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22. September 2012
Gütesiegel
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Better Cotton Initiative

Die derzeitigen Vorgaben für "Better Cotton" fallen hinter den Kriterien anderer Labels wie dem EU-Bio-Siegel oder dem Fairtradelabel zurück.

Die Better Cotton Initiative (BCI) mit Sitz in der Schweiz wurde 2005 von Firmen wie Adidas, H&M und Ikea sowie Organisationen wie dem WWF gegründet.

Was bedeutet es? Die Initiative will die Baumwollproduktion für den Massenmarkt nachhaltiger gestalten. Dazu gehört es, den Gewinn der Baumwollbauern zu steigern sowie Arbeitsstandards zu etablieren. Die Effekte auf die Umwelt sollen vor allem durch einen geringeren Wasser- und Pestizidverbrauch minimiert werden. Generell sollen gefährliche Anbaupraktiken wie der unkontrollierte Einsatz von Pestiziden unterbunden werden sowie auf besonders problematische Spritzmittel verzichtet werden. Die Baumwolle wird mithilfe eines Ballenrückverfolgungssystems als "Better Cotton" gekennzeichnet, ein Label für fertige Textilien gibt es dagegen nicht. Eine Kontrolle der Farmen erfolgt durch BCI-Mitarbeiter sowie jährlich durch externe Zertifizierungsunternehmen. Nach Angabe des BCI wurden in der Saison 2011/12 ingesamt 490.000 Tonnen "Better Cotton" produziert. Die Firma Adidas will bis 2018 nur noch "Better Cotton" einsetzen.

Bewertung: Bei "Better Cotton" handelt es sich weder um fair gehandelte noch um Bio-Fasern. Die derzeitigen Vorgaben fallen hinter den Kriterien anderer Labels wie dem EU-Bio-Siegel oder dem Fairtradelabel zurück. Gen-Technik-Baumwolle ist erlaubt. Von den Ackergiften sind lediglich zwölf besonders schädliche Pestizide wie DDT völlig verboten. Ebenso sind keine Mindestpreise für den Rohstoff Baumwolle festgelegt. Die Einhaltung der Kernarbeitsnormen der internationalen Arbeiterorganisation (ILO) werden nach dem BCI-Programm gefördert, jedoch nicht strikt gefordert.

( oet )


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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.




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