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Essence-Eyeliner im Test: Potenziell hautreizender Stoff in der Rezeptur

Autor: Hanh Friedrich/ Heike Baier/ Ann-Cathrin Witte | Kategorie: Kosmetik und Mode | 02.08.2021

In unserem Test landet der Essence-Eyeliner im hinteren Feld.
Foto: ÖKO-TEST; Donec Natalia/Shutterstock

Die Königsdisziplin des morgendlichen Augen-Make-up's ist sicherlich der perfekte Lidstrich. Damit er gelingt, gibt es im Handel eine Vielzahl von Produkten für unterschiedliche Ansprüche. Aber welche Inhaltsstoffe tragen wir uns eigentlich auf den Wimperkranz auf? Im Fall des Essence-Eyeliners sind zwei bedenkliche Stoffe dabei. 

Die Kosmetikmarke Essence ist für ihre bezahlbaren Schminkprodukte bekannt. Auch der Essence Liquid Ink Eyeliner, 01 aus unserem Eyeliner-Test ist mit einem Preis von 2,25 Euro pro Tube recht günstig. Und ist er auch empfehlenswert?

Aus unserer Sicht: Nein. Die Rezeptur enthält gleich zwei umstrittene Inhaltsstoffe, weswegen der Eyeliner, wie zwei weitere Produkte in unserem Test, nur die Note "mangelhaft" erhält. 

Potenziell hautreizender Stoff im Essence-Eyeliner

Doch welche Inhaltsstoffe bemängeln wir an der Rezeptur des Essence Liquid Ink Eyeliners? Da wäre zuerst mal das umstrittene Natriumlaurylsulfat. In Kosmetika wird dieser Stoff häufig als Emulgator eingesetzt, der fettige und wasserlösliche Komponenten miteinander verbindet.

Der Stoff ist allerdings bedenklich, weil er gleichzeitig die Schleimhäute und Haut reizen kann. Deswegen sehen wir den Einsatz in einer Eyeliner-Rezeptur kritisch. Der Essence-Eyeliner ist das einzige Produkt im Test, das laut Deklaration Natriumlaurylsulfat enthält. 

Bis der Lidstrich sitzt, braucht es meistens etwas Übung.
Bis der Lidstrich sitzt, braucht es meistens etwas Übung. (Foto: Fotos593/Shutterstock)

PEG-Verbindungen und Kunststoffe verhageln Ergebnis

Ebenfalls als Emulgatoren in Kosmetika werden PEG-Verbindungen eingesetzt. Diese Stoffe können die Haut allerdings auch durchlässiger für Fremdstoffe machen, weswegen wir ihren Einsatz abwerten. Sie stecken im Essence-Eyeliner, aber auch in vier weiteren der 18 getesteten Produkte.

Kritik äußern wir darüber hinaus auch an den im Essence-Eyeliner enthaltenen Kunststoffverbindungen. Der Grund: Weil sie nicht vollständig geklärt werden können, gelangen sie über das Abwasser in die Umwelt. Was sie dort langfristig anrichten, ist bisher noch unbekannt.

Zum Vergleich: Die Verwendung von Kunststoffverbindungen ist in Kosmetika weit verbreitet. Im Eyeliner-Test enthalten acht von 18 Produkten diese Stoffe. 

So setzt sich das Gesamturteil zusammen

Weil der Essence Liquid Ink Eyeliner Natriumlaurylsulfat und PEG-Verbindungen enthält, ziehen wir drei Noten ab. Deswegen lautet das Teilergebnis Inhaltsstoffe "ausreichend". 

Zudem enthält die Rezeptur des Essence-Eyeliners potenzielle umweltgefährdende Kunststoffverbindungen, die wir abwerten. Somit lautet das Teilergebnis Weitere Mängel "befriedigend".

Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltstoffe. Das "befriedigende" Testergebnis Weitere Mängel verschlechtert das Gesamturteil allerdings noch um eine weitere Note. Deswegen schneidet der Essence-Eyeliner schlussendlich mit "mangelhaft" ab. Details zu Bewertung und Prüfmethoden lesen Sie auf der Infoseite zum Test im Abschnitt Testverfahren.

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Der Test zeigt: Beim Eyeliner-Kauf haben Verbraucherinnen und Verbraucher eine breite Auswahl an "sehr guten" Produkten. Die Mehrzahl der getesteten Eyeliner können wir empfehlen. Allerdings gibt es auch Produkte, die umstrittene Inhaltsstoffe enthalten. Mehr dazu lesen Sie hier: Eyeliner im Test: 7 von 18 enthalten Problemstoffe.

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