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ÖKO-TEST Mai 2011
TestBlumen
Wem jetzt was blüht
Blumen


Für diesen Test haben wir die Rosen nicht nur ins Labor geschickt, sondern den Anbietern wieder einen umfangreichen Fragebogen zum Thema Corporate Social Responsibility (CSR), das heißt zur Unternehmensverantwortung zugeschickt. Während wir für unseren Test Spielzeug im Dezember 2010 hauptsächlich Auskünfte zum Thema Kinderarbeit wollten und für den Test Thunfisch im März 2011 zu nachhaltigem Fischfang, ging es uns dieses Mal um den Pestizideinsatz und damit um den Arbeitsschutz auf den Blumenplantagen.

Das Testergebnis

Insgesamt hat unser Labor 56 verschiedene Spritzgifte in den Blumen gefunden - bis zu 20 pro Strauß. Doch nicht allein die Anzahl ist bedenklich. 14 Substanzen sind der amerikanischen Umweltbehörde EPA zufolge "wahrscheinlich" oder "möglicherweise krebserregend", elf in der EU nicht mehr erlaubt, vier laut WHO "hoch gefährlich".

Diese Giftspritzerei ist völlig legal, denn gesetzliche Grenzwerte für Blumen gibt es nicht. Mehrere Anbieter (Aldi Nord und Süd, Blumotion, Kaufland) schrieben uns aber, Blumen mit sichtbaren(!) Rückständen von Pflanzenschutzmitteln würden aussortiert. Das bedarf keines weiteren Kommentars, die Zustände auf den Blumenfarmen mag man sich gar nicht vorstellen.

Vor dem Hintergrund der erschreckenden Pestizidfunde ist die Antwort auf unsere Frage nach den Kriterien der Anbieter für den Schnittblumeneinkauf höchst aufschlussreich. Bis auf Blumen Risse sowie Fleurop und Lidl, die sich dazu gar nicht äußerten, gehören für alle Anbieter "Label und Zertifizierungen" zu den wichtigsten Entscheidungskriterien. Das heißt jedoch nur, man will abgesichert sein. Geht etwas schief oder gibt es Kritik, zieht man flugs ein Zertifikat aus der Tasche.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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