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Telefone, DECT

Viele Schnurlostelefone schmücken sich mit Begriffen wie Eco-Mode, strahlungsreduziert oder energiesparend. Eine heftige Ausstrahlung haben die meisten dennoch. Inzwischen gibt es wenigstens ein paar Geräte, die nicht rund um die Uhr, sondern nur beim Telefonieren gepulste Mikrowellen aussenden.

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» Produkte anzeigen (29)» Testergebnisse abrufen» Heftinhalt [ B1211 ] anzeigen

Ein Leben ohne Mobil- und Schnurlostelefone ist heute fast nicht mehr vorstellbar. Doch jede dieser praktischen Neuerungen bedeutet eine neue Strahlungsquelle in der Wohnung. Die schnurlosen Telefone sind häufig die stärkste Quelle - und zwar nicht nur beim Telefonieren selbst mit dem heftig strahlenden Hörer direkt am Kopf. Auch wenn das DECT eine geringere Sendespitzenleistung als das Handy hat, ist die Belastung meist höher, weil der Funkmast in Form der Basis mitten im Wohnraum steht. Die Basis der meisten Geräte sendet rund um die Uhr Funkwellen aus, um mit dem Mobilteil in Kontakt zu bleiben.

Wir haben 29 Schnurlostelefone eingekauft, die mit einem Eco-Mode, mit einer Anpassung der Sendeleistung, einem Logo "strahlungsreduziert" oder Ähnlichem werben. Wir wollten wissen, wie strahlungsreduziert sie tatsächlich arbeiten. Darüber hinaus haben wir die Geräte einem großen Praxistest unterzogen.

Das Testergebnis

Immerhin gibt es mittlerweile konsequente Lösungen. 14 Geräte im Test schalten die Strahlung nach dem Telefonat ab. Bei den meisten Schnurlosen herrscht erst dann Funkstille, wenn das Mobilteil in der Basis steckt. Wer also den Hörer auf dem Schreibtisch oder dem Sofa neben sich liegen hat, wohnt weiterhin mit einem Dauerstrahler zusammen. Und sobald mehr als ein Mobilteil angemeldet ist, ist wieder Dauerfunk angesagt. Acht Modelle funken selbst dann weiter, wenn das Mobilteil in der Ladestation steckt. Das Motorola D701 regelt während des Telefonats ein wenig herunter, geht aber danach gleich wieder voll auf Sendung.

Etliche Hersteller werben damit, die Funkintensität beim Telefonat bedarfsgerecht anzupassen. Die meisten regulieren die Strahlungsstärke im Eco-Mode um 50 bis 75 Prozent herunter, wenn guter Funkkontakt zum Mobilteil besteht. Das hört sich zunächst zwar gut an, sagt aber letztlich nichts darüber aus, wie stark die Strahlung beim Telefonieren wirklich auftritt. Entscheidend ist, wie hoch die maximale Strahlungsstärke ist. Beispiel: Das Swissvoice SP450, das beim Telefonieren gar nicht herunterregelt, strahlt ähnlich stark wie das Panasonic KX-TG8200, das um rund 50 bis 70 Prozent reduziert.

Während des Telefonats wurden in einem Meter Entfernung zur Basis Werte zwischen 600 und 17.000 Mikrowatt pro Quadratmeter gemessen. Aus baubiologischer Sicht ist das jenseits von Gut und Böse, da schon ab 100 Mikrowatt pro Quadratmeter biologische Effekte nachweisbar sind. Beim Telefonat ist die Strahlungsbelastung durch das Mobilteil am Ohr noch einmal um ein Vielfaches höher. Und zwingen Wände, Möbel oder die Entfernung zum Hörer die Basis, stärker zu senden, reizt das Telefon auch schnell seine maximale Strahlungsstärke aus.

In unserer Testwohnung konnten alle DECT-Telefone mindestens über 25 Meter und durch fünf Wände telefonieren, im Freien schafften sie 250 Meter und mehr. Um zu erfahren, wie sich die Reichweiten im Eco-Mode und im Standardmodus unterscheiden, haben wir ein Modell in verschiedenen Einstellungen durchtesten lassen. Ergebnis: Bei voller Strahlung schaffte es 330 Meter im Freien, im Eco-Mode 275 Meter. Drinnen sendete es in beiden Einstellungen problemlos durch sechs Wände und über 30 Meter.

Alle Schnurlostelefone übertragen Stimmen und Töne klar und nahezu unverfälscht. Und sie lassen sich mehr oder weniger gut bedienen. Bei einigen Modellen bezahlt der Nutzer allerdings schickes Design mit einem Mangel an Komfort. Beim Hochglanz-DECT Grundig Illion 1 etwa sind die Tasten sehr klein geraten. Beim Motorola D701 und dem Orchid LR4610 stören wackelige Tasten. Die meisten Mobilteile haben einen kleinen Haken: Ihre Displays sind bei Spiegelungen nur "gut" oder gar nur "befriedigend" lesbar.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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