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Feuerwanzen im Garten bekämpfen: Sind die Wanzen gefährlich?

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Bauen und Wohnen | 22.05.2021

Wir erklären, ob Feuerwanzen im Garten gefährlich sind und Sie sie bekämpfen sollten.
Foto: Shutterstock / Real Moment

Die warme Frühlingssonne lockt Scharen von Feuerwanzen aus ihren Winterquartieren. Die Krabbler mit dem charakteristischen rot-schwarzen Muster sitzen in großen Gruppen auf Steinen, an Bäumen und Hauswänden – und sehen gefährlich aus. Viele Hobbygärtner fragen sich, ob sie die Feuerwanzen bekämpfen müssen.

  • Feuerwanzen sehen mit ihrer auffälligen Musterung zwar gefährlich aus, sie sind aber eher Lästlinge als Schädlinge.
  • Feuerwanzen sollten Sie auf keinen Fall mit chemischen Mitteln bekämpfen.
  • Wenn Sie Feuerwanzen unbedingt loswerden wollen, können Sie das mit drei einfachen Methoden.

Wie kann man Feuerwanzen bekämpfen? 

Das wichtigste vorab: Sowohl für den Menschen als auch für Pflanzen sind Feuerwanzen absolut ungefährlich. Sie richten an den Pflanzen in Ihrem Garten keinerlei Schaden an. Wer die kleinen Wanzen trotzdem loswerden möchte, kann sie vorsichtig mit dem Handbesen einsammeln und in guter Entfernung an einem trockenen, sonnigen Platz aussetzen.

Da Feuerwanzen vor allem die Samen und Früchte von Stockrosen und Malven mögen, sollten Sie verblühte Fruchtstände möglichst rasch entfernen.

Feuerwanzen bekämpfen: Holzspäne können helfen

Wenn Sie die Feuerwanzen nichtsdestotrotz unbedingt loswerden möchten, gibt es – neben dem Einsammeln und Umsiedeln – eine umweltfreundliche Variante: Die Holzspäne und das Reisig der in Nordamerika beheimateten Balsam-Tanne ("Abies balsamea") hemmen die Entwicklung der Feuerwanzen, sie können keine Eier mehr legen und damit nicht mehr für Nachkommen sorgen.

Es genügt, Reisig oder Späne an den Lieblingsplätzen der Feuerlarven zu verteilen. Die Späne der Balsamtanne bekommen Sie im Gartencenter oder Baumarkt.

Feuerwanzen sehen gefährlich aus – sind aber völlig harmlos.
Feuerwanzen sehen gefährlich aus – sind aber völlig harmlos. (Foto: Shutterstock / Robson90)

Feuerwanzen nicht mit Chemie bekämpfen

Feuerwanzen sollten Sie auf gar keinen Fall mit chemischen Mitteln bekämpfen. Erstens gibt es nicht wirklich einen Grund, die kleinen Krabbeltiere loszuwerden, und zweitens schaden Sie damit den Wanzen und anderen Insekten wie Hummeln und Bienen.

>> Lesetipp: Tierfreundlicher Garten: 10 Tipps für den Naturgarten

So erkennen Sie Feuerwanzen

Feuerwanzen (Pyrrhocoridae) gehören zur Familie der Wanzen. Besonders im Frühjahr sitzen die kleinen Krabbler in großen Gruppen in der wärmenden Sonne. Die Wanzen sind neun bis zwölf Millimeter lang und sehen auf den ersten Blick gefährlich aus: Kopf und Rücken sind rot-schwarz gefärbt, das Muster aus Kreisen und Flecken signalisiert allen potentiellen Fressfeinden "Lieber nicht fressen!".

Der Körper der Feuerwanze ist länglich-oval und leicht abgeflacht. Feuerwanzen haben lange Fühler und verkürzte Flügel, mit denen sie nicht fliegen können. Nur einige wenige Individuen sind in der Lage zu fliegen, allermeist handelt es sich hier um Männchen.

Zur Lieblingsnahrung von Feuerwanzen zählen die Samen von Lindenbäumen, Rosskastanien und Malven. 

Was Sie über Feuerwanzen wissen sollten

  • Wird die Feuerwanze gereizt, versprüht sie eine stinkende Flüssigkeit, die zudem auch noch scheußlich schmeckt. Mit Erfolg, denn die Feuerwanze hat damit so gut wie keine Fressfeinde. Jeder Vogel, der einmal eine Feuerwanze probiert hat, wird diesen Versuch nicht wiederholen.
  • Das Sekret der Feuerwanze ist nicht giftig und für Menschennasen fast nicht zu riechen.
  • Feuerwanzen können keine Krankheiten übertragen.
  • Auch das Gerücht, dass Feuerwanzen beißen, ist falsch. Wie alle Wanzen besitzen Feuerwanzen keine Beißwerkzeuge, sie nehmen Nahrung mit Hilfe eines Stechrüssels zu sich. 
  • Feuerwanzen kommen allermeist nicht in unsere Häuser und Wohnungen. Sollten Sie doch mal eine bei sich zu Hause finden: Einfach mit dem Handbesen vorsichtig in ein Gefäß kehren und draußen wieder aussetzen.

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