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Tierschützer rechnen mit weniger Wespen in diesem Jahr

Autor: dpa | Kategorie: Bauen und Wohnen | 11.08.2021

Wespen dürften dieses Jahr weniger umherfliegen
Foto: Thomas Hochreutener /Shutterstock

Wegen des kühlen und verregneten Frühlings erwarten Tierschützer im August und September eher weniger Wespen als in den Vorjahren. Pflanzen haben später als üblich geblüht. Das habe auch den Wespen Probleme gemacht, ihre Nester zu bauen und für Nachwuchs zu sorgen.

Auch wenn Wespen häufig als störend empfunden würden, seien sie doch enorm wichtig im Ökosystem. Denn sie fressen laut dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) Schädlinge, wie Blattläuse und manche Schmetterlingslarve. Sie nützten so der Landwirtschaft und im Gartenbau.

Genauere Zahlen zu den Insekten werde man erst nach der aktuell laufenden Insektenzähl-Aktion wissen, so der LBV. Die Aktion laufe noch bis um 15. August 2021. Jeder kann mitmachen und Insekten melden.

Wespen: wenige Arten stechen

Wer bei Wespen gleich ans Stechen denkt, liege falsch, so die LBV-Biologin Angelika Nelson. Nur etwa jede fünfte der weltweit rund 137 000 Wespenarten habe einen sogenannten Wehrstachel. "Die in Deutschland häufige Gemeine Wespe, die uns jetzt vielfach begegnet, gehört allerdings dazu", sagt die Biologin.

Zum Insektenzählen rufen der LBV und der Naturschutzbund die Menschen seit 2018 regelmäßig auf. Mit der Aktion soll die Artenvielfalt und ihre geografische Verteilung erforscht werden.

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