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Blauregen schneiden: Der richtige Zuschnitt sorgt für eine üppige Blütenpracht

Autor: dpa / Redaktion (lp) | Kategorie: Bauen und Wohnen | 08.03.2022

Blauregen
Foto: Shutterstock / nnattalli

Im Frühling kann man den Blauregen leicht erkennen: Die Kletterpflanze bedeckt sich über und über mit langen, strahlend blauen Blütenständen. Die Voraussetzung dafür ist allerdings der richtige Rückschnitt, den Sie jetzt zügig vornehmen sollten.

Der Blauregen, auch unter dem Namen Glyzine bekannt, klettert am liebsten an (Haus-)Mauern, hohen Zäunen oder Rosenbögen hinauf und bildet ab dem Frühling zahlreiche lila Blüten aus. Für die prachtvollen Blütentrauben sollten Sie die Pflanze jedoch zweimal im Jahr zurückschneiden.

Zum Frühlingsanfang: Üppige Blauregen-Blüten durch Rückschnitt

Sie sollten den Blauregen zweimal im Jahr zurückschneiden, einmal im Sommer und einmal zum Ende des Winters. Beim jetzigen Schnitt im Spätwinter bzw. zeitigen Frühjahr sollte die Kletterpflanze ganz schön Blüten lassen. Von vier Knospen werden nur zwei übrig gelassen, rät die Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Doch dieser rabiate Zuschnitt lohnt sich, denn die beiden bleibenden Knospen entwickeln sich zu schöneren und längeren Blütenrispen.

Der Rückschnitt bringt noch mehr Vorteile: Die Pflanze trägt aktuell kein Laub, daher sieht man gut schwache oder vertrocknete Zweige. Sie sollte man laut den Experten ebenfalls entfernen. Achten Sie darauf, nicht zu dicht über den Knospen zu schneiden, so dass diese dabei nicht beschädigt werden.

Mit der richtigen Pflege kann der Blauregen sogar bis zu 30 Meter hoch werden.
Mit der richtigen Pflege kann der Blauregen sogar bis zu 30 Meter hoch werden. (Foto: Shutterstock / Thitisan)

Blauregen zum Frühjahr zurückschneiden: So gehen Sie vor

Schneiden Sie den Blauregen so zurück, dass Sie eine schräge Schnittkante erzeugen, die von der Knospe weg zeigt. Das schützt die Pflanze, denn so bleibt kein Regenwasser länger auf der Schnittfläche oder könnte gar in die anschwellenden Knospen laufen. Wäre das der Fall, drohen Pilzkrankheiten.

Auch sollten Hobbygärtner beim Rückschnitt auf scharfe Gartenscheren achten, denn eine saubere und glatte Schnittwunde heilt besser.

Zweiter Rückschnitt ab Mitte Juli

Im Sommer folgt ein zweiter Schnitt am Blauregen: Mitte Juli bis Anfang August regen Sie mit dem Rückschnitt die Blütenbildung fürs nächste Jahr an. Da der Blauregen stark wächst, bremsen Sie mit dem zweiten Schnitt auch das Wachstum.

Konzentrieren Sie sich nun vor allem die langen Peitschentriebe und kürzen diese auf zehn bis 30 Zentimeter ein. Laut der Landwirtschaftskammer schadet das der Pflanze nicht, denn an diesen langen Trieben bildeten sich ohnehin keine Blüten mehr. Alle anderen Seitentriebe werden auf die vier Knospen eingekürzt, die dann wiederum relevant für den nächsten Schnitt zum Winterende/Frühlingsbeginn werden.

Pflegetipps für den Blauregen

  • Gerade wenn die Pflanzen noch klein sind, sollten Sie einige starke Zweige an der Rankhilfe festbinden.
  • Ist die gewünschte Wuchshöhe erreicht, können Sie die Zweige in die Breite ziehen und an der Rankhilfe oder Mauer befestigen.
  • Blauregen bevorzugen einen sonnigen, geschützten Standort, sie blühen zweimal im Jahr: Im Frühjahr und noch einmal weniger üppig im Spätsommer.
  • Die Kletterpflanze wächst am besten auf durchlässigen und nährstoffreichen Böden. Im Garten können Sie ein sandiges, lehmiges Erdreich bereitstellen.
  • Vor allem in trockenen Sommermonaten sollten Sie den Blauregen regelmäßig gießen.
  • Junge Pflanzen dürfen Sie gerne düngen.

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