne Trockner

Im Sommer und bei warmen Temperaturen lassen sich Kopfkissen natürlich auch im Freien trocknen. Achten Sie aber darauf, Federkissen nicht direkt in die Sonne zu hängen, da Daunen verhältnismäßig empfindlich sind. Am besten sollten Kissen ohnehin flach auf einem Wäscheständer liegen, um nicht an Form zu verlieren, sowie regelmäßig auf- und ausgeschüttelt und gewendet werden.

Im Winter können Kissen in der Nähe der Heizung flach auf den Wäscheständer gelegt werden, damit sie schneller trocknen. Vergessen Sie auch hier nicht, die Kopfkissen während des Trocknens immer wieder aufzuschütteln und zu wenden, damit die Federn nicht verklumpen und vollständig durchtrocknen können.

Kopfkissen bei ÖKO-TEST

Damit Sie beim nächsten Kissenkauf nicht ohne Orientierung dastehen, haben wir gerade erst Kopfkissen (80 x 40 cm) getestet. Gut: Viele haben die Wasch- und Schadstoffprüfungen bestanden. Nicht so gut: Einige liefen aber auch ein oder enthielten Schadstoffe. Alle Produkte und Test-Ergebnisse finden Sie im ePaper – klicken Sie dazu einfach auf den folgenden Kasten:

Weiterlesen auf oekotest.de: