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27.12.2023

ÖKO-TEST kritisiert „klimaneutrale“ Gesichtscremes

Viele plagt im Winter trockene Haut. Entsprechend sanft möchte man sie pflegen. Die Mehrheit der sensitiven Gesichtscremes im Test enthält von ÖKO-TEST grünes Licht. Fünf hingegen fallen mit ungenügend durch. Punktabzug gibt es auch für Anbieter, die nach Meinung von ÖKO-TEST Greenwashing betreiben.

ÖKO-TEST hat 50 Gesichtscremes für trockene Haut getestet. Ausgerechnet die drei Apothekenprodukte der Marken Avène, La Roche-Posay und Hormocenta fallen im Test mit „ungenügend“ durch. ÖKO-TEST kritisiert unter anderem die darin enthaltenen Silikone und Paraffine sowie aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH), unter denen sich krebserregende Bestandteile befinden können. „Ungenügend“ lautet auch das Urteil für die Testprodukte der Marken Mouson und Neutrogena – auch hier wegen bedenklicher Inhaltsstoffe.

Neben der Rezeptur der Produkte nimmt ÖKO-TEST Auslobungen wie „klimaneutral“ und „Anti-Aging“ unter die Lupe und wertet bei unzureichenden Angaben und Belegen ab. „Wenn Anbieter Werbung in Bezug auf CO2 oder Klima machen wollen, dann muss es auch transparent auf der Verpackung erklärt werden. Leider ist das selten der Fall“, sagt Kerstin Scheidecker, ÖKO-TEST Chefredakteurin. „Aus unserer Sicht gehören Greenwashing-Aussagen wie ‚klimaneutral‘ oder ‚CO₂-neutral‘ ohne tatsächlichen Nachweis für die anerkannte Umweltleistung verboten.“

ÖKO-TEST begrüßt daher die Richtung, in welche die geplante EU-Gesetzgebung weist: Laut der angekündigten Green-Claims-Richtlinie muss in Zukunft deutlich gekennzeichnet werden, was hinter den Umweltaussagen auf Produkten steckt. Pauschale Werbeclaims ohne nähere Erläuterungen wären dann nicht mehr erlaubt.

Nachweise fordert ÖKO-TEST auch bei Anti-Aging-Aussagen. Im Test sollten die Anbieter die tatsächliche Wirkung mit vollständigen und überzeugenden, produktbezogenen Studien belegen. Die Ergebnisse sind laut der Verbraucherschützer ernüchternd. „Mit solchen Werbeversprechen schüren Anbieter Hoffnungen bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern, die gar nicht erfüllt werden können“, kritisiert Scheidecker.

Weitere Informationen und den aktuellen Test finden Sie in der Januarausgabe des ÖKO-TEST-Magazins und unter: oekotest.de/14304

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