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Wie oft duschen ist gesund?

Und wie oft sollten wir Haare waschen?

Autor: Lino Wirag | Kategorie: Gesundheit und Medikamente | 26.07.2019

Wie oft duschen ist gesund?
(Foto: Foto: CC0 Public Domain / Unsplash.com)

Die Mehrheit der Deutschen duscht täglich. Gesunde Haut kann das vertragen, wäre aber auch mit weniger zufrieden. Wichtig ist vor allem: nicht zu heiß, nicht zu lang und mit möglichst wenig Chemie.

Vor allem im Sommer duschen wir gerne täglich. Für die Haut ist das jedoch nicht zwingend von Vorteil: Zu lange, zu warme Brausebäder und viele konventionelle Pflegeprodukte greifen den natürlichen Säureschutzmantel der Haut an. Beim Duschen spülen wir deshalb nicht nur Keime, Schmutz und Hautschüppchen ab, sondern auch körpereigene Fette oder Mineralstoffe, die uns eigentlich schützen sollen.

Die Folge, wenn wir zu häufig, zu warm und zu lange duschen: trockene Haut und eine höhere Anfälligkeit für Rötungen, Juckreiz oder Ekzeme.

So sieht die ideale Dusche aus

Auch wenn viele die tägliche Dusche am Morgen oder Abend nicht missen möchten, reicht es aus dermatologischer Sicht bei gesunder Haut grundsätzlich aus, nur zweimal die Woche zu duschen. Das Wasser darf dabei gerne nur lauwarm sein.

Gesicht, Intimbereich und Achselhöhlen sollte man trotzdem häufiger reinigen, dafür reicht aber auch die Katzenwäsche mit Waschlappen, Wasser und milder Seife aus – bei der Intimpflege genügt warmes Wasser. Auch Menschen, die Sport treiben oder viel schwitzen, sollten alten Schweiß regelmäßig abwaschen, damit sich die Haut nicht wundreibt.

Wer gesunde Haut hat und es mit aggressiven Pflegeprodukten nicht übertreibt, kann aber auch täglich unter die Brause, ohne sich Sorgen machen zu müssen. Haut und Umwelt bedanken sich, wenn man die Duschzeit möglichst kurz und das Wasser möglichst kühl hält. Sieben bis zehn Minuten gelten als ideal, drei reichen aber auch.

Sparsames Einseifen ist ausreichend

Auch das richtige Einseifen will gelernt sein. Die meisten Menschen verbrauchen zu viel Seife oder Duschgel. Gesunde Haut hat es nicht nötig, vollständig eingeschäumt zu werden. Nur Körperstellen, die Fette oder Gerüche produzieren (Füße und Achseln), sollte man einseifen. Schritt, Arme und Beine, Rücken, Bauch und Gesicht dagegen sind auch mit klarem Wasser zufrieden.

Wer Duschgel verwendet, sollte auf Naturkosmetik zurückgreifen, die sich in der Regel auch für die tägliche Dusche eignet. Entsprechend zertifzierte Duschgele schnitten in unserem aktuellen Gratis-Test durchweg "sehr gut" ab.

So geht die ideale Haarwäsche

Neben zu häufigem, zu heißem oder zu ausgiebigem Duschen ist auch nicht nötig, sich täglich die Haare zu waschen. Auch hier sind zweimal pro Woche ausreichend, bei fettigen Haaren alle zwei Tage.

Der Grund: Die meisten Shampoos stören die natürliche Ölproduktion und Feuchtigkeitsbalance der Kopfhaut. Haare und Kopfhaut trocknen aus, weshalb die Kopfhaut zum Ausgleich mehr Fett produziert. Ein unnötiger Kreislauf entsteht, bei dem die Haare umso schneller verfetten, je mehr Shampoo verwendet wird.

ÖKO-TEST hat immer wieder Shampoos getestet, zuletzt 41 silikonfreie Shampoos. Auch bei der Haarwäsche schneiden Naturkosmetik-Produkte fast immer besser ab – was aber nicht bedeutet, dass man sie deshalb täglich verwenden müsste. Zertifizierte Naturkosmetik-Duschgele und -Shampoos haben außerdem den Vorteil, dass sie kein Mikroplastik enthalten.

Bei Hitze lieber lauwarm duschen

Tipp: Bei warmen Wetter sollte man lieber lauwarm duschen als kalt. Denn das kühle Wasser ist zwar erfrischend, der Körper schwitzt aber stärker als zuvor, sobald man die Dusche verlassen hat.

Hier finden Sie noch mehr Tipps gegen die Hitze – und erfahren, welche Fehler Sie vermeiden sollten.

Bitte beachten Sie unsere Hinweise zu Gesundheitsthemen.

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