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10 Tipps für ein umweltfreundliches Halloween

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Kinder und Familie | 31.10.2019

10 Tipps für ein umweltfreundliches Halloween
(Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / JillWellington)

Am 31. Oktober ist Halloween. Die Gruselnacht muss nicht zum Konsumfest verkommen – es geht auch anders: Mit natürlicher Schminke, nachhaltigen Kostümen und verpackungsfreien Give-aways.

An Halloween scheiden sich die Geister: Die einen lieben das Gruselfest, die anderen verabscheuen es. Nicht zuletzt, weil Halloween häufig untrennbar mit Konsum verbunden ist: Kostüme aus Polyester, säckeweise Süßigkeiten mit entsprechend viel Verpackung, schadstoffbelastete Schminke und Halloween-Deko, die alles andere als nachhaltig ist, sorgen für den schlechten Ruf der Kürbisparty. Aber Partyspaß und Umweltbewusstsein müssen sich nicht ausschließen!

Mit unseren Tipps für ein "grünes" Halloween können Sie am 31. Oktober mit gutem Gewissen mitfeiern, wenn es wieder an der Haustüre heißt: "Süßes oder Saures …?"

Nachhaltig Halloween feiern

1. Nachhaltiges Halloween-Kostüm

Halloween-Kostüme sollten Sie weder im Discounter kaufen noch in letzter Sekunde im Internet bestellen. Diese Kostüme bestehen fast alle aus Polyester und wurden unter schlechten Arbeitsbedingungen gefertigt – damit sind sie eigentlich tabu. Manche sind sogar entflammbar oder können zu Erstickungen führen.

Kostüme, die im positiven Sinn zum Fürchten sind, können Sie mit wenig Aufwand und Material selbst herstellen. Wie wäre es mit einem Geisterkostüm aus Omas altem Bettlaken? Oder Sie kleiden sich von Kopf bis Fuß in Schwarz und schminken nur das Gesicht schaurig-schön. Wenn Sie hier ein bisschen Zeit und Mühe investieren, steht Ihre Kostümierung einer gekauften in nichts nach. Auch Secondhand lassen sich häufig Teile finden, die ein unheimlich gelungenes Halloween-Outfit abgeben.

2. Halloween: Schminke ohne Schadstoffe

Ein schaurig geschminktes Gesicht gehört zu Halloween dazu. Viele Kinderschminken stecken jedoch voller Schadstoffe, die Hälfte der Produkte in unserem letzten Schminke-Test war "ungenügend". Es gab aber auch zwei Lichtblicke im Test:

Bio-Schminke ist nach wie vor Mangelware. Wer sicher sein möchte, dass die eigene Schminke keine bedenklichen Stoffe enthält, kann Schminke einfach selbst herstellen.

3. Süßigkeiten teilen - und nicht horten

Für viele Kinder ist die Jagd nach Süßigkeiten ein wichtiger Bestandteil von Halloween. Gegen die "Süßes oder Saures"-Runde durch die Nachbarschaft ist nichts einzuwenden, wenn die Kinder es nicht übertreiben. Süßigkeiten, die die Kinder nicht mögen, sollten Sie weiterverschenken und nicht daheim horten.

4. Trick or Treat: Süßes ohne schlechtes Gewissen

Wenn Sie selbst Süßigkeiten verteilen: Kaufen Sie Bio-Produkte und keine kleinen Gummibärchenpackungen oder einzeln verpackte Schokoriegel, die viel Müll produzieren. Sie können auch einfach Mandarinen verteilen.

Unsere Tipps für nachhaltige Halloween-Geschenke:

  • Süßigkeiten aus dem Bio-Markt
  • Süßigkeiten mit möglichst wenig Verpackung
  • selbst gemachte Leckereien

5. Stofftaschen statt Plastiktüten

Schicken Sie Ihre Kinder nicht mit Plastiktüten, sondern mit wiederverwendbaren Eimern oder Stofftaschen auf die Jagd nach Süßem oder Saurem.

6. Nachhaltige Halloween-Deko

Halloween ohne Deko ist langweilig! Kaufen Sie aber bitte keine Plastik-Kürbisse oder ähnliches im Baumarkt oder in einem der vielen Accessoire-Läden oder Einrichtungshäuser. Die Natur hat im Herbst genug zu bieten: Geschnitzte Kürbisse, Mandarinen im Grusel-Look und buntes Herbstlaub sorgen in der Dunkelheit für ausreichend gespenstische Stimmung.

Vorlage für eine süße Halloween-Fledermaus
Vorlage für eine süße Halloween-Fledermaus (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / Schmidsi)

Noch mehr nachhaltige Deko-Ideen für Halloween:

  • Spannen Sie Spinnennetze aus schwarzer Wolle.
  • Schneiden Sie Fledermäuse aus schwarzem Papier aus und kleben Sie diese ans Fenster.
  • Löschen Sie das Licht und sorgen Sie nur mit Kerzen für schummriges Licht.

7. Halloween-Kürbis schnitzen

Einen Kürbis selbst auszuhöhlen und mit einem Gruselgesicht zu schmücken, ist gar nicht so schwierig. Hier verraten wir Ihnen alles, was Sie übers Halloween-Kürbis schnitzen wissen müssen:

8. Kerzen

Die teuflisch grinsende Kürbisfratze vor der Haustür ist am schönsten, wenn sie im Dunkeln leuchtet. Herkömmliche Kerzen sind aber schlecht für die Umwelt: Sie bestehen meist aus dem Erdölprodukt Paraffin. Kerzen aus nachwachsender Biomasse (oft als "Bio-Kerzen" deklariert) und Kerzen aus Bienenwachs, Sojawachs, Raps & Sonnenblumenöl sind deshalb die nachhaltigeren Möglichkeiten, um Licht ins Dunkel der Halloween-Nacht zu bringen.

9. Kein Einweggeschirr

Wenn Sie bei sich zu Hause feiern, sollten Sie auf Einweggeschirr und Plastikstrohhalme verzichten. Einfache Wassergläser können Sie mit einem aufgemalten oder aufgeklebten Kürbis-Gesicht aufpeppen. Orangefarbenen Multivitaminsaft hinein – fertig ist die leckere Halloween-Bowle für Kinder! 

Quick & easy: Lustiges Getränk für die Halloween-Party
Quick & easy: Lustiges Getränk für die Halloween-Party (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / Ekologiskt_Skafferi)

10. Resteverwertung

Wer einen Kürbis aushöhlt, um ihn als schaurig-schöne Deko vor die Tür zu stellen, produziert köstliche Überbleibsel, die zu schade für die Tonne sind. Aus dem Fruchtfleisch lässt sich leckere Kürbissuppe kochen, die Kürbiskerne werden zu einem süßen oder salzigen Snack.

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