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Strapazierte Haut in Corona-Zeiten: Was jetzt gegen trockene Hände hilft

Autor: Annette Dohrmann | Kategorie: Kosmetik und Mode | 20.03.2020

Corona-Krise: Handpflege ist bei trockenen und rissigen Händen wichtig.
Foto: cunaplus/Shutterstock

Die Hände gründlich mit Seife waschen – das gilt in Corona-Zeiten als eine der wichtigsten Vorsorgemaßnahmen, um sich vor dem Virus zu schützen. Umso wichtiger ist es, die vom vielen Waschen beanspruchte Haut jetzt gut zu pflegen. Was jetzt am besten hilft.

Tenside in Seifen und der in Desinfektionsmitteln enthaltene Alkohol entziehen der Haut körpereigene Fette und greifen ihren natürlichen Säureschutzmantel an. Die Folge: Die Haut an den Händen trocknet aus, schuppt womöglich, rötet sich, kann brennen oder gar rissig werden. Und: Schädliche Mikroorganismen können leichter in die Haut eindringen. Cremen Sie daher Ihre Hände jetzt regelmäßig ein.

Welche Handcremes bieten den besten Schutz?

Am besten deponieren Sie mehrere Handcremes in Reichweite – am Schreibtisch im Home-Office, in der Küche, im Bad. Wichtig: die Handcremes sollten frei sein von bedenklichen Substanzen und solchen, die die ohnehin beanspruchte Haut zusätzlich belasten.

Naturkosmetik ist dabei in aller Regel die beste Wahl. Sie pflegt mit natürlichen Ölen und Fetten und verzichtet etwa auf umstrittene PEG-basierte Emulgatoren, die die Haut durchlässiger machen können für Fremdstoffe. In Naturkosmetik tabu sind auch Paraffine und/oder Silikone, mit denen etliche konventionelle Handcremes fetten. Die Stoffe integrieren sich nicht so gut ins Gleichgewicht der Haut wie natürliche Öle und Fette.

Pflanzliche Öle versorgen die Haut mit wertvollen Fettsäuren. Essentielle ungesättigte Fettsäuren helfen, die Elastizität der Haut zu erhalten. Je weiter vorn sie in der Zutatenliste stehen, desto höher ist ihr Anteil in der Rezeptur.

Jetzt gratis lesen: Welche Handcremes wir im Test empfehlen

So erkennen Sie natürliche Öle und Fette 

In Handcremes häufiger eingesetzte natürliche Öle und Fette (mit den sogenannten Inci-Namen in Klammern) sind:

  • Olivenöl (Olea Europaea Oil)
  • Sojaöl (Glycine Soja Oil)
  • Sheabutter (Butyrospermum Parkii Butter)
  • Kokosöl (Cocos Nucifera Oil)
  • Jojobaöl (Simmondsia Chinensis Seed Oil)
  • Mandelöl (Prunus Amygdalus Dulcis Oil)
  • Sonnenblumenöl (Helianthus Annuus Seed Oil)

Sie alle sind pflanzlich und daher auch für Veganer geeignet.

Handpflege: Was können Sie tun, um ihre trockenen und rissigen Hände zu pflegen? Wir geben Tipps.
Handpflege: Was können Sie tun, um ihre trockenen und rissigen Hände zu pflegen? Wir geben Tipps. (Foto: Pixel-Shot/Shutterstock)

Weitere gute Wirkstoffe bei trockener Haut

Weitere Wirkstoffe in Handcremes, die trockene Haut besonders gut versorgen:

  • Glycerin
  • Urea (Harnstoff)
  • Panthenol
  • Allantoin

Glycerin bindet die Feuchtigkeit in der Haut. Es ist Zutat in fast allen Handcremes – in Naturkosmetik wie auch in konventionellen. Harnstoff bindet Wasser, was trockener Haut hilft, und lindert den Juckreiz. Panthenol und Allantoin beruhigen stark beanspruchte Haut und spenden ihr Feuchtigkeit. Beide Substanzen werden vor allem in konventionellen Handcremes eingesetzt. 

Handpflege: Was sonst noch gut tut

Sollten Sie keine Handcreme parat haben, finden Sie schnelle Pflege wahrscheinlich auch in Ihrer Küche: Bio-Kokosöl, Sonnenblumen- oder Olivenöl. Massieren Sie ein wenig davon in die feuchten Hände ein. Gönnen Sie stark strapazierten Händen eine Intensivkur über Nacht: Cremen Sie sie vor dem Schlafengehen dick mit fettiger Creme ein und ziehen Sie Baumwollhandschuhe (z.B. aus der Apotheke) an.

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