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Klee statt Rasen? Warum Sie Klee wachsen lassen sollten

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Bauen und Wohnen | 03.05.2022

Klee im Rasen ist eine gute Idee.
Foto: Shutterstock / Vadym Sh

Klee verbreitet sich im Sommer so schnell im Rasen, dass es eine Überlegung Wert ist, den Klee nicht als Unkraut, sondern als Glücksbringer zu betrachten. Hier erfahren Sie, was für Klee als Rasenalternative spricht und wie Sie den Klee-Rasen am besten pflegen.

Für die meisten Hobbygärtner ist Klee nicht mehr als ein lästiges Unkraut. Richtig ist: Klee breitet sich gerne und schnell aus, vorzugsweise im Rasen. Klee ist in Hinsicht auf seinen Standort nicht besonders wählerisch und gedeiht auch bei Trockenheit und Nährstoffmangel.

Das alles spricht durchaus für die grüne Glückspflanze: Mit seinen Eigenschaften ist Klee eigentlich ein optimaler Ersatz für den Rasen. Zumindest für Lagen, an denen ein dichter, grüner Grasbewuchs jedes Jahr aufs Neue zu scheitern droht.

Klee als Rasenersatz

Klee hat viele gute Eigenschaften, die ihn zu einer guten Alternative zu herkömmlichem Rasen machen:

  • Klee verbessert den Boden. Eine Besonderheit dieser Hülsenfrüchtler sind Knöllchen, die sich an den Pflanzenwurzeln bilden. Die sogenannten Knöllchenbakterien, die sich hier bilden, reichern Stickstoff im Boden an. Außerdem lockern die Wurzeln des Klees den Boden.
  • Rot- und Weißkleeblüten sind eine wertvolle Nektarquelle für Insekten wie Bienen, Schmetterlinge und Hummeln.
  • Klee schließt Lücken in der Rasenfläche schnell.
  • Die Kleeart, die am häufigsten im Rasen vorkommt, ist Weißklee. Seine Blätter und Blüten sind essbar und machen sich gut in Salaten.
  • Wo Klee wächst, haben Unkräuter und Beikräuter kaum eine Chance, sich auszubreiten. Auch Moos hat in einem Klee-Rasen schlechte Karten:

Tipp: Lassen Sie den Klee in Ihrem Rasen doch einfach wachsen! Viele ökologische Gründe sprechen für Klee als Rasenersatz – und Sie sparen sich nebenbei viel Zeit und Nerven, wenn Sie nicht permanent Kleepflanzen entfernen und Rasen nachsäen müssen. Optimal ist eine Mischung aus Klee und Gras: Der Weißklee beispielsweise versorgt den Boden mit Stickstoff, wovon die Pflanzen in seiner Umgebung profitieren. 

Aber vorsicht bei kleinen Kindern: Eltern sollten vorsichtig sein, wenn der Klee zu blühen beginnt: Die Blüten ziehen Insekten an, die zur Gefahr werden können, wenn Kinder auf dem Rasen spielen. In dem Fall gilt: Mähen Sie den Klee-Rasen wöchentlich, damit er nicht zu blühen beginnt. 

Klee im Rasen: Viel spricht dafür, wenig dagegen.
Klee im Rasen: Viel spricht dafür, wenig dagegen. (Foto: Shutterstock / Konoplytska)

Klee-Rasen pflegen: Nichts leichter als das

Entweder Sie erlauben dem Klee, der sich zeigt, sich auszubreiten – oder Sie säen Klee extra aus. Hier empfiehlt sich Mikroklee, der derzeit als Rasenalternative im Trend liegt. Mikroklee (auch Zwergklee genannt) ist eine moderne Züchtung des Weißklees. Er hat einen niedrigeren Wuchs, kleinere Blätter und wächst besonders dicht. 

Die Pflege eines Kleerasens ist leicht:

  • Sie müssen den Kleerasen nicht düngen.
  • Sie müssen kein Unkraut jäten oder vertikutieren.
  • Einmal wöchentlich wässern genügt.
  • Nur wenn der Klee Blüten bilden kann, hat er die Möglichkeit, sich selbst auszusäen.

Klee entfernen & vermeiden

Sollten Sie keinen Gefallen an Klee als Rasenalternative gefunden haben, können Sie ihn auch wieder los werden. Wenn Sie den Klee beseitigen möchten, können Sie den Rasen vertikutieren und freie Stellen nachsäen. Einzelne Kleepflanzen können Sie auch mit dem Unkrautstecher entfernen, am besten nachdem es geregnet hat und die Erde feucht ist. Aber: Komplett vermeiden lässt sich Klee meist nicht, da er sich durch Wind und Insekten verbreitet. 

So verhindern Sie, dass sich der Klee im Rasen weiter verbreitet:

Durch die richtige Rasenpflege bleibt der Rasen gesund und stark, der Klee hat weniger Chancen zu wachsen und sich auszubreiten. Das bedeutet:

  • den Rasen regelmäßig düngen, zum Beispiel mit Hornmehl
  • regelmäßig wässern
  • den Rasen regelmäßig mähen, so dass der Klee nicht zu blühen beginnt
  • Lücken im Rasen sofort nachsäen, damit sich dort kein Klee breit machen kann

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