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Halloween: Trotz Corona von Tür zu Tür ziehen?

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Kinder und Familie | 27.10.2020

Halloween wird wegen Corona in diesem Jahr anders aussehen als sonst.
Foto: Shutterstock / Yuganov Konstantin

Für Kinder ist Halloween und der damit verbundene Brauch, bei den Nachbarn zu klingeln und Süßigkeiten zu sammeln, ein großer Spaß. In Zeiten von Corona ist das allerdings keine gute Idee. Die Gesundheitsminister mehrerer Bundesländer bitten die Familien, dieses Jahr wegen der Corona-Infektionsgefahr auf den Halloween-Brauch zu verzichten.

Als Geist, Vampir oder Hexe durch die Wohngebiete ziehen und bei den Nachbarn "Süßes oder Saures" zu fordern gehört zu Halloween für viele Kinder und Jugendliche dazu. Dieses Jahr ist das Klingeln an fremden Haustüren aber nicht zu empfehlen: Denn bei den Halloween-Touren der kleinen Geister ist das Einhalten von Hygienekonzepten und Mindestabständen kaum möglich.

Wenn Kinder an sämtlichen Türen in der Nachbarschaft klingeln und dort in Süßigkeitenboxen wühlen, können sie dadurch ältere und infektanfällige Menschen in Gefahr bringen, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Sollte es tatsächlich zu Infektionen kommen, lassen sich Kontaktketten nicht mehr nachvollziehen.

Gesundheitsminister warnen: Keine Süßigkeitenjagd an Halloween 

Die Gesundheitsminister mehrerer Bundesländer appellieren an die Eltern, die Kinder dieses Jahr nicht um die Häuser ziehen zu lassen. Auch die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) ruft zum Verzicht auf die Süßigkeitenjagd auf: "Zu Halloween bitte ich die Eltern, dieses Jahr bei ihren Kindern dafür zu werben, nicht von Tür zu Tür zu gehen und zudem von Motto-Zusammenkünften abzusehen – auch im reduzierten Umfang. Denn es ist wichtig, unnötige Kontakte zu minimieren und Infektionsketten zu unterbrechen."

Das Gebot der Stunde lautet: Kontakte so weit wie möglich reduzieren. Das gilt dieses Jahr leider auch für die Halloween-Party.

Halloween trotz Corona: Was ist erlaubt?

Es gibt kein generelles Verbot, am 31. Oktober, also kommenden Samstag, von Tür zu Tür zu gehen. In diesem Jahr werden jedoch viele Menschen ihre Türen wegen der Infektionsgefahr wohl gar nicht öffnen.

Damit die Enttäuschung der Kinder nicht zu groß ist, können Sie alternativ:

  • Süßigkeiten in der Wohnung oder im Garten verstecken
  • gemeinsam einen Gruselfilm schauen
  • einen Kürbis schnitzen
  • mit der Familie und einer befreundeten Familie eine gruselige Schnitzeljagd machen.

Mit ein bisschen Einfallsreichtum lässt sich Halloween also trotz Corona feiern.

Wer auf eine kleine Halloween-Feier oder die Tour durch die Nachbarschaft nicht verzichten möchte, sollte diese praktischen Tipps berücksichtigen:

    1. Wer privat eine kleine Party machen möchte, sollte unbedingt die lokalen Beschränkungen recherchieren und einhalten. Ab einer 7-Tages-Inzidenz von 35 sind Treffen von zehn Personen, ab dem Wert von 50 von nur fünf Personen erlaubt.
    2. Die Kinder sollten bei ihren Touren in jedem Fall einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Passend zum Grusel- und Geisterfest lässt sich die Maske problemlos in die Verkleidung integrieren.
    3. Kinder sollten keine Wohnungen betreten und Süßigkeiten nicht direkt annehmen. Am besten den Sammelkorb vor die Tür stellen, ein paar Schritte zurücktreten und den Nachbarn die Süßigkeiten in den Korb legen lassen.
    4. Klingelknöpfe sollten nicht mit der bloßen Hand, sondern am besten mit dem Ellenbogen gedrückt werden.
    5. Regelmäßig die Hände desinfizieren.
    6. Andersrum gilt: Wer Kindern Give-Aways gibt, sollte nur verpackte Süßigkeiten verschenken und beim Öffnen der Tür am besten ebenfalls eine Alltagsmaske tragen. 

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