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Wimpernkleber

08.02.2018

Wimpernkleber

Kann man Wimpernkleber bedenkenlos verwenden?

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08.02.2018 | Künstliche Wimpern sind an Karneval der Hit, sorgen aber bei vielen Frauen auch im Alltag für einen dramatischen Augenaufschlag. Der beiliegende Kleber, mit dem die künstlichen Wimpern am Augenlid direkt oberhalb der natürlichen Wimpern befestigt werden, kann allerdings höchst problematische Inhaltsstoffe enthalten. Stichproben, die ÖKO-TEST im Einzelhandel eingekauft hat, zeigen, dass die Produkte unter anderem Methacrylate enthalten, die Allergien auslösen können. Besonders alarmierend: Auf einem Produkt ist sogar Formaldehyd deklariert. Es wird in der Regel als Konservierungsstoff eingesetzt. In der Laboranalyse waren darin mehr als 5000 Milligramm pro Kilogramm (mg/kg) freies und/oder abspaltbares Formaldehyd nachweisbar. Formaldehyd ist ein stechend riechendes Gas, das schon in geringen Mengen die Schleimhäute reizt, Allergien auslösen kann und krebsverdächtig ist. ÖKO-TEST wertet die Substanz in Kosmetikprodukten ab 10 mg/kg, in Klebstoffen ab 20 mg/kg streng ab. In Kosmetikprodukten soll Formaldehyd schon bald endgültig verboten sein - die Krux: Wimpernkleber lässt sich nicht eindeutig als Kosmetikprodukt einordnen. Das führt zu einem weiteren Problem: Skandinavische Verbraucherschützer monierten unlängst, dass auf vielen Fake-Lashes-Packungen eine Angabe der Inhaltsstoffe komplett fehle und Verbraucher so überhaupt nicht nachvollziehen könnten, was sie sich auf die Augenlider reiben.