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ÖKO-TEST März 2012
TestZucker in Kleinkindernahrung
Wir sind sauer
Zucker in Kleinkindernahrung



Die dreijährige Alina mag es gerne süß. Schon zum Frühstück bevorzugt sie Nutellabrötchen und Kakao. Im Kindergarten isst sie Obst zur Wurststulle und trinkt Apfelsaftschorle. Nach dem Mittagessen muss es ein Fruchtquark sein - am liebsten der mit den kleinen Abziehbildchen und den bunten Figuren drauf. Später isst sie oft noch ein paar Kekse oder auch mal ein Stück Kuchen. Auch Brüderchen Fritz ist ein "Süßer". Obwohl mit seinen vierzehn Monaten gerade dem Breikostalter entwachsen, isst er weiche, süße Speisen immer noch gern: süßen Grießbrei aus der Packung etwa oder einen Früchteriegel und gemustes Obst zwischendurch.

Rechnet man aus, was die beiden an Zucker verspeisen, dürfte die Überraschung groß sein. So nimmt Alina mit 20 g Nuss-Nougat-Creme, 200 ml Kakaogetränk, 250 ml Apfelsaftschorle, 50 g Fruchtquark und vier Keksen sage und schreibe 44 g Zucker zu sich. Umgerechnet auf Würfelzucker sind das stattliche 14,5 Stück, was schon einem kleinen Zuckertürmchen gleichkommt. Bei Fritz liefern 200 g Fertiggrießbrei und ein Früchteriegel 18,5 g Zucker bzw. gut sechs Stück Würfelzucker.

Welche Lebensmittel Kleinkinder in welchen Mengen optimalerweise essen sollten, hat das Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) erarbeitet. Danach sollte zugesetzter Zucker maximal sieben Prozent der Energiezufuhr ausmachen. Das bedeutet, dass für Einjährige 14,9 g Zucker bzw. knapp fünf Stück Würfelzucker pro Tag gerade noch akzeptabel sind. Zwei- bis Dreijährige sollten mit 16,6 g Zucker bzw. fünfeinhalb Stücken Würfelzucker auskommen. Für Säuglinge gibt es noch keine Empfehlungen.

Grundsätzlich ist Zucker in der Ernährung von Babys und Kleinkindern aber überflüssig, betonen die Experten des FKE. Der Grund: Babys haben einen fein ausgeprägten Geschmackssinn - zu viel Süße würde die Geschmacksbildung stören. Außerdem fördert eine zuckerreiche Ernährung Karies und Übergewicht. Schon jetzt gelten rund 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen als übergewichtig.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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