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Gesichtspflege: 5 Fehler, die Sie vermeiden sollten

Autor: Brigitte Rohm | Kategorie: Kosmetik und Mode | 24.12.2019

Gesichtspflege: 5 Fehler, die Sie vermeiden sollten
(Foto: CC0 Public Domain / Unsplash - Velizar Ivanov)

Wer schön sein will, muss cremen? Jein. Viele Menschen benutzen regelmäßig Gesichtspflegeprodukte. Dabei kann man allerdings auch einiges falsch machen.

Die Regale in den Drogerien sind gefüllt mit den verschiedensten Gesichtspflege-Produkten. Aber nicht nur diese fast schon verwirrende Vielfalt führt dazu, dass wir manchmal danebengreifen – und unserer Haut und der Umwelt mehr schaden als nützen.

Hier sind einige der verbreitetsten Fehler rund um die Gesichtspflege.

1. Blind auf Markenprodukte vertrauen

Wir haben 53 Gesichtscremes getestet. Dabei sind elf Markenprodukte durchgefallen, unter anderem von Bebe, Nivea, Garnier und L'Oréal. Die Cremes enthielten teils problematische Duftstoffe, bedenkliche UV-Filter, Paraffine, Silikone sowie PEG-Verbindungen.

Allein einem bekannten Namen zu vertrauen, ist bei Gesichtspflegeprodukten also keine gute Idee. Im Gegensatz zu konventionellen Produkten überzeugte zertifizierte Naturkosmetik im Test meist.

Mehr zum Test und alle kostenlosen Testergebnisse finden Sie hier:

Jetzt lesen: Gesichtscreme-Test: Neun Cremes sind "ungenügend"

2. Anti-Aging-Versprechen glauben

Anti-Aging aus dem Cremetiegel: zu schön, um wahr zu sein. Aus unserer Sicht konnte kein Hersteller der Gesichtscremes im Test beworbene Anti-Falten-Aussagen durch vorgelegte Studien ausreichend belegen. Lassen Sie sich daher nicht von Werbeversprechen auf Verpackungen blenden.

Setzen Sie besser auf eine normale, gute Pflegecreme – die ist allerdings tatsächlich wichtig, besonders im Winter, wenn Kälte und Heizungsluft der Haut zusetzen.

3. Die falsche Creme verwenden

Um die richtige Gesichtspflege für Ihr Hautbild zu wählen, müssen Sie dieses erst einmal kennen. Bei fettiger Haut ist eine reichhaltige Creme keine gute Wahl, zu leichte Pflege bei trockener Haut sollte es aber auch nicht sein.

Beobachten Sie daher, ob die Haut nach dem Eincremen noch zieht, spannt oder noch längere Zeit glänzt – das können Hinweise darauf sein, dass Sie das falsche Produkt verwenden. Wenn Sie sich unsicher sind, können Sie ihr Hautbild durch einen Fachberater bestimmen lassen.

Gesichtspflege: die richtige Creme ist wichtig.
Gesichtspflege: die richtige Creme ist wichtig. (Foto: CC0 Public Domain / Unsplash)

4. Die Haut überpflegen

Viel hilft viel? Bei Gesichtspflege nicht unbedingt. Insbesondere, wenn Sie eine empfindliche und schnell gereizte Haut haben, können Sie sie auch überpflegen. Das kann im schlimmsten Fall in einer perioralen Dermitis enden, der sogenannten "Stewardessenkrankheit" – gegen die nur eine längere Entwöhnung von Pflegeprodukten hilft.

Zu viel Durcheinander ist ebenfalls keine gute Idee: Wenn Sie eine Pflege gefunden haben, mit der Sie zufrieden sind, sollten Sie möglichst dabeibleiben und kein "Produkthopping" betreiben. Zu einer anderen Creme zu wechseln oder ein neues Produkt auszuprobieren, ist nur dann sinnvoll, wenn sich Ihr Hautbild verändert – zum Beispiel, wenn die Haut im Winter mehr Pflege benötigt als im Sommer.

5. Unnötige Produkte verwenden

Bei Gesichtspflegeprodukten gibt es vieles, was Sie sich getrost sparen können. Zum Beispiel Reinigungstücher: Sie enthalten Konservierungsstoffe, können Hautunreinheiten verursachen und die Poren verstopfen – denn statt Schmutzpartikel zu entfernen, verreibt man sie auf der Haut. Zudem sind es in Plastik verpackte Wegwerf-Produkte für den einmaligen Gebrauch, und damit belasten sie auch die Umwelt. Besser: Die Haut mit einem milden Reinigungsprodukt säubern.

Weiterlesen bei oekotest.de:

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