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Ratgeber: Pflanzenhaarfarben

Ratgeber Kosmetik 2016
vom 09.06.2016

Ratgeber: Pflanzenhaarfarben

Natur in der Haupt-Rolle

Pflanzenhaarfarben? Damit verbinden viele noch immer Öko-Muff und grelles Henna. Und graue Haare abdecken, das geht mit den natürlichen Pigmenten erst recht nicht. Oder vielleicht doch?

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09.06.2016 | Gemeinsam mit Naturfriseurin Elvira Hermenau treten wir den Gegenbeweis an und zeigen, dass Pflanzenhaarfarben wesentlich vielseitiger und modischer sind als ihr Ruf. "Natürlich gibt es gewisse Limits bei Naturfarben", räumt Hermenau, Chefin von vier "Just Nature"-Friseursalons, ein. So sei starkes Aufhellen dunkler Haare ebenso wenig möglich wie eine radikale Typveränderung. "Doch auf Basis von Henna, Indigoblättern, Walnuss oder Römischer Kamille sind ganz viele Farbtöne und Abstufungen möglich, ganz individuell je nach Beschaffenheit des Haares und der Ausgangshaarfarbe", schwärmt die Friseurmeisterin, Kosmetikerin und Ayurveda-Beraterin, die ihr Haar selbst in einem zarten und natürlich pflanzenbasierten Rotblond trägt.

Im Gegensatz zu Oxidationshaarfarben, die die Schuppenschicht gewaltsam öffnen, ins Haar eindringen und dort die künstlichen Farbpigmente einlagern, legen sich die aus Pflanzenbestandteilen wie Rinden, Blättern oder Schalen gewonnenen Pigmente wie eine Lasur außen um das Haar herum, schützen es so und sorgen für natürlichen Glanz. Bei chemisch gefärbten Haaren sollen Pflegespülungen die aufgeraute Schuppenschicht glätten und das strapazierte Haar reparieren - oft genug vergeblich. "Viele Frauen um die 50 denken, dass ihre Haare aufgrund der Wechseljahre immer dünner werden - alles Blödsinn", ereifert sich Elvira Hermenau. "Die laugen schlicht und ergreifend auf Dauer aus, wenn sie jahrelang der harten chemischen Prozedur unterzogen werden."

Die temperamentvolle Naturfriseurin war begeistert von unserer Idee, anhand einer Fotogeschichte zu zeigen, was die natürlichen Farben können und wie sie am besten angewendet werden. Im Umkreis von Bad Camberg bei Frankfurt am Main hat sie eine Reihe von Frauen zusammengetrommelt, die ihr als Farbmodelle den Kopf hinhielten - unter ihnen Frauen mit ergrautem oder chemisch gefärbten Haaren, blonde, rothaarige oder brünette, einige, die noch nie gefärbt haben, die aufgrund einer Erkrankung auf Pflanzenfarben umsteigen wollen und sogar eine Dame, die normalerweise "auf alles, was mit Naturkosmetik oder Pflanzen zu tun hat, absolut allergisch reagiert". Das Ergebnis jedenfalls hat die Frauen überzeugt.



Bürsten

Physiotherapie für die Kopfhaut: Schon unsere Großmütter wussten, dass 100 Bürstenstriche das Haar glänzend machen. Bei Naturfriseuren gehört das Bürsten mit Naturborsten zum festen Haarpflegeprogramm. "Wildschweinborsten sind besonders hart und gelangen bis an die Kopfhaut", erläutert Elvira Hermenau. Dort nehmen sie überflüssiges Haarfett auf und transportieren es als intensive Pflege in die Längen und Spitzen. "Außerdem werden jene Muskeln stimuliert, die für das Aufrichten der Haare verantwortlich sind und die durch Conditioner oder Schaumfestiger faul werden.

Massage

Wellness bis zur Willenlosigkeit: Dem Bürsten der Haare folgt eine Kopfmassage mit Argan- oder Neemöl und - je nach Kundentyp und Wetter - einigen Tropfen ätherischem Öl. Das tut so gut, dass man wohlig


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Seite 74 - 79 im Ratgeber Kosmetik 2016
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